» » Nordic Walking hält den gesamten Körper fit
12. September 2013 0

Fitness


Nordic Walking, das aus Skandinavien stammende Gehen mit Stöcken, ist eine Ausdauersportart, bei der man die Bewegung in der Natur genießen kann und die gleichzeitig positive Wirkung auf den gesamten Körper hat. Weil Nordic Walking gelenksschonender als Laufen ist, wird die Sportart auch „Gesundheitsgehen“ genannt und ist auch für Personen mit Rücken- oder Knieproblemen geeignet.
Walking TrendDurch den Einsatz der Stöcke wird bei richtig ausgeführter Technik nicht nur die Beinmuskulatur, sondern auch der Oberkörper trainiert. Bei dem sanften Ganzkörpertraining werden bis zu 90 Prozent der gesamten Muskulatur beansprucht. Studien haben gezeigt, dass im Vergleich zum normalen flotten Gehen der Sauerstoffverbrauch bei Nordic Walking um ungefähr 5 Prozent steigt und der Trainingseffekt um 46 Prozent höher ist. Das Herz-Kreislaufsystem wird angeregt und die Herzfrequenz steigt im Vergleich zum Gehen um 15 Schläge pro Minute. Die Herzleistung wird verbessert und letztendlich wird auch die Kapazität der Lunge vergrößert. Die Ausdauerleistungsfähigkeit wird trainiert. Weil beim Nordic Walking so viele Muskeln eingesetzt werden, kommt es zu einem relativ hohen Energieverbrauch. Je nach eingeschlagenem Tempo werden zwischen 400 und 750 Kilokalorien pro Stunde verbrannt.
Ein großer Vorteil dieser beliebten Sportart ist die Tatsache, dass sich Nordic Walking sowohl für durchtrainierte Sportler, als auch für untrainierte Sportanfänger eignet, da die Intensität der Bewegung steuerbar ist. Anfängerinnen können langsam und behutsam mit dem Training beginnen, während besser trainierte durch eine flottere Fortbewegung oder durch anspruchsvolleres Trainingsgelände die Trainingsreize intensivieren können. Im Vergleich zum Laufen werden beim Nordic Walking die Knie und die Hüfte weniger belastet. Außerdem können Verspannungen im Bereich der Schultern und des Nackens durch die Bewegung gelöst werden.
Die Trainingseffekte können jedoch nur eintreten, wenn man die Nordic Walking-Technik korrekt anwendet undNordic Walker im Grünen häufige Fehler vermeidet. Trainiert man mit hängenden Schultern, einem schlürfenden Schritt und lässt die Stöcke schleifen, können sich keine positiven Trainingseffekte einstellen. Häufig bewegen sich Anfängerinnen auch im sogenannten Kamelschritt, bei dem der rechte Arm gleichzeitig mit dem rechten Bein und der linke Arm mit dem linken Bein nach vorne bewegt werden. Dies ist jedoch nicht die richtige und effektive Nordic Walking-Bewegung.
Bei der richtigen Nordic Walking-Technik bewegt man sich im Diagonalschritt vorwärts. Dabei werden die Arme gegengleich zu den Beinen aktiv nach vorne oder nach hinten am Oberkörper vorbeibewegt. Der Stock darf nicht zu weit vorne eingesetzt werden. Auf der Höhe der Ferse des gegenüberliegenden Beines ist ideal. Wenn man jedoch sehr langsam geht, ist es ratsam den Stockeinsatz noch weiter hinten zu machen. Beim Einstich wird der Stock mit allen Fingern fest umschlossen. Während der Arm nach hinten schwingt, wird die Hand wieder geöffnet und erst wieder beim nächsten Einstich geschlossen. Der Oberkörper ist leicht nach vorne geneigt. Wenn man bergauf geht, wird der Oberkörper noch ein wenig mehr geneigt und die Schritte werden verkürzt. Auf diese Weise stellt man sicher, dass Nordic Walking ein effektives Ausdauertraining darstellt, das einen Großteil unserer Muskeln beansprucht.
Nordic Walking im GrünenDie Nordic Walking-Einheiten sollten auf die gesamte Woche verteilt werden. Ideal sind dabei mindestens zwei Einheiten zu je mehr als 45 Minuten. Ein intensiverer Trainingseffekt wird erzielt, wenn bis zu viermal wöchentlich trainiert wird. Dabei dürfen Erholungsphasen jedoch nicht vergessen werden, denn nur durch die Abwechslung von Belastung und Erholung stellt sich Leistungsverbesserung ein. Bei richtiger Anwendung werden außerdem eventuell vorhandene Fettpölsterchen, vor allem im Bereich der Hüfte, des Bauches und der Oberschenkel, verbrannt.

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