» » Nicht nur was wir essen ist entscheidend, sondern auch "wie"
Nahrung 05. März 2014 0

Ernährung

Viele Menschen klagen über Verdauungsstörungen oder möchten abnehmen. Ausschlaggebend für beide Phänomene sind aber nicht nur falschen Lebensmittel und deren Zubereitung, sondern auch die Einnahme der Mahlzeiten. Wer sein Essen einfach hinunterschlingt oder vor dem Fernsehen konsumiert, darf sich über Blähungen, Verstopfung oder Übergewicht nicht wundern.

Schnelles Essen belastet Körper und Organe

Viele Übergewichtige fragen sich, was sie beim Essen falsch machen. Die Antwort kann ganz einfach sein, denn viele nehme sich für ihre Mahlzeiten einfach zu wenig Zeit. Schnelle Esser vertilgen pro Minute etwa 85 Gramm Nahrung, langsame hingegen nur 53 Gramm. Und nicht nur die Menge macht’s, klarerweise vertilgen die Schnellesser auch mehr Kalorien im gleichen Zeitraum wie die, die sich ihre Speisen im wahrsten Sinn des Wortes auf der Zunge zergehen lassen. Denn wo die Einen etwa 80 Kalorien pro Minute konsumieren, sind es bei den anderen nur 50 Kalorien. Damit liegt es auf der Hand, dass Schnellesser wesentlich häufiger dick sind. Der Körper hat bei diesen Personen kaum eine Chance, das Sattsignal rechtzeitig zu senden, womit meist mehr konsumiert wird, als man eigentlich Hunger hat.

Kleine Mengen fördern das Sattgefühl

Mit einigen Tricks und Tipps lassen sich hastiges Essen und Hinunterschlingen der Nahrung durchaus vermeiden. Abgesehen davon, dass man sich natürlich immer genügend Zeit für die Mahlzeit nehmen sollte. Wer darauf achtet, etwa kleines Besteck zu verwenden, verzögert die Nahrungsaufnahme und nimmt durchschnittlich bis zu 70 Kalorien weniger zu sich. Wer also zu Teelöffeln statt Esslöffeln oder sogar Kuchengabeln statt Tafelgabeln achtet, verdrückt weniger und hat das Gefühl schneller satt zu sein. Wer einen besonderen Effekt versuchen möchte, kann es mit den Japanern bzw. Chinesen halten und es mit Stäbchen beim Essen versuchen. Aber auch sich einfach Zeit für die Mahlzeit zu nehmen, trägt zur geringeren Nahrungsaufnahme bei. Wer sich an den Tisch setzt und bevor er das Besteckt in die Hand nimmt, einmal tief durchatmet, sorgt für die nötige Ausgeglichenheit und fördert die bewusste Vorfreude auf das Essen. Die ersten drei Bissen sollten sehr bewusst konsumiert und gekaut werden. Wenn man sich genaue Gedanke über die Konsistenz und über den Geschmack macht, erhöht dies nicht nur den Genuss, sondern nimmt auch Zeit in Anspruch. Damit wird das Gehirn ausgetrickst und man hat das Gefühl, mehr gegessen zu haben als am Teller fehlt.

Umständlichkeiten fördern die Langsamkeit

Der Langsamkeit beim Essen ist aber auch förderlich, wenn man nicht mit der gewohnten Hand, also meist mit Rechts, die Gabel hält und die Speisen zum Mund führt. Wer hier also mit Links statt Rechts zugange ist, der benötigt längere Zeit und höhere Konzentration, womit automatisch weniger konsumiert wird. Auch eine nette Unterhaltung fördert die Langsamkeit beim Essen. Denn wer spricht, kann nicht kauen und muss eine Essenspause einlegen. Auch wenn es in vielen deutschen Wohnzimmern dem Nachwuchs untersagt ist, beim Essen zu sprechen, ist ein nettes Gespräch das beste Mittel um weniger zu essen. Wer seine Mahlzeiten stark würzt, trägt ebenso dazu bei, dass die Mahlzeiten besonders spannend werden. Damit steht dieses Genusserlebnis eindeutig im Vordergrund und es wird mehr Wasser getrunken. So wird der Magen schnell voller und der Teller weniger rasch leer.
Auch wenn gerade die Mittagspause oft sehr kurz ist, sollte man sich Zeit für das Essen nehmen. Damit ist nicht nur gewährleistet, dass man mehr vom Geschmack hat, sondern die Rückkehr an den Schreibtisch erfolgt weniger müde und belastet.

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