» » Neuer Trendsport aus den USA: Anti-Gravity-Yoga
Tanz Fitness 22. September 2013 0

Fitness

Diesen Begriff muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen: Anti-Gravity-Yoga, zu deutsch: Anti-Schwerkraft-Yoga. Der neue Trendsport aus den USA – woher auch sonst? – wird jedoch nicht in einer Raumstation oder in einem Trainingszentrum für Astronauten angeboten, sondern mit Hilfe von Tüchern ausgeführt. Sie haben richtig gelesen: Anti-Gravity-Yoga wird in Tüchern betrieben. Bei den Tüchern handelt es sich dabei um feste Stoffe, meist aus Lycra, die in langen Bahnen von der Decke hängen. Die Anti-Gravity-Yogis hängen in diesen Tüchern und vollbringen so frei schwebend ihre Workouts.

Was genau ist Anti-Gravity-Yoga?

Sportlich unterwegsDiese neue Form des Yoga verschafft dem Ausübenden ein Gefühl fast so, als würde man fliegen. Aus genau diesem Grund wird Anti-Gravity-Yoga auch als Fly Yoga bezeichnet. Zwar schwebt man nicht tatsächlich in der Schwerelosigkeit – das wäre auch nur schwer möglich – aber es hat fast den Anschein, als wäre es so. Das von der Decke hängende Tuch funktioniert ganz ähnlich wie eine Schaukel. Der Ausübende kann sich hinein setzen oder legen und so völlig ohne jeden Bodenkontakt selbst schwierige Asanas trainieren. Mit dem Tuch als Hilfsmittel gelingen selbst Anfängern kompliziertere Übungen wie beispielsweise der Kopf- oder Schulterstand. Das Tuch sorgt nämlich nicht nur für ein Schwerelosigkeits-Gefühl, sondern bietet zugleich auch Stabilität und Halt. Anti-Gravity-Yoga wird auch als Aerial Yoga, also Luftyoga, bezeichnet und darf nur von ausgebildeten Trainern unterrichtet werden.

Was bringt Anti-Gravity-Yoga denn überhaupt?

Beim Anti-Gravity-Yoga wird vor allem die Muskulatur des Rückens und des Bauches trainiert. Da bei dieser Sportart3er-Karte für Yoga die Beine und Füße als Träger des Körpergewichts ausfallen, muss der Rumpf deren Aufgaben übernehmen – ein perfektes Workout für schlaffe Bauchmuskeln und untrainierte Rücken. Die werden allerdings bei regelmäßig betriebenen Anti-Gravity-Yoga garantiert nicht lange schlaff und untrainiert bleiben. Zwar hat Anti-Gravity-Yoga einen akrobatischen Hintergrund – erfunden hat es schließlich der Gründer der amerikanischen Akrobatikgruppe „AntiGravity“ Christopher Harrison – aber man muss selbst nicht besonders akrobatisch veranlagt sein, um diesen Sport ausüben zu können. Ganz im Gegenteil: Denn Anti-Gravity-Yoga fordert nicht nur, diese Sportart entlastet auch. Wirbelsäule und Gelenke werden geschont, was das Schwerelosigkeits-Yoga zum ultimativen Workout für Menschen mit Rücken- und Gelenksproblemen werden lässt. Gerade wer schon einmal einen Bandscheibenvorfall hatte, weiß, wie wichtig ein starker Rücken ist.

Was hat Anti-Gravity-Yoga eigentlich mit Yoga zu tun?

Körperpannung und DehnenAnti-Gravity-Yoga ist kein Yoga im eigentlichen Sinn. Zwar werden auch aus dem klassischen Yoga bekannte Asanas geübt, doch steht bei der schwerelosen Yoga-Variante die Fitness im Vordergrund. Typische Yoga-Aspekte wie beispielsweise Spiritualität und Meditation kommen nicht vor. Statt dessen finden auch Elemente aus dem Pilates, verschiedenen Tanzstilen und Kraftübungen Eingang im Anti-Gravity-Yoga. Demzufolge ist das schwerelose Yoga eigentlich kein Yoga, sondern eine Mixtur aus verschiedenen Fitnessübungen, die in einem neuen Trainingsgerät geübt werden.

Wo kann ich Anti-Gravity-Yoga lernen?

Flying Yogis sind in Deutschland noch nicht allzu häufig, aber die Sportart ist im Kommen. Aktuell sind Kurse in größeren Städten wie etwa Hamburg, Berlin, aber auch in Frankfurt am Main, Augsburg und Stuttgart zu finden. Mit Sicherheit werden weitere Städte hinzu kommen – am besten immer mal wieder im Fitnessstudio nach Kursen fragen.

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