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Buchweizen 13. August 2014 0

Gesundheit


Armer reicher Buchweizen

Buchweizen kam etwa im 14. Jahrhundert aus Asien zu uns. Allerdings ist es kein Weizen, wie der Name es uns suggeriert, sondern ein einjähriges Knöterichgewächs und zählt zu den Pseudogetreiden. Die Pflanze gewann zunehmend an Beliebtheit, besonders in den nördlichen Regionen Deutschlands und lieferte den Menschen wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Heute hat er seinen festen Platz in der Vollwert- und Diätküche gefunden. Er enthält kein Gluten und ist deshalb bei Zöliakie-Patienten sehr geschätzt. Doch wie wird er in der Küche verarbeitet und welche Wirkstoffe enthält er noch?

Heilen mit Buchweizen

BuchweizenKeine andere Bodenfrucht ist so reich an Rutin wie Buchweizen. Dieses Flavonoid schützt die Gefäßzellen in unserem Adersystem. Es dichtet die Gefäße ab, stoppt Blutungen (Besenreisern, Hämorrhoiden), wirkt vorbeugend bei Venenbeschwerden und Krampfadern. Rutin festigt und kräftigt die feinen Blutgefäße in unserem Bindegewebe und schützt ebenso gegen Bakterien.
Das im Buchweizen enthaltene Rutin kämpft auch gegen rheumatische Erkrankungen und Arthritis an und hilft bei Impotenz, Libidomangel, Entzündungen aller Art und Zahnfleisch- und Nasenbluten. Das getreideähnliche Knöterichgewächs stärkt das Immunsystem und wirkt kreislaufregulierend.

Buchweizen und seine Verwendung in der Küche

Buchweizen ist ein stark basiches Lebensmittel und eignet sich damit zum Entsäuern unseres Körpers. Zudem enthalten 100 Gramm des Lebensmittels nur 350 Kalorien. Er ist ein wichtiger Vitamin-B Lieferant und enthält Kalzium, Phosphate, Kalium und hochwertige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Buchweizen findet sich in den gut sortierten Regalen von Naturkostläden, Bioläden oder im Reformhaus. Er wird als ganzes geschältes Korn, in Form von Grütze, Flocken, Tee, Schrot oder Mehl angeboten. Ebenso ist es eine leckere Zutat im Müsli.
Für den menschlichen Verzehr werden zunächst die Samen von ihrer äußeren Hülle befreit. Weiterverarbeitet werden sie zu Knödeln, herzhaften Suppen und Bratlingen, zu schmackhaften Brei, Buchweizen ist gesundzu Blini – einer russischen Pfannkuchenart – oder als japanische Soba-Nudeln. Am bekanntesten sind die dünnen Pfannkuchen oder Crepes. Buchweizen verleiht den Gerichten einen herzhaften und nussartigen Geschmack. Er läßt sich mit süßen Zutaten wie Obst, Honig oder Zucker verarbeiten genauso wie mit scharfen oder pikanten Kräutergewürzen und ist sehr gut als Beilage zu Gemüsegerichten geeignet.
Positiv daran ist, dass das Gericht ebenso schnell zubereiten werden kann wie Reis.
Auch die gekeimten Samen sind dank der Inhaltsstoffe ausserdem ein bequemes Superfood für die gesunde und schnelle Küche. Die Keimlinge sind reich an Enzymen, Vitalstoffen, Proteinen und hochwertigen Mineralien. Sie sind ideale Begleiter zu Salaten und in Suppen, zu Gemüsegerichten oder als basische Kleinigkeit zum naschen für zwischendurch.
Der Tee aus den getrockneten Blüten und Blättern hat gegen Venenleiden und Krampfadern eine hohe gesundheitliche Wirkung.
Buchweizen gilt ausserdem als ein perfektes Lebensmittel für Diabetiker und für Menschen, die auf Ihre Blutzuckerwerte achten müssen. Zudem liefert die sommerliche Knöterichpflanze grosse Mengen an Lezithin. Dieses hilft bei der Regulierung des Cholesterinspiegels.
Wer Probleme mit dem Blutdruck hat, sollte allerdings nicht jeden Tag ein Gericht mit Buchweizen verzehren.
Extratipp: Buchweizen aus einem russischen Geschäft schmeckt besser und kann sofort gekocht werden. Deutscher Buchweizen hingegen sollte erst in einer trockenen Pfanne ohne Fett angeröstet werden und anschließend nicht zu lange kochen.

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