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Kosmetik 02. Mai 2017 0

Kosmetik

Pflanzliche Körperpflege und naturbelassene Erzeugnisse ohne eine unübersichtliche Liste an chemischen Zusatzstoffen sind nicht nur ein Beautytrend. Diese natürliche Pflege kann auch einen bewussteren, nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Natur bewirken. Vor allem aber sollen die Naturprodukte schön machen. Was können sie leisten und wie werden sie angewendet?

Seifen auf pflanzlicher Basis

Kosemtik CremeIn jedem Duschgel ist laut Etikett irgendein exotischer Zusatz enthalten, daneben allerdings auch viele unnötige Chemikalien. Im Gegensatz dazu stehen Pflanzenölseifen. Sie sind nicht nur wahre Allroundtalente, sondern versorgen die Haut ganz selbstverständlich mit allem, was sie braucht. Aus jedem Pflanzenöl lässt sich unter Zugabe von Wasser Seife herstellen, daher ist das Angebot vielfältig. Bekannt ist die nach ihrem syrischen Ursprung benannte Alepposeife aus Oliven- und Lorbeeröl. Sie wirkt rückfettend und antiseptisch. Der herbe Duft ist gewöhnungsbedürftig. Viele Pflanzenölseifen sind jedoch mit gängigen Duftölen aus Kräutern oder Blumen versetzt und auch als praktische Flüssigseife erhältlich. Für einen leichten Peelingeffekt kann man diese mit Wascherde, Salz oder Kaffeesatz versetzen, was die Hautdurchblutung anregt.

Strahlend gesundes Haar mit pflanzlicher Pflege

Für die Haarwäsche können neben den bereits genannten Pflanzenölseifen Wascherden wie feine Heilerde oder das marokkanische Ghassoul verwendet werden. Gemischt mit Wasser ergibt die feinkörnige Erde eine dickflüssige Masse. Diese wird auf dem Haar verteilt und leicht einmassiert. Wascherde bewahrt den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt von Haar und Kopfhaut, da die Reinigung lediglich mechanisch an der Oberfläche des Haares stattfindet. Weder im Haar noch im Abwasser bleiben potenziell schädliche Stoffe wie die umstrittenen Silikone, Parabene und Sulfate zurück. Eine weitere Methode zur Haarwäsche ist farbloses Henna. Dieses wird ähnlich wie Wascherde aus einem feinen Pulver angerührt. Eine Spülung aus Essig oder Natron glättet die Haarstruktur und sorgt für Glanz. Diese Variante ist jedoch umstritten, da die enthaltene Säure das Haar auf Dauer schädigen könnte. Als Kur werden Öle verwendet, die entweder nach einem großzügigen Auftragen und einer kurzen Einwirkzeit herausgewaschen oder sparsam in den Spitzen verteilt werden.

Hautpflege aus der Küche

Wie auch für die Haare sind als Hautpflegeprodukt Pflanzenöle eine geeignete Variante. Kokosöl gilt nicht nur wegen seines angenehmen Geruchs als kosmetisches Wundermittel. Es enthält zudem Antioxidantien und kann Entzündungen oder Infektionen lindern. Außerdem bewahrt es den natürlichen pH-Wert der Haut und schützt sie vor schädlichen äußeren Einflüssen. Da das cremige Öl tief in die Haut einzieht, werden dem beliebten Feuchtigkeitsspender auch positive Effekte auf das Bindegewebe nachgesagt. So kann an beispielsweise Cellulite mindern. Prinzipiell eignet sich zur Versorgung mit Feuchtigkeit und zur Aufrechterhaltung der Hautelastizität jedoch jedes qualitativ hochwertige Öl. Beliebt ist zudem frische Aloe Vera, die man aus den geschnittenen Pflanzenblättern gewinnt. Mit ihrer gelartigen Konsistenz ist Aloe Vera unverdünnt als Creme geeignet und hat einen unmittelbar kühlenden und hautberuhigenden Effekt. Daher entfaltet sie bei leichten Irritationen sensibler Haut, aber auch bei Ausschlägen oder Sonnenbränden ihre Wirkung.

Die Natur bietet vielfältige Möglichkeiten zur Körperpflege, von denen alle wirkungsvoll und gesundheitlich wie ökologisch unbedenklich sind. Teilweise ist der zeitliche Aufwand höher als bei Produkten aus der Tube. Dennoch sind pflanzliche Stoffe mit kleinen Anpassungen einfach in die Alltagsroutine integrierbar. Was Nutzen und Verträglichkeit angeht, stehen die natürlichen Varianten herkömmlichen Drogerieerzeugnissen in nichts nach. Sie sind vielseitig verwendbar und langfristig gesehen günstiger.

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