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Solarium 02. September 2013 0

Gesundheit


Der Winter naht – und mit ihm auch die Sehnsucht vieler Menschen nach der Sonnenbank. Der Gang ins Solarium kann das Wohlbefinden erheblich steigern und lässt dazu die von vielen ungeliebte Blässe verschwinden.
Die Deutschen sind europäische Spitzenreiter im künstlichen Sonnenbaden und nehmen für einen ganzjährig gebräunten Teint viele gesundheitliche Risiken in Kauf.

Was spricht für das Solarium?

Gefahren des SolariumsEs gibt zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit von Solariennutzern. Gerade in den dunklen Wintermonaten leiden viele Deutsche an Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit und depressiven Verstimmungen. Die ungenügende UVB-Strahlung im Winter führt zu einem Vitamin D-Mangel. Studien ergaben, dass ein Solarienbesuch alle zwei Wochen bereits ausreicht, um den Vitamin D-Spiegel aufrecht zu erhalten und das Wohlbefinden deutlich zu verbessern. Die Bestrahlung regt die Hirnanhangsdrüse an, was zur Produktion von Glückshormonen führt. Zudem senkt Vitamin D das Risiko für Zuckerkrankheit, Schizophrenie, gewisse Herzkrankheiten oder die Abnahme der Knochendichte. UV-Strahlung verbessert Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder Ekzeme. Zusätzlich wird das Immunsystem durch die künstliche Sonne gestärkt und der gewünschte Bräunungseffekt erreicht.

Welche Risiken hat das Sonnenbaden?

Die Bräune aus der Röhre hat leider nicht nur Vorteile, sondern kann auch fatale Schäden der Gesundheit1x, 5x oder 8x Sonnen hervorrufen. Hautärzte und Krebsforscher schlagen Alarm, denn die UV-Strahlung erhöht das Hautkrebsrisiko. Die langwelligen UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein und sorgen durch die Bildung freier Radikale für eine frühzeitige Hautalterung. Es kann zur Vermehrung von Altersflecken, Tränensäcken, Falten und zur Abschwächung des Bindegewebes kommen. Da viele Solarien fast ausschließlich UVA-Strahlung verwenden, ist hier besondere Vorsicht angesagt. Die kurzwellige UVB-Strahlung dringt hingegen nicht so tief in die Haut ein, ist jedoch stärker. Bei zu hoher Dosierung und Bestrahlungsdauer verursachen die UVB-Strahlen Sonnenbrand und Hautkrebs. Helle Hauttypen und Menschen mit rötlichen Haaren, vielen Pigmentflecken oder Sommersprossen sind besonders gefährdet. Auch Hautkrebs vorbelasteten oder helläugigen Personen wird vom künstlichen Sonnenbaden komplett abgeraten. Für Minderjährige unter 18 Jahren ist das Solarium seit 2009 laut Gesetz verboten.

Worauf sollte bei der Wahl des Solariums geachtet werden?

SonnencremeWenn wichtige Empfehlungen befolgt werden, können die gesundheitlichen Risiken durch das Bräunen im Solarium verringert werden und dem gemäßigten Sonnetanken steht nichts im Wege. Münzsolarien zur Selbstbedienung, in denen kein beratendes Personal zur Verfügung steht, sollten allerdings generell vermieden werden. Ein seriöses Solarium sollte eine Informationsschrift über die Wirkung der UV-Strahlung aushängen, die auf der UV-Schutz-Verordnung basiert. Das Fachpersonal sollte außerdem den Hauttypen des Kunden sowie die Besonnungsdauer bestimmen und die Risiken abklären. Die Anzahl von 50 Sonnenbädern pro Jahr sollte nicht überschritten und Sonnenbrände vermieden werden. Hierzu gehören auch Strandaufenthalte oder längere natürliche Besonnungen. Ein angemessener Schutz der Augen ist unerlässlich. Eine UV-abweisende Schutzbrille schützt die Augen vor einer Hornhautverbrennung. Einige Stunden vor der Sonnenbank dürfen keine Parfums, Kosmetika oder Sonnenschutzmittel aufgetragen werden, da diese die Haut lichtempfindlicher machen.

Fazit

Wer es nicht mit dem Sonnenstudio übertreibt und sich an die Sicherheitsempfehlungen hält, kann den kommenden Winter entspannt begrüßen und gut überstehen!

Teilt uns eure Meinung mit – Was haltet Ihr vom Solarium?

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