» » Kneipp-Kur – Althergebrachtes neu entdecken
Thermaltherapie 11. Januar 2014 0

Gesundheit


Die Kneipp-Kur, auch als Kneipp-Medizin bezeichnet, geht auf den Pfarrer Sebastian Kneipp zurück. Dieser erkrankte Mitte des 19. Jahrhunderts an der Tuberkulose, einer damals weit verbreiteten und gefürchteten Lungenkrankheit. Durch Zufall las Kneipp in einem Buch von der heilenden Wirkung des Wassers und ging seitdem regelmäßig in der kalten Donau baden. Tatsächlich wurde Kneipp wieder gesund. In den folgenden Jahren entwickelte Sebastian Kneipp eine Lebensweise, die nicht nur den kranken Körper heilen, sondern vor allem gesunde Körper abhärten und vor Krankheiten schützen sollte. In den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, feiert die Kneipp-Kur mittlerweile ein Revival. In Zusammenhang mit der wachsenden Beliebtheit von Naturheilverfahren sowie von Wellnessanwendungen gewinnt auch die kneippsche Medizin wieder an Bedeutung.

Die Säulen der Kneipp-Medizin

Entspannen SchwimmenBekannt ist die Kneipp-Kur vor allem durch das Wassertreten, wobei die Anwenderin durch wadentiefes kaltes Wasser watet. Diese Kur regt die Durchblutung in den Beinen und schließlich auch im ganzen Körper an, ja kann sogar lindernd bei einer Neigung zu Krampfadern wirken. Doch die als Hydrotherapie bekannte Wasserkur stellt nur einen Teil der Kneipp-Kur dar. Andere Säulen sind etwa

  • die Ernährung
  • die Bewegungstherapie
  • die Wirkung bestimmter Heilpflanzen.

Hinsichtlich der Ernährung setzt Kneipp auf eine abwechslungsreiche Vollwertkost, die aus frischen und unbehandelten Lebensmitteln besteht. Zudem werden Vollkornprodukte bevorzugt. Diese Art der Ernährung sorgt dafür, dass der Stoffwechsel angeregt wird, der Mensch alle wichtigen Nährstoffe erhält und zudem ein gesundes Körpergewicht halten kann. Kneipp war ein großer Befürworter von Bewegung, die vor allem barfuß ausgeübt werden sollte. Das Barfußgehen härtet den Körper ab und regt die Durchblutung an. Als Maßnahme gegen Erkältungskrankheiten empfahl Kneipp das Barfußgehen durch kaltes Wasser, taufeuchte Wiesen oder auch durch Schnee. Bei Krankheiten werden die bekannten Wirkungsweisen von Heilpflanzen (z.B. Kamille, Schafgarbe, Fenchel etc.) genutzt. So helfen etwa Kamilledampfbäder gegen Erkältungskrankheiten. Alles in allem ist die Kneipp-Medizin keine Medizin im eigentlichen Sinne, sondern eine Lebensweise, die den Körper vor Krankheiten schützen soll. Als Wellnessanwendung eignet sich die Kneipp-Kur hervorragend, um im Urlaub tatsächlich einmal etwa für die eigene Gesundheit zu tun und einige Anregungen für den Alltag mit nach Hause zu nehmen. So lassen sich viele Prinzipien der Kneipp-Kur auch zu Hause problemlos übernehmen.

Wo kann ich eine Kneipp-Kur buchen?

Richtige Kneippkuren können vor allem in Kneippkurorten erlebt werden. Diese Bezeichnung wird nur an Ortschaften vergeben, in denen die Kneipp-Medizin – allen aqua spavoran die Wasserkur – durchgeführt werden kann. Da eine Kneipp-Kur eine sehr ganzheitlich angelegte Sache ist, sind Kurgäste gut beraten, sich in erfahrene Hände zu begeben. Insgesamt gibt es über 50 Kneipp-Kurorte und -Heilbäder in Deutschland. Auch in den Nachbarländern, etwa in Österreich und der Schweiz, aber auch in Lichtenstein, sind derartige Kurorte zu finden. Alle diese Orte haben gemeinsam, dass sie sämtliche natürliche Ressourcen besitzen, die für eine richtige Kneipp-Kur wichtig sind. In Göhren auf der Ostseeinsel Rügen lässt es sich wunderbar kneippen, ebenso wie in den bayrischen Alpen oder im beschaulichen Niedersachsen. Entdecken auch Sie die belebende Wirkung des Wassers ganz neu und finden Sie in beschaulicher natürlicher Umgebung zu neuer Ruhe und Kraft.

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