» » Mode aus Milchfasern - Ökotrend und modischer Umweltfaktor
Trends mit Öko 09. Dezember 2013 0

Mode

Bei Lebensmitteln, Strom und nachhaltiger Bauweise ist der Ökotrend längst in unserem Alltag angekommen. Wie wäre es also mit umweltverträglicher Kleidung ? Eine, die sowohl nachhaltig mit Ressourcen umgeht, als auch bewusst produziert wird. Mode aus Milch macht’s seit kurzem möglich und gilt nicht nur in der Wissenschaft als wichtiger Trend für die Zukunft.

Produktion von seidenähnlichem Material

Faire ModeEin modisches Outfit aus qualitativ hochwertigen Materialien ist heutzutage für die meisten selbstverständlich. Und wenn man Umweltaspekte mit einem sorgsameren Verbrauch bestehender Ressourcen und Modetrends verbinden kann, können eigentlich alle zufrieden sein. Der Handel, der die neue Mode verkauft, ebenso wie die Produzenten, deren Ware Absatz findet, und die Umweltbewussten, die nicht mehr zusehen müssen, wie Lebensmittel weggekippt oder einfach entsorgt werden. Mode aus Milch lautet die Lösung, denn das Kasein, ein Milcheiweiß, wird aus Rohmilch gewonnen, die nicht mehr verkehrsfähig und genießbar ist. So kann ein Polymer entstehen, das ohne chemische Zusatzstoffe in nur fünf Minuten durch Vermengung mit zwei Litern Wasser produziert wird. Die Faser, die durch diesen Prozess der Umwandlung von einem Protein in eine Proteinfaser entsteht, kann der gleichen Textilfamilie zugeordnet werden wie zum Beispiel Wolle oder Seide. Diese werden aber höchst aufwendig produziert und verarbeitet, was den Umweltstandards in Zukunft nicht mehr entspricht.

Funktionalität und Tragekomfort überzeugen

Wer einen aus Proteinfasern gewonnenen Stoff anfasst, muss feststellen, dass sich dieser ausgesprochen weich und angenehm anfühlt. Experten vergleichen die Haptik mit dem Gefühl, Seide zu berühren. Dies ist auf die glatte Oberfläche zurück zu führen, die sich auf der Haut anschmiegt und sich damit sehr angenehm anfühlt. Zudem ist der Stoff aus dieser Faser von Natur aus antibakteriell, was zusammen mit dem angenehmen Tragegefühl eine optimale Grundlage für allergikerfreundliche Textilien schafft. Auch Personen, die an Neurodermitis leiden, können diese Textilien ohne Beeinträchtigung der Haut oder sogar Schmerzen tragen und müssen damit auf keinen modischen Trend mehr verzichten. Milchprotein und die daraus gewonnene Faser kann auch als hautpflegend bezeichnet werden. Damit wäre ein Grund mehr gegeben, sich für Wäsche, Pullis oder sogar Kleider aus diesem Material zu entscheiden. Immerhin fällt aufwändiges Eincremen nach dem Duschen oder Baden weg und die Haut ist trotzdem gepflegt und weich. Mode aus Milch kann aber noch mehr, denn es besteht auch ein natürlicher UV-Schutz. Dieser ist in der Proteinfaser komplett natürlich enthalten.

Vielfalt in Farbe und Design ist gewährleistet

Trends NaturWer an Milch denkt, verbindet damit die Farbe Weiß. Doch Kleidung aus diesem Nahrungsmittel muss dieser Vorstellung keinesfalls entsprechen, ganz im Gegenteil. Denn das Casein nimmt Farbe sehr leicht und vor allem sehr gleichmäßig auf. Damit ist klar, dass die ganze Palette an bunten Tönen hergestellt werden kann, und das sogar ohne Beigabe von chemischen Trägermitteln für die Farbe. Doch weder optische Aufheller noch ökologisch bedenkliche Rohstoffe werden dabei verwendet, was dem modernen Umweltverständnis absolut gerecht wird. Eine strenge Kontrolle bei der Produktion auf Schadstoffe und dermatologische Verträglichkeit versteht sich von selbst und gewährleistet, dass Mode aus Milch völlig unbedenklich getragen werden kann. Derzeit gibt es bereits die ersten Pullis und Wäschestücke auf dem Markt, weitere Stücke sollen in naher Zukunft folgen. Denn sowohl Experten als auch Modeleute sind sicher, dass dieser Ökotrend nicht mehr zu stoppen ist und die Zukunft der Textilindustrie prägt. Und wenn das Kleid oder der Pulli nicht mehr gefällt oder passt, wird er einfach mit dem Biomüll entsorgt und baut sich vollständig ab, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen.

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