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Kurkuma 20. April 2014 0

Ernährung

Die Gelbwurzel oder auch der gelbe Ingwer – so wird Kurkuma oft genannt. Als die Schönmacher-Wurzel macht das intensiv gelbe Gewürz Furore. Umgangssprachlich wird die Knolle auch als das „Gewürz des Lebens“ bezeichnet oder schlicht und einfach nur die „Zauberknolle“. Diesem, aus den Tropen Südasiens stammende Gewächs, wird in der ayurvedischen Medizin einige Heilwirkungen zugesprochen.

Das kann Kurkuma

Bevor es daran geht, dass Kurkuma schön macht, wird als Heilmittel der Farbstoff Curcumin verantwortlich gemacht. Dieser Farbstoff wird gerne als Färbemittel für Senf, Wurstwaren oder auch Margarine verwendet. Als Wissenschaftler die Wurzel im Labor untersucht haben, haben sie festgestellt, dass die vielen Wirkstoffe nicht nur schön machen, sondern auch geben beispielsweise Alzheimer-Krankheiten helfen kann. Ebenso soll sie Magen-Darm-Beschwerden lindern und gegen Entzündungen hilfreich wirken. Die Wissenschaft geht sogar so weit, dass sie Kurkuma krebshemmende Eigenschaften zuspricht. Das hat die Universität Bonn gemeinsam mit Forschern der Universitäten Frankfurt, Kiel und Jena herausgefunden.

Kurkuma als Schönmacher

Kurkuma wird durch Experten nachgesagt, dass die Wurzel ein „Kraftstoff für die Zelle“. Das liegt daran, dass das Gewürz etwa 10.000 chemische Substanzen beinhaltet und über 600 Heilstoffe. Die ätherischen Öle sollen die Haut zart machen und als Anti-Aging-Produkt fungieren. Unter anderem ist der Hauptwirkstoff Curcumin dafür verantwortlich. Zusätzlich wird Curcumin vom sogenannten Kurkuma-Rhizom (frische Wurzelstöcke) synthetisiert (zusammengesetzt). Kurkuma soll der wirkungsvollste Fatburner sein, den es in der Natur gibt. Grundsätzlich wird fast jeder wissen, dass die Scharfmacher gerne Fett schmelzen lassen. Doch die Wurzel hat noch einige andere Wirkstoffe, die das Fett reduzieren lassen. Sie können den Zellstoffwechsel anregen und somit die Verdauung beschleunigen. Dabei wird gleichzeitig die Wasserversorgung der Zellen optimiert.
Kurkuma sollte gezielt und täglich (morgens eine Messerspitze mit einem Glas Wasser) zu sich genommen werden. Die spezifischen Fettzellen, die für das Übergewicht zuständig sind, sollen so unterdrückt werden.
Zudem kann Kurkuma noch etwas ganz Besonderes: Es wirkt Kollagen-verjüngend und soll für den Neuaufbau und die Stimulation des Bindegewebes verantwortlich sein. Ebenso wirkt es sich positiv auf Haare und Haut.
In der Wurzel stecken zusätzlich einige sogenannte Psychohormone. Es soll zusammen mit der Substanz Piperin (Pfefferwürzstoff), die Stimmungslage aufbessern.

Worauf bei der Einnahme von Kurkuma geachtet werden sollte

Kurkuma bietet dem Organismus eine Menge Möglichkeiten. Das Gewürz soll nicht nur antientzündlich, wirken, sondern hat auch Effekte, die verdauungsfördernd sind. Doch kann das Gewürz auch die Leber anregen, besser zu entgiften und mehr Gallensäure auszuschütten. So sollen Völlegefühl und Blähungen gelindert werden, weil das Fett verdaulicher gemacht wird. Bei diesen vielen Eigenschaften ist die Zauberknolle allerdings kein Wundermittel.
Ernährungswissenschaftler haben in tierexperimentellen Studien herausgefunden, dass die Effekte alle auch beim Menschen eintreten müssen. Dabei müssen noch zusätzlich andere Studien durchgeführt werden. Das Problem bei dem Gewürz ist, dass Curcumin kaum wasserlöslich ist. Es kann nur in einem geringen Maß über den Darm aufgenommen werden. Wird der Kurkumatee getrunken, können nur zu wenige gesundheitliche und schön machende Effekte erzielt werden. Wissenschaftler wissen auch nicht, ob das Currypulver mehr leisten kann. Allerdings kann Curry mit dem Nahrungsfett besser im Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Die Möglichkeit besteht, dass sich verschiedene Kräuter gegenseitig bei der Wirkung unterstützen.
Ein weiteres Problem sehen Wissenschaftler darin, dass der Farbstoff Curcumin zu schnell wieder über die Leber ausgeschieden wird. Daran wird weiter geforscht, damit Kurkuma auch weiterhin Furore machen kann.
Resümee: Auf jeden Fall können leichtere Beschwerden wie beispielsweise Völlegefühl und Blähungen gelindert werden. Als Schönmacher kann Kurkuma trotzdem eingesetzt werden. Weiter erforscht werden muss noch, ob die Gelbwurzel auch tatsächlich gegen Alzheimer oder Krebs schützen kann.

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