» » Weniger ist mehr - Minimalismus im Kleiderschrank
17. November 2016 0

Mode

Hand aufs Herz: Wie oft stehen wir Frauen vor einem restlos überfüllten Kleiderschrank und finden einfach nichts zum Anziehen? Ganz genau, die Antwort lautet ständig! Das Problem besteht darin, dass wir viel zu oft zu Impulskäufen neigen. Das lange, schwarze Abendkleid war auf die Hälfte reduziert, der schicke Pullover mit Cut-Outs ist gerade total in und die viel zu teure Jeans musste her, weil wir schließlich einen schlechten Tag hatten. Wir kaufen, ohne nachzudenken und stehen dann vor einem Berg aus Klamotten, die uns im Nachhinein doch nicht gefallen oder einfach nicht zu uns und unserem Stil passen. Die Lösung: Ausmisten und nur die Teile behalten, die wir auch wirklich tragen und lieben.

Den eigenen Stil finden

Bevor wir mit dem Ausmisten loslegen können, müssen wir uns zunächst einige Gedanken zu unserem Stil machen. Welche Kleidungsstücke gehören zu meinen Lieblingsteilen? In welchen Outfits fühle ich mich am wohlsten? Verfolge ich einen bestimmten Stil? Welche Farben stehen mir? Welche Klamotten eignen sich für meinen Beruf? Welche Stoffe und Muster mag ich? Wenn wir genau wissen, was wir wollen, können wir uns einen Kleiderschrank kreieren, der exakt auf unseren Geschmack abgestimmt ist.

Ausmisten leicht gemacht

ModeUm den Kleiderschrank erfolgreich zu minimalisieren brauchen wir vier leere Kartons oder Kisten, die wir wie folgt beschriften: Bleibt, Geht, Vielleicht und Jahreszeit. In die Bleibt-Kiste, kommen Kleidungsstücke, von denen wir uns auf keinen Fall trennen möchten. Alles, was ausgedient hat, darf in die Geht-Kiste. Wenn wir uns nicht ganz sicher sind, kommt die Vielleicht-Kiste zum Einsatz. Kleidung, die wir momentan nicht brauchen, weil sie nicht zur Saison passt (z. B. Flip Flops im Winter) kommt in die Jahreszeit-Kiste.

Die Grundausstattung

Die Klamotten aus der Bleibt-Kiste bilden nun unsere Basis. Der Trick dabei ist, dass wir von nun an nur Teile kaufen, die zu unserer derzeitigen Garderobe passen. Basics, wie einfarbige Tops, Röhrenjeans oder weiße Blusen, sind hier genau richtig. Diese Stücke lassen sich auf wunderbare Weise miteinander kombinieren, sodass man für jeden Anlass perfekt gekleidet ist. Mithilfe von Basics lassen sich auch ausgefallenere Kleidungsstücke leichter kombinieren.

Capsule Wardrobe – Der Trend aus den USA

Wer von Minimalismus im Kleiderschrank nicht genug bekommt, sollte sich mit dem Thema Capsule Wardrobe beschäftigen. Beim Capsule Wardrobe sind pro Jahreszeit maximal 37 Kleidungsstücke erlaubt. Der Sinn dabei ist, seinen persönlichen Stil zu finden und sein Kaufverhalten auf ein Minimum zu beschränken. Teile, die unbeachtet im Kleiderschrank ihr Dasein fristen, gehören bei dieser Technik der Vergangenheit an.

Qualität statt Quantität

Wer braucht schon 12 schwarze Tops mit Spaghetti-Trägern oder 8 blaue Rollkragenpullover minderer Qualität, die schlimmstenfalls nach einem Waschgang total ausbeulen oder verblassen?! Keiner. Es ist besser, lieber etwas mehr Geld in ein richtig gutes Teil zu investieren, als seinen Kleiderschrank ständig mit Billigklamotten zu beladen. Langfristig gesehen spart man somit sogar Geld und lernt die Dinge, die man hat, richtig wertzuschätzen. Außerdem sollte neben der Optik auch der Tragekomfort beim Klamottenkauf höchste Priorität haben. Wer sich intensiver mit der Wahl seiner Kleidung befasst, kauft bewusster ein und vermeidet so eventuelle Fehlkäufe.kleider

Minimalistisch leben kann jeder. Das regelmäßige Entrümpeln schafft Platz für unsere Lieblingsteile und lässt uns aufatmen. Und endlich ist es dann soweit: Wir stehen vor unserem geliebten Kleiderschrank und finden gleich das passende Outfit. Das spart uns wertvolle Zeit und schont unsere Nerven. Viel Spaß beim Aussortieren!

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