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Färben 25. März 2014 0

Haare


Der Trend geht zurück zur Natur – Haare färben ohne schädliche Chemie

Im Zuge des Öko-Booms der letzten Jahre geht auch beim Haarefärben der Trend zu natürlichen Haarfärbemitteln. Anstatt auf aggressive, die Struktur der Haare massiv schädigende Produkte aus dem Chemielabor setzen immer mehr Verbraucherinnen auf Pflanzenhaarfarben bzw. sogar selbst angerührte Mittel.

Vorsicht bei Neigung zu allergischen Reaktionen

HaarfarbenSchon seit tausenden von Jahren färben sich die Menschen die Haare. Die Methoden allerdings gehörten nicht immer zu den gesündesten: So haben sich beispielsweise die alten Römer die Haare mit Essig ausgespült und anschließend mit einem Bleikamm gekämmt. Ergo waren Bleivergiftungen nach einer solchen Behandlung nicht selten… gesundheitsschädlich sind aber auch viele moderne Haarfärbemittel aus dem Labor. Die darin enthaltenen chemischen Stoffe (u.a. Ammoniak, Natriumsulfit, Phenylendiamin etc.) können Allergien auslösen, Ekzeme verursachen oder stehen sogar in Verdacht, krebsauslösend zu sein.

Schädigung der Haarstruktur

Zwar müssen die genannten Nachteile nicht zwangsläufig eintreten, nichtsdestotrotz sind Haarfarben aus dem Chemielabor de facto schädlich für die Haare. Die Hornschicht wird beim Färben aufgeweicht, damit die neue Haarfarbe eindringen kann. In der Folge ist die Mähne rau und stumpf. Erst der Einsatz von vielen Pflegemitteln – die zum Teil schon in der Farbe integriert sind – verhindert glanzloses Haar. Auch sollte die Haarfarbe lieber nicht mit der Haut und auf gar keinen Fall mit den Augen in Kontakt kommen – massive Schädigungen können eintreten. Kommt etwas von der Chemiefarbe in die Augen, sollte man lieber gleich zum Augenarzt!

Alternativen aus der Natur

Glücklicherweise gibt es jedoch sehr gute Alternativen zu den chemischen Mitteln. Pflanzenhaarfarben sind mittlerweile nicht mehr nur im Reformhaus zu finden, sondern auch bei jeder normalen Drogeriekette. Pflanzenfarben schädigen das Haar nicht, im Gegenteil: Sie haben sogar eine pflegende Wirkung. Das bekannteste pflanzliche Färbemittel ist Henna, das aus den Blättern des Hennastrauches gewonnen wird. Bekannt ist, dass Henna die Haare leuchtend rot färben kann, weniger bekannt, dass mit diesem Mittel auch viele Brauntöne und sogar schwarz gefärbt werden kann. Beim Kauf von Pflanzenfarbe gilt es jedoch aufzupassen, wie die Zeitschrift Ökotest zu berichten weiß. Dass Henna einen guten Ruf genießt und Verbraucher bei dem Wort „Öko“ immer positive Assoziationen haben, nutzen manche Firmen weidlich aus. Dann steht groß „Henna“ auf der Packung, obwohl eine schnöde chemische Haarfarbe mit geringem Henna-Anteil drin ist – ein klarer Fall von versuchter Verbraucher-Täuschung. Das kann man jedoch umgehen, wenn die Packungen vor dem Kauf genau in Augenschein genommen werden: Was ist drin? Was kann ich damit bewirken? Denn auch wenn es Pflanzenhaarfarbe in verschiedenen Blond-, Braun-, Rot- und Schwarztönen gibt: Es lassen sich damit leider keine gravierenden Veränderungen bewirken. Mit Pflanzenhaarfarbe wird aus einer Schwarzhaarigen keine Blondine, solche Schritte bewerkstelligen tatsächlich nur die chemischen Farben. Das Haar jedoch um einige Nuancen aufhellen oder verdunkeln, ist auch mit Pflanzenfarbe sehr gut möglich. Zudem eignen sich die handelsüblichen Naturprodukte hervorragend, um graue Haare abzudecken und dabei der eigenen Naturhaarfarbe möglichst dicht zu kommen.

Haarfarbe selbst anrühren

Henna für die HaareExperimentierfreunde können sich ihre natürlichen Haarfärbemittel auch selbst anrühren, die Zutaten dafür finden sich in jeder normalen Küche. So lässt sich das Haar prima mit einem Kamillensud aufhellen, da der in den Blüten der Pflanze enthaltene Farbstoff Apigenin eine Gelbfärbung bewirkt. Für einen solchen Sud werden zwei kräftige Händevoll Kamillenblüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Die Blüten verbleiben so lange im Wasser, bis dieses abgekühlt ist, anschließend werden sie abgeseiht und mit einem Spritzer Zitrone und einem Eigelb vermengt. Brauntöne bekommt man mit Walnusspulver, das ebenfalls mit heißem Wasser übergossen, nach dem Abkühlen aber mit Olivenöl und Zitrone vermengt wird. Nach dem Haarewaschen werden die Haare mit dem gewünschten Sud gespült.

Die Chemie macht’s nicht immer

Pflanzenhaarfarbe hat keine schädlichen Nebenwirkungen und pflegt das Haar schon beim Färben. Wer jedoch eine grundlegende Typveränderung wünscht, muss weiterhin zu chemischen Farben greifen. Mit Pflanzenfarben sind lediglich Veränderungen von einigen Nuancen möglich.

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