» » Urban Gardening - für mehr Grün in der Stadt
Trends Mode 02. April 2014 0

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Urban Gardening ist in aller Munde. Genug von zu viel Asphalt und grauen Bauten. Menschen möchten wieder mehr Grün in der Stadt, und das hat nicht nur viele Gründe, sondern auch einige Vorteile.

Sich selbst mit Gemüse versorgen und auch noch etwas für die Umwelt tun

Pflanzen in der NaturMit beiden Händen in der Erde wühlen, dem Wunder zusehen, wie aus einem kleinen Samen eine prachtvolle Pflanze mit reifen Früchten heranwächst, die danach sogleich verspeist werden können. In der Stadt zu Gärtnern hat viele Gründe. Manche möchten einfach nur ihren Kindern zeigen, wie Essen entsteht, andere haben die Nase voll von zu viel grau und wollen wieder etwas Leben in ihre Umgebung bringen. Urban Gardening ist ein Phänomen, dass sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut. Dabei ist es egal, ob Indoor-Tomaten am Fenster gezogen werden, der Balkon oder die Terrasse mit einer wahren Blütenpracht verschönert und Kartoffeln in Säcken gezogen werden oder ob im großen Stil verlassene Grünflächen zu Gemeinschaftsgärten umfunktioniert werden. Auch Hauswände werden vermehrt für den Anbau von Gemüse genutzt, das sich Vertical Gardening nennt. Keine Fläche bleibt beim Gärtnern in der Stadt ungenutzt. Grund für diesen Trend ist wahrscheinlich die Sehnsucht, wieder selbst einen Teil für die Produktion der eigenen Lebensmittel zu tragen. Sieht man sich in der U-Bahn um, dann wird klar, dass es auch nicht mehr peinlich sein muss, mit Schaufel und Rächen durch die Gegend zu fahren. Denn nicht einmal die Baumscheiben bleiben vor der grünen Revolution in der Stadt verschont.

Viele Vorteile für GärtnerInnen in der Stadt

Ganz abgesehen von dem Beitrag, der für den Klimaschutz geleistet wird, wenn wieder mehr Grünpflanzen in der Stadt angesiedelt werden, urbanes Gärtnern bringt noch viele andere Vorteile. Um sich selbst mit Gemüse zu versorgen, reicht eine Fläche von etwa 20 Quadratmeter pro Person aus. Es gibt in vielen Städten bereits einige Projekte, die das großflächigere Gärtnern ermöglichen. In solchen Commons-Projekten kommen auch viele Menschen zusammen, was den Kontakt zur Nachbarschaft – der oft in Großstädten meist etwas eingeschränkt ist – ermöglicht. So können sich Menschen miteinander vernetzen, sich gegenseitig helfen, Gartengeräte und auch das Wissen über die Pflanzen teilen. Abends wird dann gerne das geerntete Gemüse miteinander verkocht, verspeist und unter freien Himmel getratscht und gefeiert. Urban Gardening bringt also auch die Menschen näher zusammen und Kinder können sich in der Natur frei bewegen und lernen, wie Essen eigentlich entsteht. Bei dem Austausch und dem Teilen in Gemeinschaftsgärten ist oft nur ein geringer finanzieller Aufwand nötig, da in solchen Gemeinschaften das Geld an Wichtigkeit verliert. Gartengeräte werden einmal für alle angeschafft und beim Vorziehen von Jungpflanzen entstehen meistens viel zu viele, die dann gerne und großzügig verschenkt werden. Gärten in der Stadt lassen eine Art Überfluss aufleben, der in einer vom Geld orientierten Gesellschaft fast schon vergessen wurde. Der Überfluss, wenn man teilt und wenn Nutzpflanzen wie Unkraut aus dem Boden schießen.Gesundheit im Garten
Machen sich StadtbewohnerInnen auf, um ihre Umwelt mit Grün- und Nutzpflanzen zu verschönern, steigt die Lebensqualität nicht nur optisch. Gärtnern bringt die Menschen in urbanen Gebieten näher zusammen. Nahrung, die es frischer als selbst geerntet in der Stadt nicht zu haben gibt, bietet eine gesunde Möglichkeit, sich ein Stückchen selbst zu versorgen. Viel Geld wird für diese Tätigkeit meist nicht benötigt, dafür aber Zeit, die in einer wunderschönen, selbst geschaffenen Umgebung mit netten Gleichgesinnten verbracht werden kann.

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