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Fingernägel aus Gel selbst machen 13. Juli 2017 0

Nageldesign

Künstliche Fingernägel haben sich fest in der Frauenwelt etabliert, denn schöne und gepflegte Nägel zählen zu den „Must-haves“ der Frauen. Früher waren sie auf einen Besuch im Nagelstudio angewiesen, doch heutzutage ist das anders: Mit dem nötigen Know-how sowie dem passenden Equipment kann sich jede Frau ihre Gelnägel selber machen. Es gibt jedoch einiges zu beachten, denn die Selbstmodellage kann besonders bei Anfängern Risiken mit sich bringen.

Know-how

Wer sich dazu entschließt, die Gelnägel selbst zu machen, sollte sich zuvor gründlich mit der Thematik beschäftigen. Empfehlenswert ist der Besuch einer praxisorientierten Schulung. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich das nötige Wissen selbst anzueignen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen und Video-Tutorials sowie Foren, in denen sich Profis sowie Amateure austauschen können.

Equipment

Acrylnägel und Gelnägel selbst machenViele Onlineshops bieten heutzutage Produkte für den Privatgebrauch an. Die Qualität dieser variiert jedoch je nach Hersteller und Anbieter. Daher ist es ratsam, bei namhaften Unternehmen einzukaufen. Zumal diese in vielen Fällen eine Garantie auf die Geräte gewährleisten. Einen optimalen Einstieg versprechen sogenannte „Startersets“. Diese eignen sich besonders für Anfänger, da sie alles Nötige beinhalten. Wer sich dazu entschließt, seine Nägel dauerhaft selbst zu machen, sollte in hochwertige Produkte investieren. Die Qualität lässt sich anhand verschiedener Merkmale feststellen:

Pinsel
Die hochwertigsten Pinsel bestehen aus den Haaren des Kolinsky-Rotmarders. Pinsel mit synthetischem Haar oder Torray-Kunsthaar sind ebenfalls eine gute Wahl. Die Hülse sollte eine nahtlose Zwinge aus vernickeltem oder vergoldetem Messingrohr sein.

Feilen
Zu den teuersten sowie hochwertigsten Exemplaren zählen Keramik- und Glasfeilen. Diese haben eine mikrofeine Oberfläche, wodurch die Nägel weniger splittern.

UV-Gele
Das Gel sollte mit den eigenen Bedürfnissen sowie der Beschaffenheit der Nägel abgestimmt werden. Bei Bedarf gibt es spezielle Gele für Allergiker und Problemnägel.

Pflege

Die künstlichen Nägel sollten regelmäßig aufgefüllt werden. Denn der Naturnagel wächst mitsamt dem modellierten Stresspunkt weiter. Dadurch kann der Nagel kippen und brechen. Entstehen Liftings, müssen diese entfernt und der Nagel neu bearbeitet werden. Schmutz unter den Nägeln lässt sich mit einer weichen Nagelbürste entfernen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Hyponychium, ein Häutchen zwischen Nagel und Nagelbett, nicht verletzt wird. Die Nagelhaut lässt sich vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen zurückschieben und mit einem Nagelöl pflegen. Um die Nägel vor Vergilbungen zu schützen, eignen sich Sunblocker-Lacke. Verfärbungen lassen sich mit einem acetonfreien Nagellackentferner beseitigen.

Infektionen und Allergien

nägel machenBei Hautunverträglichkeiten ist es ratsam, vor der Nagelmodellage einen Dermatologen aufzusuchen. Allergische Reaktionen äußern sich meist durch juckende Rötungen rund um den Nagel. Ebenso können kleine Bläschen sowie Pusteln aufkommen. Treten diese Symptome über einen längeren Zeitraum auf oder verursachen sogar Schmerzen, sollten die Gelnägel entfernt werden. Eine weitere unangenehme Erscheinung ist das Auftreten von Nagelpilz. Dieser entsteht, wenn sich in den Liftings Feuchtigkeit und Bakterien sammeln. Erkennbar ist ein Nagelpilz insbesondere an der bräunlichen bis grünlichen Verfärbung. Im Spätstadium verformt sich der Nagel und löst sich ab. Ein Nagelbettbruch ist äußerst schmerzhaft und entsteht oftmals durch eine falsche Modellage oder durch einen zu heftigen Stoß des Kunstnagels. Dadurch bricht der modellierte Nagel mitsamt dem Naturnagel und dem Nagelbett. Ein Profi sollte den Bruch reparieren, denn bei einem Nagelbettbruch kann es zu einer Nagelbettentzündung kommen. Diese sollte man unbedingt von einem Arzt behandelt lassen.

Fazit

Mit dem nötigen Know-how steht jeder Frau die Möglichkeit offen, sich die Gelnägel selbst zu machen. Zusätzlich ist es unabdingbar, auf hygienische Maßnahmen zu achten. Trotz allem bleibt vor allem bei Anfängern ein Restrisiko bestehen. Wer das vermeiden möchte, sollte im Zweifelsfall lieber einen Profi aufsuchen.

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