» Piercings im Beruf
22. September 2013 0

Piercings haben sich in der Gesellschaft fest als Schmuckstücke etabliert. Doch bringt der Körperschmuck, je nach Berufsgruppe auch Risiken mit sich. Unterschiedliche Branchen lehnen den Schmuck gänzlich ab und legen Mitarbeitern bei einer Einstellung nahe, diesen sogar zu entfernen.

Wann und wo sind Piercings nicht angebracht?

Es gibt Berufe, in welchen Piercings schlichtweg nicht erlaubt und erwünscht sind. Wer sich zum Beispiel die Bankangestellte betrachtet, wird außer schlichte Ohrringe keine Piercings finden. Der Nasenring oder das Lippenpiercing machen auf Kunden einen unseriösen Eindruck. Diese Meinung hat sich in den Köpfen der Arbeitgeber gefestigt und immer noch Bestand.
Auch in Pflegeberufen sind nicht in allen Einrichtungen Piercings erwünscht. Wobei hier der Unterschied zwischen Großstadt und ländlicher Gegend getroffen werden muss. In Berlin ist es zum Beispiel die Regel, dass Krankenschwestern über einen Stecker in Nase verfügen oder das bekannte „Madonnapiercing“, welches den Schönheitsfleck ersetzt. In kirchlichen oder ländlichen Einrichtungen hingegen sind die Krankenschwestern schmucklos im Gesicht.

Gefahr von Piercings im Beruf

Vor allem Pflegeberufe stellen ein gesteigertes Verletzungsrisiko da, wenn das Personal Piercings trägt. Patienten greifen unbeabsichtigt danach und „reißen“ im schlimmsten Fall das Schmuckstück heraus. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch das Bauchnabelpiercing. Beim Beziehen der Betten kann es dabei einfach passieren, dass sich das Piercing im Bettgitter verhakt.
Das Infektionsrisiko darf ebenfalls nicht zu leicht genommen werden. Eine kleine offene Stelle reicht aus, dass sich Keime und Bakterien ansiedeln. Träger des Körperschmucks sind daher verpflichtet, die Einstichstelle zu pflegen und bei Verletzungen oder Einrissen das gesamte Stück mit einem Pflaster zu bedecken. So ist sichergestellt, dass es nicht zur Verschmutzung kommt.

Dürfen Arbeitgeber ein Piercing verbieten?

Hier kommt es ganz klar auf den jeweiligen Beruf an. Wer sich mit dem Körperschmuck bei seinem neuen Arbeitgeber vorstellt und dieser keine Einwände erhebt, braucht später keine Konsequenzen fürchten. Anders verhält es sich, wenn der Arbeitnehmer ohne Piercing eingestellt wird und sich während seiner beruflichen Laufbahn erst die entsprechenden Stellen durchstechen lässt. Hier ist es immer ratsam, vorher seinen Chef kurz zu informieren und sich den Wunsch absegnen lassen. So kommt es später nicht zu Missverständnissen und niemand muss Ärger befürchten.

Heute Trend, morgen Sünde?

Piercings liegen im Moment voll und ganz im Trend. Doch, was ist mit später? Fakt ist, es bleiben immer sichtbare Löcher zurück, deren Größen je nach Art des Körperschmuckes variieren. Hier sollten immer auch Überlegungen für die Zukunft angestellt werden. Oft bereuen vor allem Frauen in ihrem weiteren Leben, dass sie diesem Trend gefolgt sind.
Als Fazit lässt sich sagen, dass es Berufe gibt, in denen Piercings nicht angebracht sind. Der Arbeitgeber sollte vor jedem Stechen um Erlaubnis gefragt werden. Auch in Bezug auf Hygiene und Verletzungsrisiko sind entsprechende Überlegungen zu treffen. Nicht immer ist der aktuelle Trend auch in ein paar Jahren noch zeitgemäß und schick.

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