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Sport auf einer Yogamatte 20. September 2013 0

Fitness

Wer mit Yoga anfängt, vielleicht gerade erst einen Schnupperkurs besucht, fragt sich oft: Wozu brauche ich eigentlich eine spezielle Yogamatte? Nun, für den Anfang genügt tatsächlich eine Gymnastikmatte, eine Iso-Matte oder auch nur eine mehrfach gefaltete Decke. Wer jedoch über eine längere Zeit hinweg aktiv Yoga praktiziert, wird feststellen, dass viele Asanas (d.h. Übungen) sich besser auf einer eigens dafür entworfenen Yogamatte ausüben lassen. Diese Matten sollten unbedingt über folgende Eigenschaften verfügen:

  • Die Yogamatte sollte rutschfest sein.
  • Die Oberfläche der Yogamatte sollte sich angenehm anfühlen.
  • Sie sollte Kälte und Nässe fernhalten, da der Körper während der Asanas warm bleiben muss.
  • Außerdem sollte sie groß genug sein.
  • Die Yogamatte sollte weich gepolstert, aber nicht allzu dick sein.
  • Sie sollte sich aus hygienischen Gründen waschen lassen.

Das richtige Material einer Yogamatte

Yogamatten gibt es in vielen verschiedenen Größen, Formen, Farben sowie natürlich auch aus gänzlich unterschiedlichen Materialien. Welches Material nun für die eigene Yogamatte ausgewählt wird, hängt zum einen von den persönlichen Vorlieben, aber auch von der gewählten Yogarichtung ab. Die meisten Menschen kaufen Yogamatten aus Kunststoff, aber auch Matten aus Schafwolle sind sehr beliebt.

Kunststoffmatten punkten mit folgenden Vorteilen:

– Kunststoffmatten sind rutschfest.
– Sie sind leicht zu reinigen.
– Sie sind in der Regel so dünn, dass sie sich leicht einrollen und transportieren lassen.
– Sie sind sehr robust und können lange genutzt werden.
Allerdings haben Yogamatten aus Kunststoff auch einige Nachteile. So ist das künstliche Material etwa nicht in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen, sodass die Matte nach einer Weile z.B. durch den Schweiß rutschig wird. Das wiederum erschwert die Ausführung von weiteren Asanas. Zudem empfinden einige Menschen das Material als weniger angenehm als etwa Naturmaterialien. Aus diesem Grund werden Kunststoffmatten vor allem für aktivere Yoga-Richtungen empfohlen, die viele Asanas im Stehen beinhalten und eher wenige Übungen im Sitzen oder Liegen. Wer sich für eine Yogamatte aus Kunststoff entscheidet, sollte zudem auf eine Öko-Tex Standard 100 Zertifizierung achten. Bei vielen Yogaübungen bleiben direkte Hautkontakte – etwa übers Gesicht – nicht aus, so dass die Matte möglichst frei von Schadstoffen wie beispielsweise Lösungsmitteln (wie AZO) oder Weichmachern (DOP), Phtalaten oder Schwermetallen sein sollte. Viele dieser durchaus gängigen Stoffe stehen in dem Ruf, bestimmte Krebsarten oder andere schwerwiegende, potenziell tödliche Erkrankungen auszulösen.
DehnübungenNicht nur aus diesem Grund greifen viele Yogis daher auf Matten aus Naturmaterialien zurück. Naturmatten können aus Schafwolle, Kork, Jute oder auch aus Baumwolle gefertigt sein. Manche Yogis nutzen – ganz traditionell – Matten aus Kokosfasern bzw. sogenannte Yoga-Teppiche. Besonders beliebt sind allerdings Yogamatten aus Schurwolle. Sie sind sehr weich, anschmiegsam und eignen sich hervorragend für Asanas, die im Sitzen oder Liegen ausgeführt werden. Schurwollmatten stammen von lebenden Schafen. Für einen praktizierenden Yogi ist es wichtig, dass kein Lebewesen für seine Yogamatte oder -kleidung leiden musste, weshalb die Betonung auf „Schurwollmatte“ in diesem Falle so wichtig ist. Eine Matte aus Schaffell – also aus der Wolle eines getöteten Tieres – widerspräche der Philosophie des Yoga, die ursprünglich eigentlich eine Art der Gotteserkenntnis war. In den alten indischen Yogaschriften werden die alten Meister oft auf Tierfellen dargestellt, wobei diese Felle nur von natürlich verendeten, nicht aber von eigens dafür getöteten Tieren stammen durfte. Heute wird Yoga von manchen als reine Leibesübung angesehen, wer jedoch länger dabei ist, wird die geistigen Ursprünge des Yoga selbst erfahren. Schurwollmatten haben gegenüber den Kunststoffmatten den großen Vorteil, dass sie Feuchtigkeit in großen Mengen aufsaugen können. Eine Yogamatte aus Wolle nimmt problemlos Schweiß auf, ohne dass sie dabei in irgendeiner Weise rutschig wird. Die meisten Wollmatten bestehen aus einer bodenhaftenden Kunststoffschicht, über die dann eine isolierende Schicht und schließlich die Wollauflage aufgebracht wird. Yogamatten aus Schurwolle eignen sich für alle Yogaarten, insbesondere jedoch für die eher ruhigen, meditativen Formen des Yoga. Außerdem sind sie ideal für den Winter sowie als Auflage für kalte und / oder harte Böden wie beispielsweise Holz- oder geflieste Böden. Auch, wer zu Hause keinen Teppichbelag hat, profitiert von der wärmeisolierenden Wirkung einer Wollmatte.

Die Vorteile einer Schurwollmatte auf einen Blick:

– Schurwollmatten haben eine angenehm weiche Oberfläche.
– Sie absorbieren Feuchtigkeit, sodass die Matte während der Asanas nicht rutschig werden kann.
– Schurwollmatten halten vom Boden aufsteigende Kälte und Nässe zuverlässig fern.
– Sie bestehen aus einem nachwachsenden Rohstoff, der problemlos wieder abgebaut werden kann.
Sport auf der YogamatteInsbesondere der letzte Punkt ist im Vergleich zu Kunststoffmatten sehr interessant. Zur Herstellung von Kunststoff wird in aller Regel Erdöl benötigt, das – wie es schon seit einiger Zeit bekannt ist – ein sehr knappes Gut ist und zudem nur unter die Umwelt schädigenden Produktionsprozessen gefördert werden kann. Zudem brauchen viele Kunststoffe viele hundert Jahre, bevor sie langsam abgebaut werden können – sofern sie nicht recycelt oder auf der Mülldeponie verbrannt werden. Natürlich sollte beim Kauf einer Schurwollmatte auch auf das Öko-Tex-Siegel geachtet werden, um das Vorhandensein von Schadstoffen in der Yogamatte ausschließen zu können. Schurwolle, sofern es sich nicht um Wolle von ökologisch gehaltenen Schafen handelt, wird oft chemisch behandelt, etwa, um einen umfassenden Reinigungs- und Verarbeitungsprozess künstlich zu verkürzen. Übrigens sind viele Yogamatten aus Schurwolle etwas dicker als Kunststoffmatten, was sowohl ein Vor- aber auch ein Nachteil ist. Dickere Matten bedeuten gleichzeitig eine bessere Polsterung und somit mehr Bequemlichkeit, andererseits lassen sie sich nur schwer einrollen und transportieren.

Die optimale Größe der Yogamatte

Yogamatten gibt es in verschiedenen Größen. Optimal ist es natürlich, eine möglichst große Matte auszuwählen, auf welcher der gesamte Körper während der Asanas Platz findet. Klassische Yogamatten sind etwa 180 cm lang und 60 cm breit, wobei es natürlich auch größere sowie kürzere Varianten gibt. Besonders bequem sind so genannte XXL-Matten, die mindestens zwei Meter lang und einen Meter breit sind. Auf einer solchen Matte finden auch größere Menschen bequem Platz. Wer auch im Urlaub nicht auf seine Übungsstunden verzichten möchte, nimmt eine Yoga-Reisematte mit ins Gepäck. Diese Matten sind besonders klein und leicht – letzteres vor allem aufgrund einer besonnenen Auswahl des Materials – und lassen sich daher bequem mitführen. Prinzipiell gilt jedoch: Je häufiger beim Yoga ein Bodenkontakt stattfindet, desto größer muss die Matte sein. Für Power-Yoga etwa wird nur eine kleine Matte benötigt, für – beispielsweise – Vidya-Yoga und andere eher meditative Formen sind jedoch größere Matten vorteilhafter.Yoga Übung

Fazit

Die Auswahl zwischen den verschiedenen Yogamatten ist riesig. Die optimale Größe einer Matte sowie deren Material hängen vor allem von den persönlichen Vorlieben des Yogis ab, aber auch von der betriebenen Yoga-Variante.

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