» Wenn Teenager Piercings wollen
20. September 2013 0


Das Thema Piercing spielt auch im Teenager Alter oft schon eine entscheiden Rolle. Mädchen wollen sich den Bauchnabel durchstechen lassen, Jungs lieber die Augenbraue. Wie reagieren Eltern adäquat auf die Wünsche des Nachwuchses? Schließlich benötigen diese eine entsprechende Einverständniserklärung ihrer Erziehungsberichtigten.
Das erste Piercing bekommen Mädchen oft schon mit wenigen Monaten ihres Lebens. Die Rede ist hier ganz klar von den ersten Ohrringen. Natürlich denken Eltern in keinster Weise daran, dass es sich bei diesen bereits um ein Piercing handelt. Sie verbinden mit diesem Begriff viel eher einen Nasenring oder das Lippenpiercing. Mit grauen denken sie wieder daran zurück, wenn in ihren Teenies der Wunsch aufkeimt, sich ein eben solches stechen zu lassen. Zwar benötigen sie in einem guten und seriösen Studio immer die Unterschrift der Eltern, doch lässt sich diese im Notfall leicht fälschen.

Ab wann das Piercing erlauben?

Wann Eltern ihrem Nachwuchs die Erlaubnis erteilen sollen, lässt sich pauschal nicht beantworten. Oft handelt es sich um einen Modetrend, den die Teenager unbedingt mitgehen wollen, um im Trend zu liegen. Bekommen sie diesen Wunsch nicht erfüllt, reagieren sie mit Trotz und Wut. Sollten sich die Erziehungsberechtigten dann den Wünschen ihrer Kinder beugen? Ein ganz klares Nein! Es lässt sich kein Alter nennen, ab wann der Teenie reif dafür ist und sich über die Konsequenzen seines Handelns bewusst ist. Er wird schließlich sein Leben lang durch ein Loch oder eine Narbe an den Schmuck erinnert.
Vor allem wenn es um sichtbare Piercings wie Nase, Lippe oder Augenbraue geht, sind einige Gespräche notwendig. Die Teens sollten mit klaren Argumenten ihren Standpunkt vertreten. Niemals sollten sie aus einer reinen Modebewegung sich die Haut durchstechen lassen. Es ihnen sofort und strikt zu verbieten ist aus rein erzieherischer Sicht vollkommen falsch. Eltern sollten viel mehr klarstellen, dass es sich hier um eine Entscheidung handelt, die nicht aus einer Laune zu treffen ist.

Ohne Einverständnis geht nichts?

Leider gibt es einige unseriöse Studios, die keinen Wert darauf legen, dass ein Erziehungsberechtigter beim Stechen anwesend ist. Ihnen reicht eine unleserliche Unterschrift auf der Erlaubnis aus. Bevor der Teenager diesen Weg geht, sollten Eltern unbedingt eingreifen. Sie müssen den Kindern klarmachen, dass ein unseriöses Studio, welches auf die Erlaubnis keinen Wert legt, vielleicht ebenso keinen Wert auf Hygiene und Sauberkeit legt. Oft lassen sich die Kinder damit ködern und überlegen sich, was sie machen.
Kommt der Nachwuchs mit einem nicht erlaubten Piercing zurück, sollten Eltern das betreffende Studio aufsuchen und eventuell auch rechtliche Schritte einleiten. Es handelt sich dabei im juristischen Sinne um eine Straftat, die entsprechend geahndet wird. Hat der Nachwuchs allerdings die Unterschrift mehr als geschickt gefälscht, bekommen diese natürlich eine Mitschuld.
Als Fazit lässt sich ganz klar sagen, Eltern sollten nicht immer allen Wünschen der Kinder sofort nachgeben. Ein Piercing ist ein Körperschmuck, der im Grund ein Leben lang vorhanden ist. Nicht immer gehen alle Löcher ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen auch wirklich wieder zu.

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