» » Was dem Körper beim Fasten passieren kann
Gesunde Ernährung 30. Dezember 2014 0

Gesundheit


Gefastet wird fast in jeder Religion und wer nicht aus religiösen Gründen fastet, möchte seinem Körper etwas Gutes tun. Für die meisten Menschen geht es um die vermeintlichen Schlacke, die sich im Körper ansammeln. Die Mediziner vestehen diese Art von Fasten nicht und fragen sich, warum sich viele Menschen das antun. Hat der Körper überhaupt Schlacke, und was passiert im Körper beim Fasten?

Die Fastenkur in der Religion

Richtig fastenFastenkuren sind in vielen Religionen bekannt. Viele dieser Fastenkuren dienen dazu, den Körper von innen heraus zu reinigen. Damit ist meist die Religion gemeint, die den Menschen dazu anregt seinem Gott zu dienen. Zum Beispiel essen einige Menschen bei religiösen Fasten tagsüber überhaupt nichts. Ebenso ist das Trinken nicht erlaubt. Für den Organismus ist das eine Qual. In der Nacht gehen die meisten Menschen nicht schlafen, trinken Cola und Co. und schlagen sich die Bäuche voll, um Kraft für den nächsten Tag zu sammeln. Das kann für den Körper einfach nicht gesund sein.

Was beim Fasten im Körper geschieht

Möchten Sie fasten, sollten Sie sich diese Frage vorab stellen. Essen Sie nichts mehr, wird ein Reiz auf den Stoffwechsel ausgeübt. Experten sprechen beim Stoffwechsel vom Metabolismus. Das sind chemische Vorgänge, die im Inneren des Organismus geschehen. Beim Fasten verlangsamt sich der Stoffwechsel und es wird ein sogenannter ketoner Zustand im Organismus ausgelöst. Das heißt, dass der Fettstoffwechsel aktiv ist. Es wird Körperfett verstoffwechselt, damit Ihr Körper Energie für alle KörperentschlackungKörperfunktionen bekommt. Das ist eigentlich die Aufgabe der Kohlenhydrate (Zucker, Nudeln und Co.). Ebenso sinkt der Insulinspiegel und als Folge des Fastens entsteht eine Blockierung der Glukose(Zucker)aufnahme im Fett- und Muskelgewebe.

Bedenken Sie, dass von Natur aus das Gehirn immer nach Kohlenhydraten „schreit“. Essen Sie kein Zucker und Co. mehr kann sich das Gehirn noch vom Depot aus der Leber helfen. Nach etwa 24 Stunden sind die Reserven aufgebraucht. Der Stoffwechsel ist allerdings sehr gut vorbereitet und kann auf den Verbrauch von Eiweiß und Fett umstellen, damit der Organismus seine Energie bekommt.

Die Schlacke im Körper

Fasten gegen GiftstoffeKein Körper hat oder bildet keine Schlacken. Kein Darm hat irgendwelche Brocken oder Ähnliches zu bieten, die nach und nach „entschlackt“ werden sollte. Im Gegenteil, der Darm hat das beste Verdauungssystem überhaupt, um sich selbst gesund zu halten und zu reinigen. Helfen Sie nach, kann es passieren, dass durch das Abführen mit zum Beispiel Glaubersalz wichtige Bakterien und Zotten aus dem Darm herausgespült werden. Diese Bakterien und Zotten sind für den Darm lebenswichtig, um optimal zu funktionieren. Mediziner kennen keinen Grund, um die natürlichen Vorgänge des Körpers zu stören. Auch, wenn die Naturheilkundler mitteilen, dass es sich eher um eine Metapher handelt, wenn von Schlacken gesprochen wird. Naturheilkundler sprechen von dem Ungesunden in der Nahrung und von den chemischen Dingen wie unter anderem Medikamente. Es gibt keinen Beleg dafür, dass der Organismus Ablagerungen oder Schlacken ansammelt.

Alle Stoffe, die der Körper nicht mehr verwerten kann, werden über den Darm und die Nieren ausgeschieden.

Wollen Sie tatsächlich Fasten, sollten Sie dies nur unter ärztlicher Aufsicht tun. Fasten kann durchaus auch einen Gicht- oder Krampfanfall auslösen. Sie sollten sich auch davon befreien, dass während des Fastens nur Fett verbrannt wird. Das geschieht erst, wenn Sie sehr lange (etwa über vier Wochen) fasten. Der Körper holt sich erst einmal die Vorräte, die er über einen Zeitraum angesammelt hat – für schlechte Zeiten.

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