» » Make-up und die Geschichte dahinter
eyeliner kajal 04. Juli 2014 0

Make Up

Die Bemalung des Gesichts, was das Auflegen eines Make-ups letztlich ist, hat eine lange Geschichte und ist ebenso alt wie es Menschen gibt. Wird in der heutigen Zeit das Make-up zum Verschönern und Betonen bestimmter Gesichtspartien genutzt, diente es zuvor eher besonderen Ritualen wie zum Beispiel einem Fruchtbarkeitskult oder dem Gefühl der Zusammengehörigkeit. Zu den meisten Ritualen wurde nicht nur das Gesicht bemalt, sondern auch der Körper verziert, was in ähnlicher Weise heute per Bodypainting, Tattoo oder Henna-Bemalung geschieht.

Die frühen Jahre des Make-ups

Bereits in der Antike bei den Ägyptern wurde das Gesicht bemalt wie zum Beispiel das Auftragen von Rouge auf den Wangen und auch auf den Lippen, die farblich hervorgehoben wurden. Im Gegenzug schützten die Ägypterinnen ihre Haut mithilfe von Ölen und Salben vor zu starker PinselSonneneinstrahlung. Die Augenbemalung war besonders beliebt und wurde extra betont. Sie diente als Sinnbild des Sonnengottes Ra. Nachdem die Römer Griechenland erobert hatten, trugen auch sie Make-up. Ab dem Mittelalter kam der weltweite Durchbruch der Gesichtsbemalung per Make-up zu allen Völkern durch. Seinerzeit galt ein blass geschminkter Teint als besonderes Schönheitsideal, woher der Ausdruck „vornehme Blässe“ herrührt. Denn nur die gehobene Gesellschaft hatte die Möglichkeit sich durch entsprechendes Make-up eine Blässe herbeizuzaubern. Dies hatte allerdings den Nachteil, dass die Blässe mit Schlämmkreide, Eiweiß und Essig hergestellt wurde und somit gesundheitliche Probleme vorprogrammiert waren.

Ein neuer Körperkult wird zum Schönheitsideal der Frau

Mit Kaiserin „Sisi“ von Österreich erhielt der Begriff der Schönheit eine neue Bedeutung. Denn sie liebte den leidenschaftlichen Haarpflege- und Körperkult. Zur Zeit der Jahrhundertwende war das Ideal der Schönheit wiederum ein zarter, fast durchscheinender Teint. Sodann begann die Benutzung von Schminkprodukten. Fältchen, Hautunreinheiten und Narben wurden in die Hautpflege mit einbezogen. Die Grundsteine für die Kosmetikkonzerne wie Helena Rubenstein und Elisabeth Arden wurden gelegt. Ab Mitte des 19. Jahrhundert werden Make-up-Produkte unter der Berücksichtigung sämtlicher möglicher Gesundheitsfolgen hergestellt.

Die neuen Schönheitsideale der Neuzeit

Neue Trends wurden mit den 20er Jahren gesetzt. Laszive, dunkel geschminkte Augen mit dünnen und rundgeschminkten Dauerhaft frisches Make UpAugenbrauen gelten nunmehr als schön. In den 40er Jahren, die Zeit des Krieges, rückten die Beine in den Vordergrund. Seidenstrümpfe waren plötzlich Mangelware, so schminkten die Frauen ihre Beine in einer Strumpffarbe, sogar die Naht wurde rückseitig aufgemalt. In den 50er Jahren galt der Glamour von Marilyn Monroe als begehrenswert. Roter Schmollmund, Eyliner mit Schwalbenschwanz auf den Lidern und Lidschatten à la Hollywood-Blau gaben das Ideal vor. Die 70er Jahre waren wiederum geprägt von dünn gezupften Augenbrauen und starken Farbschattierungen, die stark propagierten. Im Anschluss daran kam die Punk-Kultur, die Zeiten von Dallas und Denver-Clan und die 80er Jahre, deren Ideale mit dick aufgetragten Make-up, zu dunklen Foundations und grellen Lidschatten waren. Erst in den 90er Jahren ging es „zurück zur Natur“, der noch heute Gültigkeit hat. Obgleich ganz neue Trends auch wieder auf bunte und grelle Make-up Farben verweisen. Doch steht dieser Trend nicht wie in den 80er Jahren alleine dar, sondern neben dem Trend des Nude Looks.
Auf den Spuren des Make-ups kommen verschiedene Trends der jeweiligen Zeiten zum Vorschein. Doch seit jeher schminken sich Frauen, um sich attraktiver zu fühlen, was letztlich auch zum besseren Selbstwertgefühl beiträgt. Sofern darauf geachtet wird, dass der Look und das Make-up zum Typ Frau passt sowie zur Situation, ist der Style perfekt. Mit Make-up lassen sich Hautunreinheiten oder Augenschatten kaschieren und bestimmte Gesichtspartien hervorheben.

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