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sauna 04. Dezember 2013 0

Wellness


Saunieren macht Spaß, ist gesund und verschönert den ganzen Körper – ein absolutes Wellness-Erlebnis also. Schon unsere steinzeitlichen Vorfahren wussten das regelmäßige Schwitzbad als wahren Gesundbrunnen zu schätzen. Die ältesten Funde von Saunen sind Tausende von Jahren alt und beweisen: Schon in der Steinzeit wurde überall auf der Welt geschwitzt.

Wie läuft ein Saunagang ab?

Das Wort „Sauna“ stammt allerdings aus dem Finnischen und was heute unter Sauna verstanden wird, ist an die skandinavische Methode angelehnt, obwohl es ähnliche Wellness-Verfahren auch in den Varianten des türkischen Hamam, der russischen Banja oder dem japanischen Sento gibt. Sitzungen in der skandinavischen Sauna funktionieren im Prinzip immer nach dem gleichen Schema.

Vorbereitung

Am Anfang steht die Dusche, denn sauber sollte schon sein, wer die Sauna betritt, besonders wenn es sich um eine öffentliche handelt. Genauso wenig wie man selber auf den Bakterien fremder Leute sitzen möchte, sollte das anderen zugemutet werden. Doch auch in der heimischen Sauna gilt: bei sauberer Haut wurden die Poren schon gereinigt und der Effekt des Schwitzens ist besser. Allerdings sollte die Haut gut abgetrocknet werden. Wer die Sauna nass betritt, schwitzt nicht so gut.

In der Saunakabine

Dann wird die Saunakabine betreten. Je nach persönlichem Wohlgefühl wird die Bank und Körperhaltung gewählt. Anfänger nehmen besser auf der untersten oder maximal mittleren Bank (ca. 60° heiß) Platz, Erfahrene können auch die oberste Bank nehmen, wo die Temperaturen besonders hoch sind (bis zu 90°). Die meist angenehmste Haltung ist das Liegen, wenn aber zu wenig Platz ist oder das Liegen nicht als angenehm empfunden wird, kann auch eine Sitzhaltung eingenommen werden. In großen Saunalandschaften gibt es Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen, hier empfiehlt es sich für Anfänger ebenfalls, sich langsam an die große Hitze heranzutasten.

Dauer des Aufenthalts

SaunaDie ideale Dauer für einen Saunagang liegt zwischen 8 und 15 Minuten, wobei der erste Gang besser kürzer sein sollte als der zweite oder dritte. Grundsätzlich sollte lieber kürzer in der wärmeren Sauna verweilt werden. Während des Aufenthalts in der Sauna-Kabine kann natürlich auch der Sitzplatz je nach Temperatur und Wohlgefühl gewechselt werden. In öffentlichen Saunas werden Aufgüsse häufig vom Personal gemacht, ansonsten kann jeder Saunagänger auch selber von dem bereitstehenden Wasser etwas über die heißen Steine oder den Saunaofen gießen und zwar am besten am Ende des Saunagangs. Der entstehende Dampf sorgt für deutlich erhöhte Luftfeuchtigkeit.

Nach dem Saunagang

Unmittelbar nach dem Saunagang empfiehlt es sich, wenigstens kurz an die frische Luft zu gehen. Danach wird der Körper abgekühlt und zwar mit kalten Duschen, die zum Herz hin führen sollten. Falls die Konstitution es erlaubt, kann auch ein Tauchgang im eiskalten Wasser des Tauchbeckens vorgenommen werden. Danach kann ein Fußbad genommen werden, das beim Wärmeabbau hilft, ohne jedoch zwingend notwendig zu sein. Schließlich sollte sich die Saunagängerin mindestens eine Viertelstunde im Ruhebereich entspannen. Darauf dürfen bis zu drei weitere Saunagänge folgen. Mehr sind nicht empfehlenswert. Erst nach dem letzten Saunagang sollte viel getrunken werden, am besten Mineralwasser oder Fruchtschorle, damit dem Körper heraus geschwitzte Mineralstoffe wieder zugeführt werden.

Was ist sonst zu beachten?

Nicht nur sauber sollte die Sauna betreten werden, sondern auch:

  • nicht erhitzt, wie etwa unmittelbar nach sportlichen Anstrengungen,
  • nicht durchgefroren, auch wenn die heiße Sauna dann noch so locken mag und
  • nicht krank, auch wenn es nur eine leichte Erkältung ist.

In all diesen Fällen ist ein Saunagang eine zu große Belastung für den Kreislauf.
Besonders beim Besuch einer öffentlichen Sauna ist die Beachtung bestimmter Verhaltensregeln selbstverständlich. Auch in der Sauna gibt es Etikette. Üblicherweise wird die Sauna unbekleidet betreten. Wem das unangenehm ist, kann sich mit demSaunasaufguss mitgebrachten Handtuch bedecken. Das Tragen von Badekleidung ist nicht sinnvoll, schon weil der Stoff von Badeanzügen oder Bikinis nicht für die Temperaturen einer Sauna geeignet ist. Eine Selbstverständlichkeit sollte es sein, sich nicht direkt auf das Holz der Saunabank zu setzen, sondern ein Handtuch unterzulegen. Ähnlich wie im Fahrstuhl ist Blickkontakt zwar erlaubt, aber oft nicht erwünscht. Unterhaltungen sollten leise geführt werden, damit sich niemand gestört fühlt. Dass das Anstarren anderer Mitteilnehmer sich nicht gehört, ist klar, aber auch das Verlassen der Kabine während eines Aufgusses sollte vermieden werden, es sei denn es gäbe gesundheitliche Gründe wie Schwindel oder Übelkeit, die darauf hinweisen, dass die Hitze nicht vertragen wird. Dann muss die Kabine natürlich umgehend verlassen werden.

Gegenanzeigen

So angenehm und nützlich Saunabesuche auch sein mögen, sie sind nicht für jeden empfehlenswert. Bei bestimmten Krankheiten ist die Sauna generell verboten, bei anderen kann sie bedingt erlaubt sein. Wer unsicher ist, sollte sich besser mit dem Hausarzt beraten. Auf keinen Fall sollte in die Sauna gehen, wer

  • akut an einer fieberhaften oder anderen Erkrankungen und Entzündungen leidet
  • Epileptiker ist oder schwere Erkrankungen wie beispielsweise Krebs hat
  • Wer an folgenden Erkrankungen leidet, sollte sicherheitshalber Rücksprache mit dem Arzt nehmen und entsprechend vorsichtig an die Sauna herangehen:
  • multiple Sklerose und andere neurologische Erkrankungen
  • Herz-Kreislauferkrankungen und Durchblutungsstörungen
  • innere Erkrankungen von Leber und Niere

Schwangere Frauen sollten besser auch mit dem Arzt sprechen, obwohl Schwangerschaft an sich keine Kontraindikation ist.
Hilfreich kann die Sauna bei bestimmten Erkrankungen natürlich auch sein, etwa bei

  • Asthma
  • chronischen Atemwegserkrankungen
  • manchen rheumatischen Erkrankungen
  • schmerzhaften Problemen der Wirbelsäule.

Trotzdem sollte grundsätzlich gelten, dass jeder, der nicht kerngesund ist, sicherheitshalber mit dem Arzt über die Saunapläne sprechen sollte, damit der Saunabesuch wirklich zum reinen Vergnügen werden kann.

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