» » Lipödeme - Schluss mit krankhaften Fettpolstern
kurvige Frau 12. September 2014 0

Schönheitschirurgie

Ein Lipödem – umgangssprachlich auch „Reiterhose“ genannt – besteht aus einer starken Ansammlung krankhaft veränderten Fetts. Das Lipödem darf keinesfalls mit Übergewicht oder gar Adipositas verwechselt werden, auch wenn beide Krankheitsbilder häufig zusammen auftreten. Lipödeme sind weder durch Diäten noch durch Sport weg zu bekommen, sondern müssen stets entweder operativ und/ oder physiotherapeutisch behandelt werden. Ein unbehandeltes Lipödem wird sich immer weiter ausbreiten, manchmal entwickelt sich sogar eine Elefantiasis daraus, d.h. ein oder mehrere Körperteile vergrößern sich auf abnorme Weise.

Lipödem – an wen muss ich mich wenden?

Wenn Sie den Verdacht haben, von einem Lipödem betroffen zu sein, sollten Sie sich an einen Phlebologen und gegebenenfalls an einen Lymphologen wenden. Letzteres ist notwendig, um ein Lymphödem – das ähnliche Auswirkungen wie ein Lipödem hat – zu diagnostizieren bzw. auszuschließen. Bei den genannten Fachleuten handelt es sich um Fachärzte mit einer speziellen Ausbildung. Die Ursache für die Entstehung von Lipödemen ist unbekannt, Therapiemaßnahmen schlagen jedoch in der Regel gut an. Damit eine geeignete Therapie begonnen Lipoedeme Behandlungwerden kann, muss allerdings zunächst einmal eine korrekte Diagnose gestellt werden. Viele Frauen leiden jahrelang unter Lipödemen, ohne dass ein Arzt erkennt, worum es sich tatsächlich handelt. Statt der korrekten Diagnose wird die betroffene Patientin oft als adipös bzw. übergewichtig abgestempelt und mit der Empfehlung nach Hause geschickt, gesünder zu essen und Sport zu treiben. Dies hilft jedoch bekanntlich nicht bei einem Lipödem. Wenn auch Sie hartnäckige Fettablagerungen vor allem an den Beinen, Hüften, am Bauch und am Gesäß haben, die jeder Diät beharrlich trotzen und zudem stetig weiter wachsen zu scheinen, dann könnte es sich um ein solches Lipödem handeln. Ein weiteres Merkmal ist übrigens die erhöhte Druck- und Schmerzempfindlichkeit der betroffenen Körperteile. Hegen Sie einen derartigen Verdacht, fragen Sie schnellstmöglich einen auf Lipödeme spezialisierten Facharzt.

Therapie von Lipödemen

Lipödeme können auf verschiedene Weise therapiert werden, vor allem eine Kombinationstherapie zeigt meist gute Erfolge. Die klassische Therapie von Lipödemen besteht vor allem aus dem Tragen von Kompressionsstrümpfen und Lymphdrainagen. Dazu kommt eine Bandagierung mit Kurzzugbinden. da die Therapie recht zeitaufwändig ist, empfehlen Fachleute für die Zeit der Behandlung eine Lipödeme FettabsaugungUnterbringung in einer Fachklinik sowie einen anschließenden Reha-Aufenthalt. Die physikalische Therapie – also das gelegentliche Tragen von Kompressionsstrümpfen sowie die speziellen Massagen – muss lebenslang in vermindertem Umfang betrieben werden, da sonst eine Rückkehr der Lipödeme zu befürchten ist. Als Ergänzung zur physikalischen Therapie ist auch eine operative Entfernung der Lipödeme mittels einer Fettabsaugung möglich. Allerdings sollte die Operation nur zusätzlich zur klassischen Therapie durchgeführt werden und niemals als alleinige Therapie – die Fettabsaugung entfernt zwar die unschönen Fettpolster und verschafft der Patientin wieder eine harmonische Körperform, kann jedoch das Ödem an sich nicht beseitigen. Studien haben gezeigt, dass eine Kombinationstherapie aus Fettabsaugung und physikalischer Therapie die besten Ergebnisse bringt und die Patientinnen von ihrem oft erheblichen psychischen wie körperlichen Leidensdruck befreit. Bestenfalls wenden sich betroffene Frauen an einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, der sich zudem auf Lipödeme spezialisiert hat. Nur ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie verfügt über die notwendige Erfahrung, um ein solches Krankheitsbild zufriedenstellend behandeln zu können. Handelt es sich jedoch um einen „Schönheitschirurgen“ oder einen „plastischen Chirurgen“, so steckt in der Regel ein Arzt mit anderer Fachrichtung dahinter, der bestenfalls eine Zusatzausbildung absolviert hat.

Lipödeme erfolgreich behandeln

Lipödeme sehen nicht nur unschön aus, sie sorgen auch dafür, dass viele Betroffene handfeste psychische Leiden entwickeln – bis hin zu schweren Depressionen. Das Krankheitsbild ist bei vielen Ärzten immer noch unbekannt, obwohl das Lipödem erstmals bereits in den 1930er Jahren beschrieben wurde und zudem recht häufig vorkommt. Die aus der Fehldiagnose heraus verschriebenen Therapien sind dann nicht nur unwirksam, sondern sorgen zudem für einen noch höheren Leidensdruck. Wenden Sie sich lieber gleich an einen spezialisierten Facharzt.

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