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15. September 2013 0

Wellness


Um innere Ruhe und Harmonie zu finden, meditieren Menschen schon seit Jahrtausenden. Alle großen Religionen wie Buddhismus, Islam, Hinduismus und Christentum setzen auf die Meditation zur spirituellen Erleuchtung. Meditation erhöht die Konzentrationsfähigkeit, hebt das Selbstwertgefühl und bringt Entspannung. Auch heute noch meditieren sehr viele Menschen, unabhängig von der Religion, um sich gesundm entspannt und besser zu fühlen.
Wissenschaftliche Studien haben ergeben: regelmäßig ausgeführte Meditationsübungen lindern Beschwerden bei Migräne, Schlaflosigkeit, nervöser Verdauung, Angstzuständen und Panikattacken, senken den Blutdruck und die Ausschüttung von Stresshormonen und verbessern die Durchblutung des Körpers.

Was ist Meditation?

yoga-woman-on-sea-coastDie meisten Menschen denken sofort an Entspannung. Meditation ist aber viel mehr. Während im entspannten Zustand die Gedanken unkontrolliert kreisen, bleibt bei den Meditationsübungen der Geist wachsam und konzentriert.
Meditation hat viele Varianten und Spielarten, wie Gebete und Rituale, die Leib und Seele entspannen, Mantras und Klänge zur Beruhigung der Seele. Aber auch Spaziergänge, Tanzen oder ein Bad kann Selbstbesinnung bedeuten. Das vollkommene Aufgehen in Gedanken kann in einen Zustand mentaler Versenkung versetzen.
Meditation kann aktiv und passiv betrieben werden, je nachdem, ob der Körper und der Geist bewusst entspannt oder ob man sich einfach fallen lassen und zur Ruhe kommen möchte.
Den meisten Anfängern bereitet es Schwierigkeiten, vor allem denjenigen, die es gewohnt sind, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen. Mit ein wenig Geduld kann das Meditieren aber leicht erlernt werden.

Die richtige Stimmung – der richtige Zeitpunkt

Ein ruhiger und intimer Ort ist ideal und schön. Jede Ablenkung, wie das Telefon, ein eingeschalteter Fernseher oder die Hausklingel, stören. Bequeme Kleidung, wie den Lieblings-Kuschelpulli, angenehmes Licht und eine behagliche Raumtemperatur sind wichtig. Wer mag, kann auch Duftlichter und Aromalampen benutzen.Yoga.-Young-woman-doing-yoga-exercise-outdoor
Jeder kann und sollte seine ideale Meditationszeit finden. Ein bestimmter Zeitpunkt ist dafür nicht nötig, aber anfänglich hilfreich und kann in den Tagesablauf eingeplant werden. Einem alten Sprichwort zufolge braucht es 21 Tage, bis eine feste Gewohnheit entsteht.
Wer keinen Meditationsplatz zu Hause schaffen kann, sollte improvisieren. Bei schönem Wetter in der Natur, auf einer Bank oder einem stillen Fleck im Gras. Oder an Orten wie zum Beispiel: eine Kirche, einem Pavillon, der Sitzplatz in Bus und Bahn, oder auch ein Museum.

Die Grundstellungen

Es gibt viele verschiedene Grundhaltungen, diese sind die gebräuchlichsten:
Das Sitzen: Die Haltung kann auf einem Stuhl, Hocker oder Bank eingenommen werden. Aufrecht mit geradem Rücken sitzen, nicht anlehnen, Hände liegen auf den Oberschenkeln.
Der Schneider- oder Lotussitz: Auf dem Boden aufrecht und gerade sitzen, Beine überkreuzen. Die Hände ruhen auf den Knien. Eventuell ein Kissen benutzen.
Im Knien: Auf dem Boden in gerader Haltung knien, die Fersen ruhen auf dem Gesäß. Die Hände ruhen auf den Oberschenkeln. Es kann ein Kissen benutzt werden.
Im Liegen: Bei der Totenstellung auf einer Decke oder den Boden liegen. Die Beine sind gerade und entspannt, die Arme liegen seitlich.

Beispiele für aktive Meditationen

Meditation muss nicht passiv im Sitzen stattfinden. Es gibt auch einige auf uralten Traditionen beruhende Techniken, die Körper und Geist beruhigen:
Thai Chi: Tai Ch ist eine der bekanntesten Kampfkünste. Es basiert auf dem ältesten Prinzip des Taoismus und verkörpert das Prinzip der Gegensätzlichkeit von Yin und Yang. „Chuan“ steht für „der Weg der Faust“. Die Konzentration auf langsame Bewegungen beruhigt die Gedanken und führt zu Ausgeglichenheit.
Yoga: Hatha-Yoga ist die bekannteste und körperorientierte Form des Yoga. Hier werden für die langsamen und natürlichen Bewegungen völlige Konzentration gefordert. Keine Bewegung darf anstrengend oder gegen die natürliche Körperhaltung gerichtet sein. Ziel ist, innere Harmonie zu erlangen.Medical Wellness Ornish Konzept
Tanzmedition: Meditative Tänze sind natürlicher Ausdruck innerer Bedürfnisse und Empfindungen. Es wird für niemanden außer für sich selbst getanzt. Die Bewegung ist zur Musik völlig frei und ungezwungen. Auch hier macht die Übung erst den Meister. Völlig im Tanz aufgehen, die Hemmungen fallen lassen und ständig in Bewegung bleiben, kann etwas Zeit brauchen.
Gehmeditation: Während des Gehens meditieren wirkt ausgleichend und entspannend. Sie wird im Gehen geübt und ist weniger anstrengend als im Sitzen. Zum Unterschied zu einem Spaziergang, gibt es kein Ziel, kommt man nicht an. Der Bewegungsablauf wird verlangsamt und achtsam wahrgenommen. Die Atmung wird ruhig. Möglichst barfuß oder in Strümpfen gehen, die Aufmerksamkeit liegt auf den Füßen.
Zen-Buddhismus: Während verschiedener Beschäftigung werden achtsame meditative Haltungen praktiziert. Dazu gehört die Teezeremonie, der Weg der Schreibkunst, der Weg des Krieges, das Flötenspiel, die Kunst des Blumenarrangieren und die Kunst des Bogenschießens.

Der Schlusspunkt

Das Wort „Meditation“ bedeutet so viel wie: Nachsinnen, sich in Gedanken vertiefen. Es geht darum, seine Gedanken zur Ruhe zu bringen. Meditation muss jeder selbst erfahren, denn der Zustand lässt sich nur schwer erklären. Es ist eine spirituelle Praxis, welche von vielen Religionen über Jahrtausende ausgeübt wird. Ein Zustand der absoluten Entspannung wird erreicht. Die Meditation kann sowohl aktiv als auch passiv durchgeführt werden. Hierbei gilt der Grundsatz, regelmäßiges üben ist der Weg zum Erfolg. Welche Meditationsform gut tut, muss jeder für sich selber entscheiden.

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