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Saunagang 12. September 2013 0

Wellness


Der Besuch einer Sauna gehört zu den angenehmsten Möglichkeiten sich vom Stress und der Hektik des Alltags zu befreien und sowohl dem Körper, als auch dem Geist einen Moment der Ruhe zu bieten. Doch sollte ein solcher Saunabesuch nicht nur aus einer Laune heraus, sondern gezielt zur Förderung der Gesundheit getätigt werden. Um daraus jedoch einen effektiven Nutzen ziehen zu können, sollte man sich bereits im Vorfeld über die unterschiedlichen Saunatypen und den perfekten Saunagang vorbereiten.

Die unterschiedlichen Saunen

In den meisten größeren Thermen und Saunabädern finden sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Saunatypen, welche dem Gast zum Besuch angeboten werden. Hierbei kann man grob in drei verschiedene Kategorien unterteilen. Die klassische Sauna, das Dampfbad und die Infrarotkabinen. Jede dieser Saunen bietet dabei unterschiedliche Temperaturen und ein damit einhergehendes, anderes Ergebnis beim Saunagang.

Die klassische Sauna

Bei der klassischen Sauna wird die Luft durch einen Ofen erhitzt, auf welchem sich heiße Steine befinden, die die Temperatur innerhalb der Sauna relativ konstant halten. Die Temperaturen innerhalb einer solchen Sauna schwanken dabei zwischen 80 und 100 Grad, je nach Hitze als WellnessOfentyp und Sitzgelegenheit innerhalb der Sauna. Um den Effekt zu verstärken werden bei den meisten Saunen regelmäßige Aufgüsse angeboten, bei welchen ein aromatisiertes Wasser über die heißen Steine geschüttet wird. Die daraufhin sofort stattfindende Verdampfung der Flüssigkeit erfüllt die Sauna dabei mit dem beigemengten Aroma und führt zu einem gefühlten Anstieg der Temperaturen. Entscheidend bei dieser Sauna ist der Platz, welchen man innerhalb der Sauna aufsucht. Da warme Luft immer nach oben steigt, ist die Temperatur auf den oberen Bänken in der Regel deutlich höher, als es bei den unteren Bänken der Fall ist. Aus diesem Grund sollten ältere Leute oder Kinder nicht auf den oberen Bänken Platz nehmen, sondern sich im Idealfall auf den unteren Bänken platzieren.

Die Dampfsauna

Im Gegensatz zur klassischen Sauna bietet die Dampfsauna deutlich gemäßigtere Temperaturen, auch wenn dies von den Besuchern oftmals kaum wahrgenommen wird. Die Dampfsauna, mit einer Temperatur von 40-50 Grad wird dabei kontinuierlich von warmem Wasserdampf durchzogen. Durch diese hohe Luftfeuchtigkeit ist es dem Körper kaum möglich sich übers Schwitzen, also die Verdunstung über die Haut abzukühlen, so dass die gefühlte Temperatur innerhalb des Dampfbades sich kaum von der klassischen Sauna unterscheidet. Die besonders feuchte Luft und die warmen Temperaturen sind allerdings besonders angenehm bei leichten Erkrankungen der Atemwege, so dass sich hier deutlich befreiter durchatmen lässt. Bei der Dampfsauna gibt es auch keinerlei Aufgüsse, so dass diese aufgrund ihrer gleichbleibenden Temperatur und dem angenehm wirbelnden Dampf einen bevorzugten Aufenthaltsort zum Ausklang des Saunaganges darstellt.

Die Infrarotkabinen

wellnessDas Prinzip der Infrarotkabinen entspricht zunächst einmal dem Konzept der normalen, klassischen Sauna. Doch die innerhalb dieser Kabinen erzeugte Wärme wird anstatt über einen Ofen, über Infrarotlampen in der Decke oder den Wänden der Kabine erzeugt. Dies hat zur Folge, dass die Temperatur gleichmäßig wahrgenommen und die Luftfeuchtigkeit besonders gering gehalten wird. Gerade in Kombination mit einer Lichttherapie, welche mit unterschiedlich farbigem Licht zur Beruhigung der Besucher beitragen soll, werden diese Kabinen als besonders entspannend empfunden und eignen sich oftmals gut zum Einstieg in den Saunabesuch.

Der perfekte Saunabesuch

Zunächst einmal sollte man für den Saunabesuch mindestens 4, besser 6 Stunden einplanen und sich im Idealfall auch nach dem Saunabesuch nichts anstrengendes mehr vornehmen. Dies ist besonders wichtig, da der Saunabesuch zwar als besonders entspannend und gesund wahrgenommen wird, er dem Körper aber trotz allem eine enorme Leistung abverlangt und die Erschöpfung nach einem solchen Saunabesuch erstaunlich vehement sein kann. Dem entsprechend ist anzuraten, den Saunabesuch auch anschließend in den eigenen vier Wänden gemütlich ausklingen zu lassen, um von den Vorteilen eines solchen Besuches möglichst nachhaltig zu profitieren.

Die Tasche für den Saunabesuch packen

Grundsätzlich sollte in die Tasche für den Saunabesuch zumindest ein Bademantel und zwei saubere und große Handtücher eingepackt werden. Schwimmbekleidung sollte darüber hinaus ebenfalls eingepackt werden, falls manViel trinken sich entschließen sollte, neben der Sauna noch in die öffentlich zugänglichen Bereiche der Therme zu wandern oder schwimmen zu gehen. Neben Musik oder einem guten Buch ist dringend dazu zu raten, genügend Getränke mit sich zu führen, falls der Betreiber der Therme das Mitbringen eigener Getränke gestattet. Hierbei sollte auf besonders gesunde Getränke geachtet werden, eine selbst gemischte Apfelschorle mit 1/3 Apfelsaft und 2/3 Mineralwasser gilt als besonders gesund.

Keine falsche Scham

Immer wieder sieht man Menschen, welche auch in der Sauna mit Badekleidung unterwegs sind und sich somit nicht nur der komischen Blicke ihrer Nachbarn aussetzen, sondern auch die Effektivität des Saunabesuches deutlich mindern. In die Sauna geht man grundsätzlich nackt, da nur so eine gute und gleichmäßige Verdunstung des Schweißes gewährleistet ist, was den ausdauernden Saunabesuch erst möglich macht. Aus diesem Grund gibt es sowohl gleichgeschlechtliche, als auch gemischte Saunen, so dass jeder dem eigenen Schamempfinden entsprechend saunieren kann.

Gesund saunieren

Der Ablauf bei einem Besuch in der Sauna ist grundsätzlich immer gleich. Zunächst sollte man sich, bevor man in die erste Sauna geht, gründlich abduschen und leicht abtrocknen. Danach kann man die erste Runde in die Sauna starten, sollte dabei jedoch zu Anfang erst einmal die unteren Plätze entspannungeinnehmen um sich langsam an die Temperaturen und die Belastungen für den Körper zu gewöhnen. Dabei sollte der einzelne Saunagang die 10 Minuten nicht übersteigen. Nach dem Saunagang sollte man sich in den Bademantel hüllen und eine große Runde im Freien spazieren gehen. So kann sich der Körper langsam abkühlen und wieder auf eine normale Temperatur herunter fahren. Erst nach einer gründlichen Abkühlung sollte man sich entweder unter eine kalte Dusche stellen, oder in die unterschiedlichen kalten Tauchbecken begeben, um den Körper effektiv abzukühlen. Anschließend ist erst einmal Ruhe angesagt, so dass der Körper sich von dieser Tortur erholen kann. 30 Minuten sollte man dabei für die Ruhe in der Regel einkalkulieren. Anschließend beginnt die Prozedur wieder von Vorne, wobei die Auswahl der Saunen und der Sitzplätze nun deutlich freier gewählt werden kann. So lassen sich in 4 Stunden gut 4 Saunagänge unterbringen, welche für den ungeübten Saunabesucher als mehr als ausreichend erachtet werden. Wichtig ist hierbei vor allem, auf die Zeichen des eigenen Körpers zu achten. Fühlt man sich unwohl, sollte man die Sauna verlassen und dem Körper Zeit geben um sich zu erholen und den Saunabesuch für diesen Tag im Notfall auch einfach abbrechen.

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