» » Luna-Yoga – auf sanfte Art zum Wunschkind
22. September 2013 0

Fitness


„Stress“ ist ein geflügeltes Wort unserer Zeit. Fast ist es schon Mode, keinen Moment der Ruhe für sich zu haben. Immer unter Druck zu stehen bedeutet, erfolgreich und begehrt zu sein, ja, nahezu unersetzlich. Dass dieser Stress negative Folgen hat, ist kein Geheimnis. Herz-Kreislauferkrankungen und psychische Störungen nehmen rasend schnell zu. Doch auch der weibliche Zyklus leidet unter dem Dauerfeuer aus Beruf und Terminhetze. Zyklusstörungen bis hin zur ungewollten Kinderlosigkeit sind die Folge. Sind keine körperlichen Ursachen feststellbar, helfen alternative Heilmethoden so manches Mal dem Ei auf die Sprünge. Eine dieser Methoden ist Luna-Yoga, das zwar Elemente aus der klassischen Yogalehre beeinhaltet, seinen Ursprung aber in Israel und Deutschland hat.

Was steckt hinter Luna-Yoga?

Brust OperationLuna-Yoga ist der ganzheitliche Ansatz, den weiblichen Körper in Einklang zu bringen und das hormonelle Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Anfänge gehen zurück auf die israelische Physiotherapeutin Aviva Steiner, die Mitte der 70er Jahre ein Übungssystem entwickelte, das auf den Zyklus und die Fruchtbarkeit der Frau Einfluss nehmen sollte. Von der Wirksamkeit dieser Übungen überrascht, führte die deutsche Journalistin und Yogalehrerin Adelheid Ohlig das System fort und ergänzte es um Fruchtbarkeitstänze verschiedener Kulturen und Atem- bzw. Entspannungsübungen. Unterstützt werden die Übungen durch Teemischungen unterschiedlicher Heilpflanzen sowie Badezusätze.
Die Wortschöpfung „Luna-Yoga“ verweist auf den Mond, der von altersher die Verkörperung alles Weiblichen darstellt und den Lebenszyklus abbildet. Luna-Yoga soll die Wahrnehmung für den eigenen Körper schärfen und sonst unbewusst ablaufende Vorgänge steuerbar machen. Zudem regt es die Selbstheilungskräfte an. Aber nicht nur Frauen profitieren vom Luna-Yoga. Bei Männern kann das regelmäßige Praktizieren der Übungen die Spermienqualität verbessern.

Ab auf die Matte

Wo Yoga drauf steht, wird auch Yoga drin sein. Und so baut auch das Programm des Luna-Yoga auf sogenannteyoga-matte-bean-produkte Spürübungen aus dem klassischen Hatha-Yoga. Die Übungen führen zu einer verbesserten Durchblutung der Bauch- und Sexualorgane. Außerdem wird durch die teils extremen Dehnübungen die Rückenmuskulatur entspannt, was auch zu einer Lösung von schmerzhaften Nervenblockaden führen kann. Langsam ausgeführte Sequenzen, unterstützt durch den eigenen Atemrhythmus, lassen eine „Neueroberung“ des eigenen Körpers zu. Die Übungen werden in Rückenlage, im Sitzen, in der Bauchlage und im Vier-Füßler-Stand ausgeführt. Sie begleiten die Entspannung des gesamten Körpers und bringen Energie für den Tag. Außerdem stabilisieren die Übungen die Beckenbodenmuskulatur und regen die Bauchorgane und Drüsen an.

Und immer schön Atmen

Die Entspannung steht im Vordergrund der Atemübungen. Der eigene Atem soll nicht dauerhaft kontrolliert, sondern phasenweisen bewusst wahrgenommen werden. Jede Übungseinheit beginnt daher zunächst mit einer Entspannungsphase, die das aktuelle Körpergefühl fokussiert. Anschließend erfolgen die Atemübungen, auch Pranayama genannt. Das Zulassen der Bauchatmung und Erspüren der bei der Atmung beanspruchten Muskeln sorgen für eine verbesserte Wahrnehmung der inneren Organe. In Kombination mit Akupressur-Massagen steht der absoluten Entspannung nichts mehr im Wege.

Ab auf die Tanzfläche

Genug entspannt? Dann darf getanzt werden. Das wahrscheinlich extravaganteste Element des Luna-Yoga sind wohl8 Wochen Paartanz-Flat für Zwei die Fruchtbarkeitstänze. Ob allein oder mit dem Partner durchgeführt, sollen diese Tänze zum einen den Sauerstoff- und Nährstoffverbrauch ankurbeln, zum anderen soll die Konzentration auf die Sexualorgane durch das fast ekstatische Tanzen gestärkt werden. Da den Fruchtbarkeitstänzen eine hohe Wirksamkeit nachgesagt wird, werden diese nur zu bestimmten Daten im Zyklus und nur wenige Tage hintereinander abgehalten.

Alles im Lot

Yoga gilt allgemein als der Entspannungshit schlechthin. Teilweise wissenschaftlich erforscht, bezuschussen auch Krankenkassen Yoga-Kurse. Ob Luna-Yoga tatsächlich die versprochenen Effekte in Bezug auf die Fruchtbarkeit erbringen kann, ist hingegen nicht valide nachgewiesen worden. Fakt ist jedoch: entspannt liebt es sich leichter. Wie für alle anderen Formen des Yoga gilt auch hier, dass das erste Training unter der Anleitung einer erfahrenen Yoga-Lehrerin stattfinden sollte. Ob man die Tänze zu Rate zieht, ist wahrscheinlich eher eine Frage des Glaubens…aber der versetzt ja bekanntlich auch Berge.

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