» » Mädchenkram: Bunte Bänder in den Haaren
haare kurz geschnitten 04. Juli 2014 0

Haare

Man findet es auf jedem Jahrmarkt, bei Kinderfesten und als Angebot von Indoor-Spielplätzen: Mädchen können sich bunte Fäden und Bänder ins lange Haar flechten lassen. Eine kurze Anleitung, einen Ausflug in die Geschichte der bunten Strähnen und eine Pflegeanleitung gibt es hier.

Hair Wraps, Indianerzöpfe, Freundschaftsbändchen – alles gleich?

In den 1990er Jahren hatte jedes Mädchen irgendwann einmal bunte Fäden in den Haaren. Sie wurden Indianerzöpfe genannt, Hair Wraps oder schlicht Bändchen. Ums Handgelenk getragen, nannte man sie Freundschaftsbändchen, und irgendwie verbreiten sie heute noch so ein Gefühl von Mädchenpower, guten Freunden und Wolfgang Petri. Die bunten Bänder in den Haaren kommen aus der Kultur der Ureinwohner Amerikas. Diese Menschen schätzen langes Haar als magisch, als Verbindung zur Erde, und dementsprechend wird es gepflegt und in ordentlichen Zöpfen getragen – und geschmückt. Bunte Fäden, Perlen, Federn und Tierhaar wird eingeflochen, um die Wertschätzung gegenüber dem eigenen langen Haar anzudeuten, und natürlich als offensichtlicher Schmuck. Die verschiedenen Techniken, die bunten Fäden und Bänder ins Haar zu bringen, sind nach und nach auch in Europa bekannt geworden, und heute kennt jedes Mädchen die im Englischen als Hair Wraps („Haarumwicklung“) bezeichneten Zöpfchen. Natürlich kann man die auch ohne Haar in der Mitte herstellen und als Freundschaftsbändchen ums Handgelenk tragen.

Perlgarn, eine geschickte Freundin und viel Geduld

Bunte kinderzoepfe… mehr braucht man eigentlich nicht, um Indianerzöpfe zu zaubern. Es ist eigentlich ganz einfach. Perlgarn, ein fusselfreies, glattes und relativ dünnes Garn aus dem Handarbeitsfachgeschäft, sollte in wenigstens drei Farben vorhanden sein. Das wird auf die dreifache Länge der Haare (je Farbe zwei Stränge) zugeschnitten und am Haaransatz an einer dünnen Strähne verknotet. Jetzt nehmt Ihr Euch eine Farbe heraus und fangt an, den Faden ganz eng und lückenlos vom Knoten ausgehend um die Haarsträhne und die übrigen Fäden zu wickeln. Nach ein oder zwei Zentimetern kommt die nächste Farbe dran. Ihr könnt auch zwei Farben gleichzeitig nehmen und spiralig wickeln, oder ihr legt eine Farbe um das Haar und lasst die beiden Fäden einer anderen Farben kreuzförmig darüberlaufen. Es gibt viele verschiedene Muster, und das Internet ist voller Anleitungen. Wenn Ihr die Strähne bis zum Ende in den Haarspitzen umwickelt habt, verknotet Ihr die Fäden und schneidet das, was übrig ist, ab. Den Knoten könnt Ihr mit einer aufgezogenen Perle, einem Schmuckknoten oder einem schönen dünnen Haargummi verstecken.

Einfach schamponieren, trocknen und genießen

Indianerzöpfe sind haltbar – wenigstens zwei Wochen, aber unter Umständen bis zu drei Monaten können die bunten Fäden im Haar bleiben. Wichtig ist, dass sie fest gewickelt werden, weil sie sich sonst dank Haargummis und Spangen leicht herausziehen. Ihr solltet darauf achten, dass sich die Strähnen nicht in Kamm oder Bürste verfangen. Beim Haarewaschen gibt es keine Probleme: Perlgarn verträgt Wasser in Körpertemperatur und Shampoo sehr gut, und auch den Fön überleben die Strähnen. Schwimmen gehen ist ebenfalls kein Problem. Lediglich mit Pflegespülung und Haarkuren, Haarspray, Gel und Schaum solltet Ihr sehr sparsam sein. Die Pflegemittel setzen sich zwischen den Stofffasern der Fäden fest und verkleben Fäden und Haare, was nicht nur unhygienisch, sondern auch recht unansehnlich ist.
Indianerzöpfe oder Hair Wraps sind bei allen Mädchen recht beliebt. Für Drei- bis Fünfjährige ist das ein riesiger Spaß am Kindergeburtstag oder einfach mal so, der von großen Geschwistern, Tanten und Müttern recht einfach geleistet werden kann. Die bunten Zöpfchen sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch pflegeleicht und haltbar bei niedrigen Materialkosten. Dem Haar schaden sie nicht.

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