» » RFID-Tattoo: Was hat es mit dem digitalen Chip auf sich?
22. September 2013 0

Tattoo


Der Hang zu Tattoos ist ungebrochen: Die Bilder für die Ewigkeit erfreuen sich besonders im Sommer großer Beliebtheit und zieren zahlreiche Körper. Zu sehen gibt es die unterschiedlichsten Motive von klein und zierlich bis enorm groß. Aber genauso verrückt, wie die unterschiedlichsten Tattoo-Motive sind auch die Möglichkeiten, sich ein Tattoo stechen zu lassen.
Bekanntermaßen sticht man ein Tattoo mit Tinte unter die Haut und es ist in der Regel schmerzhaft. Nach einigen Tagen guter Pflege ist die Wunde verheilt, das Tattoo erstrahlt in seiner vollen Schönheit und – je nachdem an welcher Körperstelle es sitzt – kann es jeder sehen.

RFID-Tattos: Das Tattoo der Zukunft?

Eine ganz neue Variante des Tattoos kommt aus den USA: Es ist das sogenannte RFID-Tattoo. Der amerikanische Künstler Anthony Antonellis ließ sich dies einfallen. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Tattoo-Chip-Implantat, das in einer kleinen Glaskapsel unter die Haut gesetzt wird – es ist also nicht zu sehen. Man könnte sich nun fragen: Was soll das? Was habe ich von einem Tattoo, dass man nicht sehen kann? Und so ist es tatsächlich: Nur ein spezieller Scanner oder auch ein Smartphone kann das Tattoo anzeigen, wenn man es über den eingesetzten Chip hält.
Der Vorteil des RFID-Chips liegt wohl vor allem darin, dass er zum einen völlig unsichtbar ist und das zum anderen die Möglichkeit besteht, das Motiv zu wechseln. Der Tattoo-Chip bietet bisher 1 KB Platz für eine GIF-Datei, die man sich anzeigen lassen kann. Im Gegensatz zum klassischen Tattoo dürfte die Variante des digitalen Chips auch deutlich weniger schmerzhaft sein. Schließlich wird hier nur einmal gestochen, um den Tattoo-Chip unter die Haut zu setzen. Außerdem: Möchte man dieses Tattoo irgendwann einmal nicht mehr haben, lässt man den Chip einfach entfernen. Das ist bei der klassischen Tätowierung nicht so einfach möglich.

Formen digitaler Tattoos

Digitale Tattoos gibt es bereits in Form QR-Codes, die man sich auf die Haut stechen lässt. Natürlich ist ein solcher Code als Tattoo nicht besonders ansprechend, aber man kann es mit einem QR-Scanner scannen und das entsprechende Bild dann auf dem Smartphone sehen. Immerhin kann man dieses Tattoo aber sehen – im Gegensatz zum RFID-Tattoo.
Es ist wohl abzusehen, dass der von Anthony Antonellis geborene Tattoo-Chip weiterentwickelt wird und bald auch über mehr Speicherplatz verfügt. So wird es sicher möglich werden auch beispielsweise animierte Bilder auf den Chip aufzuspielen.

Fazit

Ob nun ein QR-Code auf der Haut oder das gänzlich unsichtbare Tattoo-Chip-Implantat unter der Haut: Es erscheint eher absurd, dass man Leute bittet mit seinem Smartphone zu scannen, um ein Tattoo sehen zu können. Am Ende muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, ob man die Variante des digitalen Tattoos ansprechend findet oder ob man lieber beim klassischen, mit Tinte unter die Haut gestochenen Tattoo bleibt.

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