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20. September 2013 0

Fitness


Es ist in der heutigen Zeit nicht zu gewagt, zu behaupten, der größte Wunsch „molliger“ Menschen sei es, fit zu sein. Doch was heißt fit? Welches Bild hat der Großteil der westlichen Bevölkerung vor Augen, wenn der Begriff „Fitness“ fällt? Schlanke, durchtrainierte Körper? Nicht umsonst wirken Anbieter von Schlankheitsmitteln, Fatburnern und Co, die schnelles Abnehmen ohne Hungern und ohne Sport versprechen, so attraktiv auf Ihre Kunden – zunächst. Können seriöse Anbieter so etwas versprechen? Bald wird klar, dass die neue Wunderdiät wohl eher Erfolg für den Verleger der Zeitschrift bringt, welche sich dadurch besser verkauft.

Auf die Blickrichtung kommt es an

Dauerhafte Erfolge verlangen eine ganz andere Herangehensweise, ja ein völlig neues Bild von Fitness. Ein Bild, das auf den Anwender zugeschnitten ist. Nicht nur auf Hochleistungssportler oder Menschen, die nach den Weihnachtstagen 2-3 Kg Bauchumfang verlieren möchten und hierfür 1-2 Wochen Hungern in Kauf nehmen.

Tipps zur Motivation

Machen wir uns nichts vor. Um fit zu werden, bedarf es definitiv Bewegung. An plausibel klingenden Ausreden hierfür hapert es nicht selten, häufig jedoch an der Motivation und vor allem am Durchhaltevermögen. In jedem der zahlreichen Fitnessklubs finden sich Mitglieder, die monatlich fleißig Beitrag zahlen, aber selten oder nie hingehen. Ohne Normalgewicht hat man es in unserer Gesellschaft nicht leicht. Bereits vor die Türe zu gehen, kostet oftmals Überwindung. Im Sportstudio wird man angesehen, der gebuchte Fitnesskurs vermittelt ein Gefühl von Sportunterricht in der Schule, bei welchem mit den anderen nicht mitgehalten werden konnte und wenn sich dann nach ein paar Trainingseinheiten der erhoffte Erfolg nicht einstellt, folgt die Resignation. Daher ist es wichtig, mit kleinen Zielen anzufangen und nicht gleich den großen unüberwindlich scheinenden Berg vor sich zu sehen. Ein erstes Erfolgserlebnis kann hierbei der weniger schmerzende Rücken oder das geringere Pusten und Schnauben beim Treppensteigen sein. Als kleiner Tipp: Kleinere Studios haben oftmals gemischteres Klientel, der Umgangston ist persönlicher und die Atmosphäre familiärer. Gemeinsam macht es mehr Spaß. Mit Bekannten regelmäßig zum Sport verabreden schafft Durchhaltevermögen. Regelmäßiges Training zu festen Zeiten zeigt bekannte Gesichter und lässt ins Gespräch kommen. Neue Musik auf dem I-Pod kann ebenso motivieren und gibt auf dem Crosstrainer die nötige Power.

Nahrung als wichtiger Faktor beim Abnehmen

Hula Hoop als Sport MethodeZum gesunden Abnehmen gehört Essen. Hungern ist die schädlichste Diät, die es gibt. Der Körper schaltet zunächst auf Sparflamme, um sich später die fehlende Energie auch und vor allem aus der Muskulatur zu holen. Dies schadet dem Stoffwechsel gewaltig. Über je weniger Muskelmasse der Körper verfügt, desto weniger Körperfett kann er verstoffwechseln. Im Übrigen ist auch das Herz ein Muskel, der bei häufigerem, längerem Fasten angegriffen wird. Nun haben „mollige“ Menschen nicht selten mehrere Diäten hinter sich. Einseitige Ernährung und immer größer werdender Jo-Jo-Effekt haben der Fitness immens geschadet. Es ist kein Wunder, dass effektives Abnehmen immer schwerer fällt, denn der Stoffwechsel wurde mit der Zeit enorm zurückgeschraubt. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, diesen Körper wieder fit zu machen und den gesundheitlichen Risiken und aufgetretenen Beschwerden entgegen zu wirken.

Einen Neubeginn starten

Um den Stoffwechsel zu aktivieren, muss zunächst Muskulatur aufgebaut werden. Damit ist kein Bodybuilding gemeint. Normales Krafttraining reicht hier vollkommen aus. Als kleiner Tipp: Praktisch, effektiv und zeitsparend können z.B. bei der Hausarbeit die entsprechenden Muskelgruppen angespannt werden. Da der Körper zunächst Muskelmasse zunimmt, wird sich der Erfolg auf der Waage erst später einstellen. Komplizierte Ernährungspläne verringern das Durchhaltevermögen. Der Mensch hat seine Gewohnheiten und kann nicht urplötzlich auf seine Lieblingsgerichte verzichten oder sich ganz und gar auf wenige Lebensmittel beschränken. Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sich zur Gewichtsreduktion eiweißreiche Mahlzeiten mit Fisch, magerem Kleidung für ÜbergewichtFleisch, Eiern, Käse usw. günstiger auswirken als Kohlenhydratreiche, mit Nudeln, Kartoffeln, Reis, Brot, Zucker usw., die durch Ausschüttung von Insulin in Fett umgewandelt und als Fettreserve gespeichert werden. Es ist durchaus vertretbar, tagsüber normal große Portionen Mischkost zu verspeisen. Am Abend sollte jedoch ganz auf Kohlenhydrate verzichtet und das Steak lieber mit Salat und leckerem Gemüse gegessen werden. Als Zwischenmahlzeit ist Rohkost die ideale Knabberei. Auf Zucker und Süßwahren sollte aber gänzlich verzichtet werden. Natürlich kann ab und an eine Ausnahme gemacht und mit der Familie oder Freunden ein Stück Kuchen oder 1-2 Kugeln Eis verspeist werden, jedoch nicht zu häufig. Über Süßstoffe und das im Trend liegende Stevia wird derzeit in den Medien viel diskutiert. Die Frage lautet, ob durch den süßen Geschmack über das Gehirn ebenfalls eine Insulinausschüttung in Gang gesetzt werden kann, wie bei der eigentlichen Kohlenhydratzufuhr.

Wellness für die Seele

Abnehmen sollte nicht im Vordergrund stehen, sondern Wellness und Gesundheit für den Körper und die Seele. Dazu braucht es vor allem Geduld und die richtige Einstellung. Das Normalgewicht stellt sich dabei von ganz alleine ein. Anbieter von schnellen „Heilmitteln“ wie eingangs erwähnt mögen im Einzelfall wohl kurzfristigen Erfolg bringen, auf lange Sicht gesehen aber möglicherweise sogar schaden. Fitness kann auch durch wenig Aufwand erreicht werden. Anfangs ist etwas Disziplin nötig, später wird der neue Lebensstil zur Routine.

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