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sport 27. Juni 2014 0

Fitness

Fitnesstrends 2014 – kein Extremsport, sondern moderater Spaß

Zumba war letztes Jahr, und Pilates ist ebenfalls langweilig. Dieses Jahr geht es richtig rund: Zirkeltraining der besonderen Art ist angesagt. Aber auch Aqua-Zumba, Piloxing und Kamibo versprechen Spaß und hohen Kalorienverbrauch. Eine kurze Beschreibung der zum Teil recht abenteuerlich klingenden Fitnesstrends allein tut es nicht, wirklich verstehen kann man jede Art von Sport nur durch ausprobieren.

CrossFit – das härteste Zirkeltraining der Welt?

ZirkeltrainingLaut einer amerikanischen Studie liegt Zirkeltraining 2014 voll im Trend. Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Balance und Schnelligkeit sollen in den abwechslungsreichen Übungen mit und ohne Turngerät etwa eine halbe Stunde täglich trainiert werden – mehr würde es für ein ordentliches Workout nicht brauchen. Der Kalorienverbrauch liegt bei etwa 200 kcal je 30 Minuten Training, wobei allerdings der individuelle Nachbrennwert nicht berücksichtigt ist. Ein Trainer ist notwendig, denn vor allem Anfänger überalsten sich beim Zirkeltraining gerne, die Verletzungsgefahr ist recht groß. In schnellen Intervallen mit langen und extremen Belastungsphasen und nur sehr kurzen Ruhepausen wechseln sich Übungen aus dem Bereich Gewichtheben, Eigengewichttraining, Sprinten und Turnen miteinander ab. Eigengewichttraining meint ganz normale sportliche Übungen wie Klimmzüge, Liegestützen, Kniebeugen und Sit-Ups, die mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten und kein Gerät benötigen.

Piloxing: Pilates goes Boxing

Boxen und Pilates haben eigentlich nicht viel gemeinsam, sollte man meinen. Trotzdem kann man beides zusammenwerfen und erhält Piloxing. Die feinen, eher ästhetischen Bewegung des Pilates werden mit den kraftvollen und schnellen Bewegungen beim Boxen verbunden, das Ziel ist, möglichst viel Fett zu verbrennen und Muskulatur aufzubauen. Handschuhe mit 300 g Granulat als Füllung kommen zum Einsatz, trainiert wird in Intervallen. Ausdauer und Beweglichkeit werden dabei genauso trainiert wie das Herz-Kreislaufsystem. Der Kalorienverbrauch soll bei etwa 600 kcal je Stunde liegen, es geht also wirklich hart zur Sache. Spaß macht es trotzdem, denn Piloxing ist mit Tanzeinlagen durchsetzt und wird von spezieller Musik begleitet, die den Rhythmus vorgibt und Laune macht.

Aqua-Zumba: Zumba im Wasser

Aquafitness stand stets im Ruf, vor allem für die etwas gewichtigeren Menschen gut geeignet zu sein. Im Wasser sind die Gelenke Zumbaentlastet, das Körpergewicht wird vom Wasser getragen, und durch den erhöhten Widerstand kann die Muskulatur effizient trainiert werden. Zumba dagegen ist schnell, dynamisch, und findet an Land statt. Wirft man beides zusammen, kommt Aqua-Zumba dabei heraus: Die schweißtreibenden Übungen werden etwas verlangsamt und mit motivierender Musik im Wasser betrieben. So ist Zumba auch für kräftigere Menschen sehr gut geeignet, denn es ist im Wasser gelenkschonender als an Land, und der Trainingseffekt ist ungleich höher bei niedrigerer Geschwindigkeit. Angeboten wird Aqua-Zumba von ausgebildeten Physiotherapeuten, Fitnesstrainern und anderem sportlichen Personal in den öffentlichen Schwimmbädern, die Eintrittsgelder sind oft im Kurspreis enthalten.

Kamibo: Kata, Mix und Bo verschmelzen zu einer neuen Sportart

Kamibo wird von verschiedenen Vereinen und Studios angeboten. Der neue Trendsport, der auf Elementen aus verschiedenen Kampfsportarten basiert, hilft beim Abbau von Stress und stärkt zugleich den Körper. Hilfsmittel werden nicht benötigt, das sagt bereits der Name. Ka steht für Kata, damit bezeichnet man im Karate eine feste Abfolge von Schlägen und Tritten. Mi steht für Mix, denn es sind Elemente verschiedener Sportarten vermischt. Und Bo steht für die leere Hand, denn es wird mit der Faust gekämpft. In einer ruhigen Einstiegsphase konzentrieren sich die Fitnesswütigen auf ihren Atem, kommen an, lassen den Alltag hinter sich und wärmen sich gewissermaßen auf. Danach geht es zur Sache: Eine volle Stunde lang wird kämpfend getanzt. Oder tanzend gekämpft? Spaß macht die Sache auf jeden Fall, der Kopf wird leer, der Körper müde. Elemente aus Karate, Taekwondo und Kickboxen verschmelzen mit Workoutbewegungen, trainiert wird der gesamte Körper.
Es muss nicht unbedingt eine etablierte Sportart sein, und einfach nur Joggen ist ohnehin längst out: Fitness 2014 heißt, dass der gesamte Körper trainiert wird, möglichst schnell und effizient. Je nach Krankenkasse werden die verschiedenen Kurse sogar als Präventivmaßnahme bezuschusst.

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