» » Mit Hilfe der richtigen Bücher zum Vegetarier werden
Vegetarisch essen 07. Juni 2014 0

Ernährung


Obwohl Experten regelmäßig dazu raten, nicht allzu viel Fleisch zu essen, da das weder gut für die Gesundheit, noch gut für diesen Planeten ist, greifen viele Menschen beinahe täglich zu Fleisch. Die aktuellen Missstände, die in Massentierhaltungen vorherrschen, scheinen dabei ignoriert oder verdrängt zu werden. Sei einiger Zeit erregen jedoch immer häufiger Bücher Aufsehen, die sich mit den Themen Massentierhaltung und Fleischkonsum kritisch auseinandersetzen. Zwei dieser Bücher sollen in dem nun folgenden Text vorgestellt werden, und zudem wird erläutert werden, auf welche Reaktionen diese Art von Bücher stoßen.

Mut zur Erkenntnis

Wenn man mal ganz ehrlich ist, weiß eigentlich jeder, dass Massentierhaltung schlecht ist. Dennoch wird im alltäglichen Leben häufig kein einziger Gedanke daran verschwendet, sondern munter zum abgepackten und günstigen Fleisch gegriffen. Die Frage, wie es sein kann, dass ein ganzes Huhn, trotz der vom Züchter investierte Kosten für Futter und Unterbringung, schon ab 3EUR zu haben ist, wird da meistens nicht gestellt. Würde man dies tun, würde man schnell erkennen, dass dies bloß deshalb möglich ist, weil die Hühner weder besonders gutes Futter bekommen, noch besonders gut untergebracht sind, und weil sie erst recht nicht lang leben. Doch die Missstände in den Betrieben, in denen es vorrangig um Massentierhaltung geht, sind noch wesentlich schlimmer als diese Tatsache. Und inzwischen gibt es immer mehr Menschen, die dazu bereit sind, sich mit diesen Tatsachen auseinanderzusetzen. Da wären zum Beispiel die Autoren, die entsprechende Bücher verfassen, und die Menschen, die diese Bücher lesen. Bücher dieser Art sind durchaus keine leichte Kost, und es dürfte wohl nur wenige Menschen geben, die, wenn sie solch ein Buch gelesen haben, noch mit einem guten Gefühl zum günstigsten Huhn greifen können.

Mut zum Selbstversuch

Die Autoren, die solche Bücher geschrieben haben, mussten eine ganze Menge Nut an den Tag legen. Mut dazu, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen, und Mut dazu zu riskieren, dass sie, wenn sie erst mal um die Missstände wissen, ihr ganzes bisheriges Leben ändern müssen. Doch Autoren wie Jonathan Safran Foer und Karen Duve haben genau das gewagt. Das Buch „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer erschien in dem Jahr 2009 und war eines der ersten Bücher zu diesem Thema. Viele Menschen, die dieses Buch gelesen haben, erklärten hinterher, dass sie beim Lesen dieses Buches zum Vegetarier geworden seien. Foer beleuchtet in diesem Buch die verschiedenen Aspekte der Massentierhaltung und zeigt auf, wie schlimm Massentierhaltung wirklich ist, und wie sehr unzählig viele Tiere täglich leiden müssen, nur damit jeder sich jeden Tag möglichst günstiges Fleisch auf den Teller schaufeln kann. Der nächste logische Schritt nach dem Lesen dieses Buch wäre es, ab da bewusster zu essen und vermehrt Produkte zu kaufen, bei denen man sich sicher sein kann, dass diese nicht aus Massentierhaltungsbetrieben stammen. Karen Duve hat so einen Selbstversuch gestartet und anschließend das Buch „Anständig essen: Ein Selbstversuch“ verfasst. Nun hat Karen Duve sich jedoch nicht „nur“ auf eine moralisch unbedenkliche Ernährungsweise beschränkt, sondern sie hat vier verschiedene Ernährungsweisen für jeweils 2 Monate praktiziert. Ihr Buch gibt einen spannenden Einblick in ihren Selbstversuch und dürfte für all jene Menschen interessant sein, die „Tiere essen“ gelesen und sich danach gefragt haben, ob sich die Ernährung so leicht umstellen lässt, und mit welchen Problemen man bei solch einer Ernährungsumstellung zu rechnen kann. So oder so sind diese beiden Bücher für alle, die nicht mehr länger einfach nur das günstigste Fleisch kaufen wollen, sondern sich bewusst gegen die Massentierhaltung entscheiden und dementsprechend leben wollen, interessant.
Obwohl eigentlich jeder weiß, dass Massentierhaltung schlecht ist, greift ein Großteil der Menschen zum billigen Fleisch, ohne zu hinterfragen wie das jetzt eigentlich genau mit der Massentierhaltung ist. Bücher wie „Tiere essen“ und „Anständig essen: Ein Selbstversuch“ sind genau das Richtige für Menschen, die sich trauen, sich mit den schlimmen Zuständen auseinandersetzen und für Menschen, die dazu bereit sind, ihr bisherige Konsumverhalten noch mal gründlich zu überdenken. Leicht ist das nicht, aber mit diesen Büchern wird einem die Entscheidung denkbar leicht gemacht.

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