» » Wie kann man sich ein Tattoo entfernen lassen?
tätowierung 30. Juli 2018 0

Kosmetik

Für die Entfernung von einem Tattoo gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten. Wir stellen die besten Optionen vor und wägen Vor- und Nachteile ab.

Was passiert bei einer Tattooentfernung?

Jede Tattooentfernung ist von der Art, der Stelle und des Alters eines Tattoos abhängig. Daher ist nicht jede Methode immer gleich gut geeignet. Die individuell optimale Methode sollte am besten mit einem Dermatologen abgesprochen werden. Teilweise kann auch eine Kombination verschiedener Vorgehensweisen die beste Lösung darstellen.

Grundsätzlich ist das Ziel der Behandlung immer, die Farbpartikel zu entfernen, die das Tattoo bilden. Diese liegen als gebündelte Farbpigmente in der Haut. Durch die feste Kollagenschicht, von der sie umgeben sind, werden diese Farbpartikel vom umliegenden Gewebe abgekapselt. Dadurch sind Tattoos schwer zu entfernen und halten ohne Entfernung ein Leben lang.

Die chirurgische Entfernung

tattooEs gibt drei gängige Methoden zur Entfernung eines Tattoos. Zum einen kann man Tattoos chirurgisch entfernen. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders bei sehr kleinen Tattoos, die man an unauffälligen Stellen des Körpers hat tätowieren lassen. Die chirurgische Methode eignet sich auch, um nach einer Laserbehandlung verbliebene Restpigmente zu entfernen. Eine längliche Tattooform ist besonders ideal für einen chirurgischen Eingriff, da sich hier eine unauffällige Naht legen lässt. Größere Tattoos muss man häufig dehnen und in mehreren Schritte operieren. Die entstandenen Wunden sind durch Narben gekennzeichnet, die aber je nach Größe und Körperstelle die beste Wahl der Tattooentfernung sein können.

Entfernung durch Lasertherapie

Bei einer Laserbehandlung dringt der Laser durch die Haut durchdrungen und die Farbpigmente absorbieren das Licht. Dabei kommt es zu einem Sprengeffekt, bei dem die Farbpigmente zerschossen werden. Dieses Vorgehen fühlt sich ähnlich wie eine Tätowierung selbst an. Durch die Zerkleinerung der Farbpigmente mithilfe des Lasers kann man die Verkapselungen lösen. Danach lassen sich die Farbteile über die Lymphbahnen im körpereigenen Immunsystem abtragen. Eine Verletzung der Haut entsteht durch diesen Vorgang nicht. Die Länge der Behandlung hängt von der Größe und Tiefe des Tattoos ab. Auch die Farbe, die Qualität der Tätowierung und das eigene Immunsystem spielen hierbei eine Rolle. Am leichtesten entfernbar sind schwarze Tattoos, da diese alle Wellenlängen des Laserlichts absorbieren. Teilweise kann es nach einer Laserbehandlung zu einer leichten Hautreizung kommen. Diese ist vergleichbar mit einem Sonnenbrand und man sollte sie daher schonend behandeln.

Welche Alternativen zur Tattooentfernung gibt es?

TattooDurch eine Entfernung der obersten Hautschicht mit verschiedenen Ansätzen kann ein Tattoo auch nach außen hin entfernt werden. Dazu zählt unter anderem eine mechanische Dermabrasio, bei der die Haut abgeschliffen wird. Dadurch werden die Pigmente freigelegt. Die entstandene Wunde ähnelt einer Verbrennung und muss mit äußerster Sorgfalt behandelt werden. Auch hierbei entstehen Narben. Eine Behandlung mit Kyrochirurgie, bei der das Tattoo durch eine Kälteeinwirkung von -40 Grad vereist wird, hat eine Zellzerstörung zur Folge. Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung mit Milchsäure. Hier wird eine konzentrierte Lösung in die oberste Hautschicht gespritzt und soll zu der natürlichen Abstoßung der Farbpigmente führen. Auch hierbei können jedoch Narben und Entzündungen entstehen. Das Verfahren ist nicht medizinisch anerkannt.

Ein Tattoo zu entfernen birgt stets Nebenwirkungen und Risiken. Die Laserbehandlung ist bislang für viele Chirurgen die beste Methode. Nur bei sehr kleinen Tattoos bringt ein chirurgischer Eingriff mehr Vorteile mit sich. Bei jeder Tattooentfernung lässt sich nicht auszuschließen, dass Pigmentstörungen und Narben zurückbleiben. Daher sollte für die Entfernung eines Tattoos immer die Fachmeinung eines Dermatologen herangezogen werden.

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