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Sport für den Rücken 20. Februar 2014 0

Fitness


Beschwerden im Zusammenhang mit der Rückenmuskulatur oder der Bandscheiben treten immer häufiger auf, dabei zählen zunehmend auch junge Menschen zu den Patienten. Falsche Körperhaltung, belastende Bewegungen, eingeklemmte Nerven oder eine nicht trainierte Muskulatur können dabei die Ursache sein.

Falsche Belastung

TrainingWer seine Rückenmuskulatur durch falsche Körperhaltung, wie etwa häufiges Sitzen am Schreibtisch oder einseitige Belastung durch körperliche Arbeit überanstrengt, der wird früher oder später mit dem Thema Rückenschmerzen konfrontiert werden. Die dadurch entstehenden Verspannungen oder Abnutzungen verursachen in den meisten Fällen einen chronischen Schmerz, der im ersten Moment nicht immer genau diagnostiziert werden kann. Auch eine falsche Schlafposition oder wenig Bewegung im Alltag können als Auslöser in Frage kommen. Wer einmal unter Rückenschmerzen leidet, der wird automatisch eine sogenannte Schmerzhaltung einnehmen. Diese verschafft im ersten Moment zwar Linderung, ist aber auf längere Sicht gesehen zusätzlich schädlich. Die Muskulatur verhärtet und angrenzende Bereiche werden Zusehens mit belastet.

Blockade durch Kummer

In vielen Fällen spielt die Psyche eine essenzielle Rolle in Bezug auf Rückenschmerzen. Menschen, die unter vermindertem Selbstbewusstsein leiden, nehmen oftmals eine gedrückte Körperhaltung ein. Dabei wird nicht nur die Halsmuskulatur fehlbelastet, sondern auch die Muskelpartien in Rücken, Armen und Bauch unterliegen einer falschen Körperstellung. Deutlichen Zeichen für eine gedrückte Körperhaltung sind dabei die hängenden Schultern und das Entstehen eines sogenannten Buckels. Patienten, die unter psychischen Belastungen leiden erkennen das nicht immer sofort. Vielmehr werden im ersten Anlauf die körperlichen Symptome, wie z. B. Rückenschmerzen diagnostiziert und mit Schmerzmittel u. ä. behandelt.

Wirbelversteifung und Abnutzung

Nordic Walker im GrünenWirbelversteifungen, auch Blockaden der Wirbel genannt, äußern sich meist in einem stechenden oder dumpfen Schmerz. Dabei verrutschen Kleinteile der Wirbel und klemmen manchmal auch einen umliegenden Nerv ein. Dabei kommt es Zusehens zu starken Verspannungen der Muskulatur und die Schmerzen klingen von alleine nicht ab. Verschiebt sich dabei eine Bandscheibe, so spricht man von einem Bandscheibenvorfall, welcher operativ oder über Physiotherapie behandelt werden kann. Wirbelversteifungen und Bandscheibenvorfälle können alle Altersklassen betreffen und müssen nicht immer eine fehlerhafte Körperhaltung als Ursache haben. In einigen Fällen liegen Unfälle oder ein angeborener Fehler der Wirbelsäule zu Grunde. Menschen, die schweren körperlichen Arbeiten ausgesetzt sind leiden zudem an einer deutlichen Abnutzung der Wirbelsäule und der gesamten Rückenmuskulatur. Auch viele ältere Menschen sind von diesem Schicksal betroffen. Von Abnutzung spricht man dann, wenn eine bestimmte Partie dauerhafter Belastung ausgesetzt ist und sich der Normalzustand dieser Stelle zum Negativen hin verändert hat. So können zum Beispiel die Bandscheiben, aber auch die einzelnen Wirbel selbst immer dünner werden, der natürliche Puffer der Wirbelsäule verschwindet damit immer mehr und Schmerzen treten auf.

Gezieltes Training der Rückenmuskulatur

Patienten, die unter chronischen Rückenschmerzen leiden, welche durch körperliche Ursachen begründet sind, sollten in Zusammenarbeit mit ihrem Arzt und Physiotherapeuten ein gezieltes Trainingsprogramm entwickeln. Nur so ist gewährleistet, dass der Rücken positiv beeinflusst wird und eine unterstützende Wirkung eintrifft. Wer jedoch Rückenbeschwerden aufgrund überwiegend sitzender Tätigkeiten hat, der kann mit einfachen und gezielten Übungen für Besserung sorgen. Dabei sollte man immer auf ausreichende Dehnung und sanftes Ausführen der einzelnen Übungen achten. Unterstützend können auch Sportarten wie Rückenschwimmen und Nordic Walking angewendet werden. Dabei werden nicht nur die Muskelpartien in Rücken und Armen trainiert, auch Beine und Bauch profitieren. Generell ist das Trainieren der Bauchmuskulatur für den Rücken essenziell. Immerhin stellt der Bauch das Pendant zum Rücken da und kann diesen somit unterstützen.Rumpftraining
Rückenschmerzen müssen nicht immer körperliche Ursachen haben, auch seelische Probleme sollten immer mit in Betracht gezogen werden. Durch gezielte Ursachenforschung kann demnach ein positiv wirkendes Trainingsprogramm für den Rücken entwickelt werden.

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