» » Tinte oder Henna?
15. September 2013 0

Tattoo

Immer öfter sieht man Menschen mit Tattoos. Und immer mehr Menschen überlegen, sich den Körperschmuck auf Lebenszeit zu zulegen. Doch sollte diese Entscheidung wohl überlegt sein. Weniger Mutige greifen statt der Variante mit Nadel und Tinte auf die Alternative Paste mit Hennafarbe zurück. Doch welche Vor – und Nachteile hat das „Tattoo – auf – Probe“ gegenüber der klassischen Variante?

Vergleich der Tätowierungsverfahren

Bei dem klassischen Tattoo wird das gewünschte Tattoo mit Hilfe von Nadeln in die mittlere Hautschicht gestochen und die Tinte in bestimmte Hautzellen einlagert, sodass die Farbe nicht herauswächst oder sich auswäscht.
Bei der Henna – Variante wird das gewünschte Motiv auf die Haut aufgemalt. Diese Farbe ist nicht abwaschbar, da sich die Farbpartikel mit den Zellen der oberen Hautschicht verbinden. Durch die ständige Erneuerung der Hautzellen hält ein Hennatattoo zwischen 2 bis 5 Wochen. Die Hennafarbe ist natürlichen Ursprungs und wird aus den Blättern der Hennapflanze gewonnen.

Das klassische Tattoo

Die Dauerhaftigkeit der Tätowierung kann sowohl Segen als auch Fluch sein. Tattoos können einen Menschen durch bestimmte Motive charakterisieren oder seine Geschichte erzählen. Wichtig ist dabei jedoch die richtige Motivwahl, an welcher man auch noch in Zukunft Gefallen finden wird.
Insbesondere an intimen Stellen, welche nicht für jeden sichtbar sind, haben Tätowierungen etwas Geheimnisvolles.
Doch bei einer Entscheidung sollte man sich auch den Gefahren und Nachteilen bewusst sein. Der menschliche Körper verändert im Laufe des Lebens, sodass Gewichtsschwankungen und das Altern Auswirkungen auf die Haut und damit das Motiv haben können.
Auch die mit dem Stechen des Tattoos verbundenen Schmerzen als auch das Entzündungsrisiko muss bedacht werden. Aus diesem Grund, sollten sich Interessierte unbedingt genaustens über den Tätowierer informieren, um keine Gesundheitsgefährdung zu riskieren.
Auch die Wahl der Körperregion und die Größe der Tätowierung wollen bedacht sein. Gerade bei auffälligen Stellen, welche sich nicht bedecken lassen, könnten beispielsweise einem Bewerber während eines Vorstellungsgesprächs Nachteile entstehen.
Nicht außer Acht lassen sollte man den Aspekt, dass auch dem erfahrensten Tätowierer mal ein Kunstwerk misslingen könnte und ein Motiv nicht wie gewünscht aussieht. Die Entfernung eines Tattoos gestaltet sich als kostenintensiv und schmerzhaft.

Das Hennatattoo

Das Hennatatoo ermöglicht es, ein gewünschtes Motiv zunächst „auf Probe“ zu tragen. Auch ist es möglich, Hennafarben in Form von Pulver oder Pasten in der Drogerie zu kaufen und sich so Tattoos selbst zu gestalten. Doch dies ist gerade bei filigranen Motiven nicht einfach und Bedarf neben einer ruhigen Hand viel Geduld und Übung.
Auf die Qualität des Produkts aus dem Handel aber auch beim Dienstleistungsanbieter ist zu achten. Sind Hennafarben natürlichen Ursprungs, so ist ihre Verträglichkeit weitestgehend unbedenklich.
Doch gerade in Urlaubsregionen als unseriöse Touristenangebote oder bei anderen Farben als dem üblichen braunrotem Farbton besteht die Gefahr, dass ihr Chemikalien beigemischt wurden, welche Allergien auslösen. Schlimmstenfalls entstehen neben einer allergischen Reaktion auch Narben, sodass sich aus dem geplanten Körperschmuck ein Makel auf Lebenszeit entwickelt.
Wird diese Gefahr jedoch beachtet, bieten Hennatattoos die Möglichkeit eines temporären Körperschmucks, welcher im Falle des Nichtgefallens nach wenigen Wochen nicht mehr zu sehen ist.

Fazit

Während die Variante mit Tinte aufgrund ihrer permanenten Haltbarkeit gut überlegt und die Motivwahl und gewünschte Körperregion genauestens bedacht werden sollten, gestaltet sich dies bei einer Tätowierung mit Hennafarbe als weniger bedenklich. Hennatattoos haben eine begrenzte Haltbarkeitsdauer von wenigen Wochen, sodass die Wahl des Motivs variabel ist und der Träger auch mal neue Sachen ausprobieren kann. Für Unentschlossene und weniger Mutige, welche nicht auf diese Form des Körperschmucks verzichten wollen, eignet sich die Henna – Variante als Vorstufe zur klassischen Tätowierung.
Doch sowohl bei der klassischen Tätowierung als auch bei dem Hennatattoo ist die Wahl des richtigen und seriösen Anbieters sehr wichtig, um Gesundheitsrisiken und Enttäuschungen zu vermeiden.

Bewerten Sie diesen Artikel
Bewertung 0 / 5 (0 votes cast)
0RETWEETSTweet
0GOOGLE +1+1
0SHARESTeilen

Ähnliche Artikel

Kommentare0

Schreibe einen Kommentar

Neu in Tattoo

Es wurden keine Einträge in dieser Kategorie gefunden.

Es wurden keine Einträge in dieser Kategorie gefunden.