» » Tattoos – schick in der Jugend UND im Alter
15. September 2013 0

Tattoo

Die Motivwahl eines Tattoos ist so individuell wie der Mensch, der das Bild unter der Haut trägt. Ein Tattoo steht längst nicht mehr für Provokation oder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Vielmehr ist ein Tattoo heute wie ein Tagebucheintrag für ein ganzes Leben und etwas Höchstpersönliches. Tattoos sind zudem längst nicht mehr nur jungen Menschen vorbehalten. Die Zahl der Tätowierten über 50 steigt an, ja, manche entscheiden sich sogar erst jenseits der Lebensmitte für ein Tattoo.

Gestochen in der Jugend

Stars wie die Sängerin Sarah Conner (33) stehen für die Generation junger Menschen, die mit Hautbildern Gefühle oder Lebensereignisse unter die Haut bannen. Sarah trägt, neben zahlreichen anderen Tattoos, einen großen Tiger auf dem rechten Arm. Sie sagt: „Der Tiger steht für Stärke, aber auch für Emotionalität und die Fähigkeit zur wahren Liebe“. Eigenschaften, mit denen die Sängerin sich identifizieren kann.
Neue Lebensabschnitte sind oft ein Zeitpunkt, an dem der Wunsch nach einem Tattoo erwacht. Dabei ist es ein Vorurteil, dass Menschen sich unüberlegt Farbe unter die Haut stechen lassen. Auch junge Menschen überlegen meist lange, und entscheiden sich dann für ein Motiv, mit dem sie sich auf Dauer identifizieren können. Ein Tattoo, das für den Träger eine ganz besondere Bedeutung hat, wird auch ohne Reue durch das ganze Leben begleiten. Es dient als Erinnerung oder besonderer Liebesbeweis, zu dem man ein ganzes Leben stehen kann.
Fast die Hälfte der 15 – 25jährigen trägt heutzutage ein Tattoo. Der Individualisierung kann diese Art der Körperkunst heute nicht mehr dienen. Unabhängig vom Lebensstil oder Bildungsstand, lassen sich Menschen mit Tattoos verschönern. Ein handwerklich gut und kunstvoll gestochenes Tattoo, dessen Motiv zum Träger passt, kann den Typ unterstreichen und positive Seiten ins rechte Licht rücken. Schräg ansehen lassen muss man sich dafür in keinem Alter mehr.

Tattoos im Alter – wunderschön

Wer seine Tattoos in der Jugend pflegt, der wird auch im Alter Freude daran haben. Tattoofarben sind heute viel haltbarer geworden und blassen nicht mehr so schnell aus wie noch vor 20 Jahren. Dennoch sollten die Hautbilder im Sommer mit einem hohen Sonnenschutzfaktor eingecremt werden, um ein Verblassen der Farben dauerhaft zu verhindern. Auch schwarz-graue Tattoos verändern durch die UV-Strahlung ihre Farbe und werden dann oft grünlich. Zudem kann durch den Sonnenschutz das Verlaufen der Farben ein wenig verhindert werden. Ist das Tattoo trotz Pflege unansehnlich geworden, kann der Tätowierer des Vertrauens das Bild aufarbeiten.
Ein gepflegtes Tattoo wird man auch mit 60 oder 70 noch gerne zeigen, denn es symbolisiert einen bestimmten Lebensabschnitt und damit gewonnene Erfahrungen. Wenn die Haut von Natur aus ein wenig altert, wird auch das Tattoo mitaltern. Aber mal ehrlich, ob Fältchen nun hautfarben oder bunt sind, spielt das eine Rolle?

Die Haut ist die Leinwand, der Mensch wird zum Kunstwerk

Die 73-jährige Isobel Varley aus London steht sogar im Guinness Buch der Rekorde. Sie gilt als die meist tätowierte Frau der Welt. Rund 93 % ihrer Haut sind mit Tattoos bedeckt, lediglich Teile des Kopfes und die Hand- und Fußflächen sind nicht tätowiert. Wer Bilder der Dame ansieht, wird sich wundern – die Tattoos sind nicht runzelig oder hässlich. Die Dame wirkt jung und schick, allerdings auch sehr bunt und exzentrisch. Sie selber sagt, dass sie nie ein Problem mit ihren Tattoos hatte und die Menschen sie akzeptieren, wie sie ist. Schon mit 24 Jahren begann sie, ihren Körper mit Hautbildern zu verschönern. Für Isobel ist tätowieren eine Sucht, und so kamen immer mehr Bilder hinzu. Bis ins hohe Alter hat sie sich der Körperkunst verschrieben und steht dazu.
Die Engländerin beweist, dass Tattoos bei Senioren längst kein Tabuthema mehr sind. Bis ins hohe Alter kleiden Menschen sich heute jugendlich, Tattoos können diese neue Lebenseinstellung der Älteren positiv unterstreichen. Letztlich kommt es auch in diesem Alter nur darauf an, gepflegt auszusehen. Alt werden und bunt bleiben dürfte das Lebensmotto einer ganzen Generation werden.

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