» » Von der Küche ins Bad: Pflanzenöle für Haut und Haar
natur 05. Juli 2014 0

Haare

Schon Kaiserin Sisi, die in Europa immer für ihre Schönheit bewundert wurde, pflegte sich mit Pflanzenölen. Besonders bei sprödem Haar und trockener Haut können diese auch heute noch kleine Wunder bewirken. Sogar gesunde Haut und Haare profitieren davon. Doch Vorsicht: Sicherlich gibt es für jeden Schopf und jeden Körper das passende Öl, nur manchmal muss viel ausprobiert werden, welches das Richtige für den eigenen Typ ist, um die bestmöglichen Pflegeeigenschaften herauszuholen. Als Leave-In kann es schnell fettige Strähnen verursachen, doch als auswaschbare Übernacht-Kur eignet es sich hervorragend.

Warum eigentlich Pflanzenöl?

Anders als chemische Pflegeprodukte können Pflanzenöle für wenig Geld im Supermarkt gekauft werden. Vielleicht steht auch schon eines im Küchenschrank. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit allergischer Reaktionen im Vergleich zu Chemieprodukten sehr gering. Wer an einer Nussallergie leidet, sollte natürlich auch besser nicht zum Nussöl greifen. Und wenn man nicht zufrieden ist, kann es einfach zurück in die Küche gebracht und für Salat oder Kuchen verwendet werden.

Was macht das Pflanzenöl mit Haut und Haar?

PflanzenoeleBei jedem Duschen waschen wir einen Teil vom natürlichen Körperfett herunter. Uns bleibt nichts anderes übrig, als die Fette zu ersetzen, ansonsten drohen Probleme mit Haut und Haar. Hier kann gezielt Pflanzenöl eingesetzt werden. In unserer Haut werden damit sogar kleine Fältchen geglättet, der Teint wirkt frischer. Da Pflanzenöl schnell einzieht, bleibt auch kein störender Film zurück. Auch dem Haar bringt Pflanzenöl Vorteile. Es saugt Öl gern auf und nimmt dadurch an Dicke zu. Zudem wird es flexibler, glatter, stabiler und bricht nicht mehr so leicht.

Wie pflege ich mich mit Pflanzenöl?

Weniger ist mehr! Einige Tropfen genügen schon, doch Anfangs kann am besten mit einem einzigen Tropfen begonnen und nach Bedarf gesteigert werden. Vorallem ist das bei der Haarpflege wichtig. Wer Öl als Leave-In, also als Pflege die nicht ausgewaschen wird, nutzen möchte, sollte keinesfalls darüber hinaus gehen. Dieser sollte gleichmäßig in beiden Händen verteilt und dann vorsichtig auf die Haarlängen gestrichen werden. Bei einer Übernacht-Kur kann die Menge erhöht werden. Das Haar sollte nicht vom Pflanzenöl tropfen, aber doch gesättigt sein. Das Auswaschen erweist sich manchmal als schwierig: Größten Erfolg bringt gründliches Spülen mit warmen Wasser, dem einfaches Shampoonieren folgt. Manchmal muss ein zweites Mal shampooniert werden, um überschüssiges Öl zu entfernen.

Welches Pflanzenöl ist für welchen Typ geeignet?

Hier muss immer ausprobiert werden. Haut kommt meist mit allen Pflanzenölen klar, nur muss überlegt werden, wie reichhaltig esÖl für die Haare sein soll. Trockene Haut braucht reichhaltigste Pflege, wie Olivenöl. Diestelöl hilft bei Unreinheiten, während Kokosöl sehr leicht ist, gerade noch reichhaltig genug für Normalhaut. Um das richtige Öl für sein Haar zu finden, muss viel Geduld aufgebracht werden. Zudem hilft es, das Haar zu analysieren. Ist es eher dick, normal oder fein? Lockig, wellig oder glatt? Feines, glattes Haar kommt mit leichteren Ölen besser zurecht. Hier kann also gut zu Kokosöl oder Diestelöl gegriffen werden. Dickes Haar, das vielleicht auch noch lockig oder struppig ist, braucht mehr, hier bietet sich wieder Olivenöl an. Der Markt an Pflanzenölen ist groß, wer aus diesen Vorschlägen kein Passendes findet, hat noch viele Alternativen.

Fazit

Als Hautpflege ist Pflanzenöl wie geschaffen. Es bringt viel, ist unkompliziert und unschlagbar im Preis. Soll es allerdings als Haarpflege verwendet werden, ist viel Fingerspitzengefühl und Geduld nötig. Wer keine Lust zum Ausprobieren hat und das richtige Maß nicht findet, wird hiermit nicht glücklich werden.

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