» » Gesundheitsrisiken bei Tätowierungen
22. September 2013 0

Tattoo

Tattoos werden immer beliebter. Jeder zehnte in Deutschland ist mittlerweile tätowiert. Doch welche Gesundheitsrisiken der Körperschmuck auf Lebenszeit mit sich bringen kann, ist den Wenigsten bewusst.

Gesundheitsrisiken aufgrund Hygienemängel

Die Wahl des richtigen Tattoostudios ist essentiell, um Gefahren für die Gesundheit wie HIV – Infektionen, Hepatits C, Tetanus oder andere Infektionskrankheiten aufgrund von Hygienemangel zu vermeiden. Daher ist es wichtig, sich nur Tattoos in Studios stechen zu lassen, welche die strengen Hygienevorschriften einhalten und dies auch nachweisen können.
Auch die sorgfältige Reinigung und Pflege der Tätowierung ist wichtig, um Wundinfektionen zu vermeiden. Auch kann eine Abstoßungsreaktion des Körpers aufgrund einer Abwehr gegen die körperfremden Stoffe auftreten.

Gesundheitsrisiken aufgrund körperlicher Gegebenheiten

Besondere Vorsicht ist für Diabetiker und Menschen welche an der Bluterkrankheit leiden geboten. Bei Letzteren ist die Blutgerinnung aufgrund einer genetischen Veranlagung gestört, sodass offene Wunden mit einem hohen Blutverlust verbunden sind und schlecht verheilen. Da bei einem Tattoo mit den Nadeln viele kleine Stiche zugefügt werden, ist das Vorhaben einer Tätowierung dringend mit einem Arzt abzusprechen.
Des Weiteren dürfen Menschen mit einer Tätowierung innerhalb des ersten Jahres kein Blut spenden, da dessen Verunreinigung durch die Farbpigmente oder aufgrund von Infektionserregern nicht ausgeschlossen werden kann.

Gesundheitsrisiken aufgrund gefährlicher Tätowierungsfarben

Das größte gesundheitliche Risiko stellen die Tattoofarben dar.

So können allergischen Reaktionen auf bestimmte Farbstoffe auftreten, welche unter Umständen mit Narbenbildungen, Hautveränderungen sowie Geschwür – oder Gewebeneubildungen sowie Entzündungen verbunden sind. Zudem können bestimmte Inhaltsstoffe der Tattoofarben unter Umständen krebserregend sein.
Medizinisch belegt ist die Tatsache, dass sich die Farbpigmente nicht nur in der eingestochenen Stelle festsetzen, sondern sich im ganzen Körper verteilen. So wurde eine Verfärbung der Lymphknoten bei Tattooträgern festgestellt. Über weitere Folgen liegen bisher keine aussagekräftigen Ergebnisse vor, jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Organe oder andere innere Körperteile betroffen sind.
Besondere Vorsicht ist bei Tattoostudios geboten, welche ihre Farben aus dem Ausland beziehen. Mit der Tätowiermittel – Verordnung wurde die Verwendung von Farben mit bestimmten Inhaltsstoffen zwar untersagt, dennoch müssen sich Farben aus dem Ausland diesen Kontrollen nicht unterziehen. So können derartige Farben auch Inhaltsstoffe enthalten, welche eigentlich für die Lackierung von Autoreifen oder aus Ruß hergestellt wurden.
Zwar gibt es immer noch keine Positivliste für ungefährliche Tätowierfarben beziehungsweise deren Bestandteile, welche kein Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen, jedoch werden vereinzelte Farben mit einem Prüfzertifikat ausgezeichnet. Voraussetzung ist, dass diese Tätowierungsfarben sich als medizinisch unbedenklich erwiesen haben, und entsprechend getestet wurden. Mittlerweile verwenden immer mehr seriöse Tattoostudios ausschließlich diese zertifizierten Farben und können dies auf Nachfrage entsprechend belegen.

Gesundheitsrisiken bei medizinischen Untersuchungen

Bei medizinischen Untersuchungen, wie beispielsweise mit einem MRT, ist die Gefahr einer Verbrennung bei Tätowierungen mit metallhaltigen Farben umstritten. Einige Ärzte lehnen es daher grundsätzlich ab, Menschen mit einer solchen Tätowierung mittels dieser Untersuchungsmethoden zu behandeln. Dies kann insbesondere beim Verdacht auf eine Krebserkrankung zur Diagnosesicherung für den Patienten von Nachteil sein.
Auch bei Untersuchungen am Rückenmark stellt sich ein Tattoo an dieser Stelle als Gesundheitsrisiko dar, da nicht eingeschätzt werden kann, welche Folgen das Einstechen einer Nadel in diese gefährliche Region und das Eindringen von Farbpigmenten für das Nervensystem für Folgen hat.

Gesundheitsrisiken aufgrund seelischer Belastung

Neben körperlichen Reaktionen nach einer Tätowierung wie Schwindel oder Fieber kann eine Unzufriedenheit mit dem Ergebnis auch psychische Folgen haben. Dies kann sowohl das Motiv wie auch Abweichungen zur ursprünglichen Vorstellung betreffen. Gerade wenn ein Mensch diesen Schritt bereut, kann dies eine seelische Belastung darstellen.

Fazit

Um Gesundheitsrisiken bei Tätowierungen zu vermeiden, ist auf eine ausreichende Hygiene und ausschließliche Verwendung zertifizierter Farben in einem Tattoostudio zu achten. Dennoch bleiben Tätowierungen mit gewissen gesundheitlichen Risiken wie Allergie – und Abstoßungsreaktionen oder Krebserkrankungen verbunden, welche bei der Entscheidung für ein Tattoo bedacht werden müssen.

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