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entspanntes Yoga 15. September 2013 0

Fitness


Yoga ist die Trendsportart für Frauen jeden Alters. Yoga stärkt die Gelenke und die körperliche Leistungsfähigkeit. Dazu entspannt es und macht beweglich. Kaum jemand weiß jedoch, wie Yoga überhaupt entstanden ist, welche Arten von Yoga es gibt und was es mit der hinduistischen Religion zu tun hat.

Die Ursprünge des Yoga

Erste Überlieferungen stammen aus Indien im Jahr 3500, vermutlich praktizieren Menschen Yoga aber sogar noch länger. Bis heute hat sich die Sportart immer weiter entwickelt und ist daher ein überaus komplexes Gebilde. Viele verschiedene Schwerpunkte und Strömungen beeinflussten Yoga über die Jahrtausende hinweg, manche von ihnen halten sich noch heute.
In jeder historischen Periode wurden Texte und Schriften zum Thema Yoga erstellt, die wirkliche Basis aber ist in dem Buch der Upanishaden festgehalten worden. Wichtige Konzepte der Upanishaden besagen, dass Alleinheit den Erfolg bringt und jeder Mensch wiedergeboren wird.

Baghavad-Gita – die Quelle des Yoga

Die Textsammlung, welche in Form von Gedichten erstellt wurde, ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus. Mehrere indische Denkschulen führten rund 500 vor Christus Texte zur Grundlage der Veden, der Upanishaden und des orthodoxen Yoga am StrandBrahmanismus zusammen. Dabei kamen auch Schriften, die inhaltlich das Yoga behandeln, in die Sammlung.
Jede Überschrift der Bhagavad-Gita gibt eine besonders ausgeprägte Form des Yoga wieder. Unter anderem sind Jnana-Yoga und Karma-Yoga aufgeführt. Den Lesenden und Praktizierenden Yogaanhängern sollen philosophische und religiöse Hintergründe vermittelt werden, damit Yoga wirklich verstanden werden kann. Deshalb geht es im Text vor allem um das bekannte Karma. Nach buddhistischer und hinduistischer Vorstellung ist Karma die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, welches für die Religionen unerlässlich ist. Weiter behandelt die wichtige Schrift auch Meditation, Reinkarnation, Gotteserkenntnis und die Gottesliebe. Diese Grundprinzipien des Yoga finden wir auch in heutigen Trainingseinheiten noch immer, wenn auch in abgewandelter Form. So spielt der Gottesbezug an sich kaum noch eine Rolle, ist aber in manchen Übungen damals das Hauptziel gewesen.
Neben dem Allgemeinen gibt die Bhagavad-Gita auch spezielle Anweisungen an die Anhänger des Yoga weiter. Es heißt, dass man sich von der Außenwelt lösen solle und sich nur auf die eigene Atmung konzentrieren darf. So würden Körper und Geist von allen weltlichen Dingen wie Furcht, Zorn und Wünschen befreit. Dadurch könne sich die Seele ganz der Erlösung hingeben. Noch konkreter sind Anweisungen zur Sitzhaltung und sogar zur Unterlage beim Training. Auch diese Grundideen sind bis heute fest verankert.

Nur eine hinduistische Tradition?

Jeder westliche Mensch wird nun überlegen, ob er dann wirkliches Yoga praktizieren kann. Immerhin ist hier zu Lande kaum jemand Anhänger des Hinduismus und hat vermutlich auch noch nie von der Baghavad-Gita gehört. Die ursprüngliche Motivation des Yoga bestand zwar darin spirituelle Ziele zu verfolgen und im Endeffekt die Erleuchtung zu erlangen, doch die westlichen Religionen haben viel mit den Zielen der Upanishaden gemeinsam. Im Christentum, Judentum und auch im Islam finden sich viele Parallelen zu den Geboten der Hindus. Jede Religion predigt, dass am Ende eine Art Paradies auf den Gläubigen wartet und alle dienen dazu, den Menschen Kraft und Ruhe zu geben. In der Lehre der Upanishaden lassen sich außerdem Passagen finden, die Yoga als universelles Prinzip deutet, dass alle Lebewesen verbinden soll und in jedem von uns wohnt. So ähnlich können auch die zehn Gebote oder göttliche Wesen im Allgemeinen interpretiert werden.

Modernes Yoga

EntspannungWie in vielen anderen Bereichen auch, gab es im Yoga in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Modernisierung. Die Praxis des Yoga rückte immer mehr in den Mittelpunkt und die Ausführung wurde körperbezogener. Das heißt die Ausübung von Meditation und Figuren ist seitdem wichtiger, als Beten oder andere spirituelle Rituale. Denn auch nicht religiösen Menschen kann Yoga helfen zu sich selbst zu finden und dient als Bereicherung des Lebens. Besonders in der heutigen Zeit wo Chaos, Hektik und Stress zu regieren scheinen, beruhigt Yoga die Menschen und macht sie ausgeglichen. Jeder, der Yoga praktiziert, wird genau diese Erfahrungen gemacht haben, aber nur die wenigsten davon werden einen Bezug zur Religion oder gar dem Hinduismus haben.
Auch die Wissenschaft nahm sich dem Yoga im 20. Jahrhundert an. Die Wirkungen der Übungen wurden auf ihre gesundheitsfördernden Wirkungen überprüft und das System des Yoga hinsichtlich unseres modernen Nutzen verbessert.

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