» » Schlafstörungen - Natürliche Hilfsmittel mit Wirkung
Gesundheit 02. September 2016 0

Gesundheit

Schätzungen zufolge, sind bis zu 40 Prozent der Deutschen von Schlafstörungen betroffen. Oft geht den Beschwerden ein langer Leidensdruck voraus, bevor sich Ruhesuchende an einen Arzt wenden. Dauert die Schlaflosigkeit länger als 6 Wochen an, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Doch zuvor kann bereits ein Überdenken der Lebensgewohnheiten hilfreich auf dem Weg zu nächtlichem Wohlbefinden und gesundem Schlaf sein. Neben Atem- und Entspannungsübungen, der beruhigenden Wirkung von Wasser und Bewegung, bietet auch die Natur in vielfältiger Weise ihre Unterstützung an.

Der Angst vor der Nachtruhe wirkungsvoll begegnen

NaturAllein in Deutschland leiden etwa 35 Millionen Menschen an Schlafstörungen – Frauen häufiger als Männer. Gründe dafür liegen im weiblichen Schlafverhalten. Denn Frauen benötigen mehr Schlaf. Zu dem ist ihr Schlaf leichter. Sie schlafen schlechter ein oder durch. Schmerzen und Stress vieler Frauen sehen Schlafforscher als Gründe durchwachter Nächte. Hinzu kommen hormonell bedingte Veränderungen wie Zyklus, Schwangerschaft oder Wechseljahre. Bleiben Schlafstörungen unbehandelt, können andauernde Erschöpfung, verminderte Konzentration und Leistungsfähigkeit zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Unfällen führen. Betroffene können vor allem ihre Lebensgewohnheiten und Schlafhygiene überdenken. Dazu haben wir ein paar Tipps:

  • Vor dem Zubettgehen eignet sich ein beruhigender Tee mit Kräutern wie Lavendel, Melisse, Baldrian, Hopfen oder Johanniskraut. Genussmittel wie Kaffee, Nikotin, Schwarzer Tee, Cola oder übermäßig Alkohol sind abends nicht empfehlenswert.
  • Die letzte Mahlzeit sollte 4 Stunden vor der Nachtruhe liegen. Die verbleibende Zeit benötigt unser Körper zur Verdauung. Scharfe, fette, salzige und saure Speisen eignen sich nicht als Abendessen eines Ruhesuchenden. Günstiger sind leicht verdauliche Gerichte wie eine Suppe. Werden Rohkost und Obst nach 16 Uhr gegessen, bleiben die Nahrungsmittel unverdaut und bilden im Darm einen sogenannten Fuselalkohol, der die Leber unnötig belastet. Die Betroffenen erwachen dann häufig zwischen 1 und 3 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt ist der Leberstoffwechsel am aktivsten. Ihren schwächsten Punkt erreicht die Leber zwischen 13 und 15 Uhr. In diesen 2 Stunden kann ein Leberwickel unterstützend sein. Doch die Organfunktion wird auch durch Mariendistel, Schafgarbe oder Artischocke gestärkt.
  • Seelische Belastungen sind eine häufige Ursache für Einschlafstörungen. Linderung verspricht die Einnahme von Johanniskraut. Doch die Wirkung des Heilmittels erfordert etwas Geduld. Während der Einnahme ist Sonnenlicht zu vermeiden. Lassen sich Probleme, Streit oder Sorgen nicht vor der Schlafzimmertür ablegen, ist manchmal auch ein Gespräch unter Freundinnen, in einer Selbsthilfegruppe oder bei einem Therapeuten hilfreich.Augen Haare Natur
  • Schlafrituale sind wichtig. Dazu kann ein entspannendes Bad mit basischem Salz oder Lavendel gehören. Auch eine Duftlampe mit Lavendelessenz und entspannender Musik fördert die innere Ruhe. Manche schwören auf einen Schlummertrunk mit reinem Kakao oder Honig. Für andere ist es ein abendlicher Spaziergang mit Blick auf den Sonnenuntergang. Bei Schlafstörungen ist es wichtig, den alltäglichen Rhythmus von Aufstehen und Schlafgehen auch am Wochenende beizubehalten.
  • Eine tiefe Bauchatmung ist pure Entspannung. Autogenes Training und Muskelentspannung nach Jacobson sind weitere Möglichkeiten, um nächtliche Ruhe zu finden. Als förderlich erweist sich auch das Wassertreten nach Kneipp.
  • Zur Schlafhygiene gehört ein funktional eingerichtetes Schlafzimmer, ohne Fernseher. Es sollte ruhig, kühl, dunkel und gut belüftet sein. Natürliche Materialien eignen sich am besten für Matratzen, Decken, Kissen, Bett- und Nachtwäsche.

Hilfe gegen Schlafstörungen

Schlafstörungen können neben ärztlicher Hilfe, auch wirkungsvolle Unterstützung durch geänderte Lebensgewohnheiten und einfache Naturheilmittel, bewusste Entspannung und ausreichende Bewegung erfahren. Mitunter öffnen kleine Veränderungen eine große Tür!
Bewerten Sie diesen Artikel
Bewertung 0 / 5 (0 votes cast)
0RETWEETSTweet
0GOOGLE +1+1
0SHARESTeilen

Ähnliche Artikel

Kommentare0

Schreibe einen Kommentar

Neu in Gesundheit