» » Fasten - im Einklang mit Körper und Geist zu mehr Wohlbefinden
Tee 20. Juni 2016 0

Gesundheit

Wer bei Fasten an Verzicht, Kasteiung und Hungern denkt, liegt völlig falsch. Auch wenn es für Fastenneulinge unbegreiflich erscheint, die Tage ohne feste Nahrung sind ganz und gar keine entbehrungsreiche Zeit. Im Gegenteil: Durch den Wegfall der Nahrungsaufnahme und Verdauung kommt es zu zahlreichen gesundheitlichen Zugewinnen!

Jeder kann Fasten!

Die Fähigkeit, eine Zeit lang ohne Nahrung auszukommen, ist dem Menschen in die Wiege gelegt. Tatsächlich praktiziert er es jede Nacht. Nicht umsonst heißt das Frühstück der Engländer „Breakfast“, also „Fasten brechen“. Ohne Nahrung von außen zu erhalten, schaltet der Körper auf die Ernährung „von innen“. Er bedient sich seiner Vorräte. Zunächst sind das die Glukosespeicher der Leber und der Muskeln. Nach ungefähr zwei Tagen sind diese aufgebraucht und es geht an die Fettreserven. Von diesen hat ein gesunder Mensch normalerweise reichlich – auch schlanke Menschen können getrost wochenlang fasten und sich dabei hervorragend fühlen!

Die typische Fastenkur

Abnehmen GesundheitEs gibt beim Fasten unterschiedliche Herangehensweisen. Die meisten praktizieren das sogenannte „Buchingerfasten“. Gestartet wird die Fastenzeit mit einer gründlichen Darmentleerung, meist mit Glaubersalz induziert. Erst wenn der Darm ganz leer ist, verspürt der Körper keinen Hunger mehr. Erlaubt sind an den Fastentagen Wasser, Brühe und Tees. Ab und zu kann ein Löffel Honig oder ein Gläschen Buttermilch zu neuer Energie verhelfen. In den ersten drei Tagen ist das Fasten noch mit etwas Disziplin verbunden. Hungerreste und ein allgemein niedriges Energielevel sind normal. Doch dann erfahren Faster das berühmte Hoch: Ein klarer Geist gepaart mit schier unendlicher Energie überkommt viele, nachdem die erste Hürde genommen ist.

Gewinn durch Nahrungsentzug

Neben dem gesteigerten Wohlbefinden tun Faster auch viel für ihre Gesundheit. Hautprobleme und Allergien gehen zurück, der Blutdruck wird gesenkt, erhöhte Blutzuckerwerte pendeln sich wieder ein. Wer regelmäßig fastet, kann auf Dauer bei vielen chronischen Krankheiten sogar Medikamente reduzieren. Nicht zuletzt ist der Gewichtsverlust hilfreich bei zahlreichen Leiden. Was die Reduzierung von Körperfett betrifft, verliert man meist weniger als erwartet. ErnährungAlle drei Tage ist maximal ein Kilo zu erwarten. Der Rest ist Wasserverlust, vor allem durch einen Mangel an Kohlenhydraten, der selbstverständlich nach dem Fasten wieder ausgeglichen wird. Um dem Verlust wertvoller Muskulatur entgegenzuwirken, ist Bewegung auch in der Fastenzeit ein Muss. Spaziergänge und leichtes Muskeltraining sind zwar in der Fastenzeit etwas anstrengender, lohnen sich aber! Wer normalerweise richtig sportlich ist, braucht beim Fasten übrigens nicht kürzertreten. Normalerweise findet der Körper spätestens an Fastentag vier zurück zum alten Energielevel.

Auf Nummer sicher gehen

Fasten sollte man das erste Mal nicht im Alleingang starten. Ein Gang zum Hausarzt ist unbedingt geraten. Er kann feststellen, ob im Körper alles in Ordnung ist und somit einem Fasten nichts im Wege steht. Viel einfacher ist es mit anderen zusammen zu fasten. Ein Fastenurlaub hat auch den Vorteil, dass ohne Alltagsstress dem Körper Ruhe gegönnt werden kann, wann immer er danach verlangt. Fasten im normalen Alltag ist nur etwas für Fortgeschrittene – zu oft ist man leckerem Essen und Versuchungen ausgesetzt.

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