» » Selbstgenäht? Ist doch trendy!
Kleidung nähen 27. April 2014 0

Mode

Früher hatte Selbstgenähtes den Touch von hausbacken oder altmodisch. Heute ist es Trend und gilt als individuell. Was früher mitleidig belächelt wurde, wird heute eher mit Neid betrachtet. Woher kommt diese Trendwende? Gerade junge Frauen wollen gern weg von der Massenmode. Ihre Kleidung soll ihre Individualität unterstreichen und ihren Lebensstil ausdrücken. So einzigartig wie der Mensch ist auch seine Mode.

Wie kann man nähen lernen?

Die Zeiten, da man das Nähen mit der Nähmaschine in der Schule gelernt hat, sind vermutlich Vergangenheit. Trotzdem muss man sich das Nähen nicht selber beibringen, wenn man lieber in der Gruppe arbeitet. Nähkurse werden zum Beispiel Selber Kleidung nähenvon der Volkshochschule oder in Stoffgeschäften angeboten. Wer allerdings eine Schwester oder Freundin mit Nähkenntnissen hat, kann diese nach Tipps und vielleicht auch einem Kurzlehrgang fragen. Im Buchhandel werden zahlreiche Bücher zum Thema „Nähen für Anfänger“ angeboten, mit denen man relativ schnell zum Ziel kommen kann. Man benötigt nur ein wenig Geschick und eine Nähmaschine. Diese muss nicht einmal neu sein, lediglich eine Gebrauchsanleitung sollte noch vorhanden sein, damit man mit der Maschine arbeiten kann.

Was kann man alles selber nähen?

Im Prinzip lässt sich sämtliche Kleidung selber nähen, von der Hose über die Bluse bis zum Mantel. Natürlich sind einige Kleidungsstücke aufwendiger als andere. Für den Anfang sollte man sich mit einfachen Schnitten begnügen und erst einmal ein paar schlichte Stücke nähen, wie zum Beispiel einen Loop oder ein T-Shirt. Mit der Übung kommt automatisch der Ehrgeiz, sich an schwierigere Teile zu wagen. Empfehlenswert für Anfänger sind die so genannten Fertigschnitte. Das Schnittmuster ist hier schon in Originalgröße auf Schneiderpapier gedruckt und muss einfach nur ausgeschnitten werden. Man spart sich das lästige Kopieren vom Schnittmusterbogen und vergisst auch nicht so leicht ein Teil zuzuschneiden. Gefällt der Schnitt, kann er auch mehrmals verwendet werden. Durch eine kleine Änderung oder die Verwendung eines anders gemusterten Stoffes entsteht ein völlig neues Kleidungsstück. Aber Vorsicht ist geboten! Selbernähen kann sehr schnell süchtig machen.

Wo bekommt man Stoffe und Schnittmuster?

In gut sortierten Zeitschriftenläden oder in manchem Handarbeitsgeschäft mit Stoffabteilung findet man Nähzeitschriften speziell für Anfänger mit einfachen Schnittmustern und einer Schritt-für-Schritt Anleitung. Der Buchhandel bietet auch entsprechende Bücher an. Stoffe kauft man als Nähanfänger am besten in einem Stoffgeschäft, das eine gute Beratung anbietet. Hier kann man die Stoffe anfassen und findet leichter farblich passendes Zubehör, wie Nähgarn, Nähzeug für KleidungKnöpfe oder Reißverschlüsse. Oft werden dort auch Schnittmuster verkauft, sowohl als Fertigschnitt als auch in Zeitschriften oder Büchern. Gute Stoffverkäuferinnen sind bei der Auswahl des passenden Schnittes oder Stoffes gern behilflich und geben so ganz nebenbei den einen oder anderen praktischen Tipp. Für die ersten Nähversuche bieten sich Stoffreste an, die man in vielen Stoffgeschäften günstig bekommen kann. Verwendet man dafür einen bunt gemusterten Stoff, fällt es gar nicht auf, wenn einmal eine Naht nicht ganz gerade geworden ist. Mit mehr Erfahrung kann man Stoffe auch recht günstig über den Versandhandel oder im Internet beziehen. Ein gravierender Nachteil ist natürlich, dass man den Stoff nicht anfassen kann und auch nicht die Originalfarben sieht.
Selbernähen ist gar nicht so schwierig und kann unter Umständen sogar Geld einsparen. Mit ein wenig Übung schafft man es auch, etwas schwierigere Kleidungsstücke zu nähen. Individuell ist der Kleiderschrank damit aber auf jeden Fall gefüllt und der Neid der Freundin, die nur gekaufte Mode trägt, ist der Näherin bestimmt sicher.

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