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Vegetarier 09. März 2014 0

Ernährung

Wieviel Fleisch kann man essen ohne der Umwelt zu schaden?

Immer mehr Menschen verzichten auf den Genuss von Fleisch, weil sie gegen die Massentierhaltung protestieren wollen. Wer gern weiter sein Steak oder seine Bratwurst isst, muss sich manchmal regelrecht verteidigen. Gibt es denn nur ganz oder gar nicht? Kompromisse sind durchaus möglich, Fleischgenuss ohne Reue, sowohl was die eigene Gesundheit betrifft, als auch den Umgang mit den Tieren.

Sind Vegetarier wirklich bessere Menschen?

Wenn es um gesunde Ernährung geht, heißt es oft, dass Vegetarier gesünder leben als Fleischesser. Das ist etwa so, als wolle man Äpfel mit Birnen vergleichen. Schließlich gehören Vegetarier meistens zu den Menschen, die sich generell um eine gesunde Lebensweise bemühen. Also sollte man sie mit Menschen vergleichen, die sich ebenfalls gesund ernähren und verhalten, aber Fleisch nicht von ihrem Speiseplan gestrichen haben, statt mit der großen Masse derer, die sich irgendwie ernähren und vielleicht kaum um ihre Gesundheit kümmern. Maßvoller Fleischgenuss gehört zur ausgewogenen Vollwertkost dazu. Für eine gesunde Ernährung stellt sich aber nicht nur die Frage der Quantität sondern auch der Qualität. Das ist nicht zuletzt auch eine Sache des Preises. Möchte man für ein Stück Fleisch fast nichts bezahlen, dann kann man keine gute Qualität oder artgerechte Tierhaltung erwarten.

Gesundes Fleisch durch artgerechte Tierhaltung

Dass Massentierhaltung keine gute Lösung ist, um alle Menschen mit Fleisch zu versorgen, ist sicher für umweltbewusste Menschen keine Frage. Was kann man also tun, damit es genug Fleisch für alle gibt? Der Fleischkonsum des Einzelnen muss auf ein gesundes Maß schrumpfen. Ob man dafür zwischendurch regelmäßig oder immer mal wieder einen fleischlosen Tag einlegt oder lieber kleinere Fleischportionen zu sich nimmt, bleibt jedem Menschen selber überlassen. Sicher ist nur, dass der Pro-Kopf-Verzehr sinken muss. Außerdem sollten alle Teile eines Tieres gegessen werden, nicht nur die als besonders edel angesehenen. Als umweltbewusster Mensch kauft man daher ein ganzes Hähnchen, nicht nur das begehrte Brustfilet. Schließlich lassen sich die „Reste“ ebenfalls gut verwerten. Ein wenig Kreativität oder ein gutes Kochbuch können dabei sehr hilfreich sein. So wird auch verhindert, dass Fleischteile, die bei uns unverkäuflich ist, auf afrikanischen Märkten landen, wo sie mehr schaden als nutzen. Denn sie werden dort so billig angeboten, dass afrikanische Tierhalter mit diesen Preisen nicht konkurrieren können.
Damit Fleisch wirklich ein gesundes Lebensmittel ist, müssen die Tiere artgerecht gehalten und ernährt werden. Das heißt, dass sie genug Platz haben, um sich ausreichend bewegen zu können. Nur so können sie richtig Muskelfleisch bilden. Außerdem sollte ihre Nahrung so natürlich wie möglich sein. Pflanzenfresser, wie zum Beispiel Rinder, vertragen nun mal kein tierisches Eiweiß, wie es in Tiermehl enthalten ist. Als Wiederkäuer brauchen sie rohstoffreiches Futter, also Gras oder Heu. Da diese Tiere langsamer wachsen als ihre Artgenossen, die viel Kraftfutter bekommen, sind sie auch später schlachtreif. Dafür benötigen sie keine vorsorglich gegebenen Medikamente und ihr Fleisch ist wohlschmeckender. Das sollte man als Konsument gern auch bezahlen. Denn nur wer gesunde Nahrung zu sich nimmt, kann selber gesund bleiben.
Das Bewusstsein der Konsumenten muss geschärft werden. Wer sich ein wenig umsieht, wird ausreichend Fleisch aus artgerechter Tierhaltung und in Bioqualität finden, allerdings nicht unbedingt an der Fleischtheke im Supermarkt. Ab und zu einmal auf Fleisch zu verzichten oder ein kleineres Stück zu essen, tut der eigenen Gesundheit auch gut.

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