» » Chanel, Lauren und Co. - Warum wir Kultmarken lieben
02. März 2014 0

Mode


Die Welt der Mode wandelt sich in Lichtgeschwindigkeit: Was heute noch in war, ist morgen verpönt. Designer und Labels kommen und gehen, Schauen und Fashion Weeks geben sich über das ganze Jahr die Klinke in die Hand. Warum also gibt es Marken, die diesen Trubel scheinbar unbeschadet überstehen und sich mit Klassikern sogar den Ruf als Kultmarke erarbeitet haben?

Zeitlos französisch – Chanel

Mode TrendsLässt man den Namen Chanel fallen denken Menschen zuerst an französischen Chic und Eleganz. Was nur wenige wissen: Nach dem Tod von Gründerin Gabrielle Bonheur Chanel, kurz Coco Chanel, im Jahr 1971 war das Modehaus angestaubt und als altmodisch verschrien. Frischen Wind brachte 1983 Karl Lagerfeld, der bis heute Chanels Chefdesigner ist. Will Frau sich ein Kultteil zulegen ist Chanel die „to-go“ Marke. Ein paar Ohrringe mit dem berühmten CC-Logo, die bekannte 2.55 It-Bag oder eines der unverwechselbaren Tweed-Kostüme – Chanel steht wie keine andere Marke für Zeitlosigkeit. Die letzten Kollektionen von Karl dem Großen trugen die bekannte Handschrift, spielte aber auch mit Einflüssen aus Musik, Literatur oder Kunst. Die Frühjahrskollektion 2014 war eindeutig künstlerisch beeinflusst und zeigt neben Schwarz-weiß viel Pink und schon fast graphische Schnitte. Was wir für den Sommer mitnehmen: leuchtende Farben, Tweed-Ensembles mit neuen Schnitten, Häkel-Optik, viel Spitze und den Chanel-Kultnagellack in Black Satin.

Italienischer Chic – Armani

Fast wäre der Modewelt Giorgio Armani durch die Lappen gegangen: Der junge Giorgio wäre fast Arzt geworden. Glücklicherweise schmiss er sein Studium nach zwei Semestern und fing an als Schaufensterdekorateur zu arbeiten. Dort entdeckte er seine Liebe für Fashion und gründete 1975 sein eigenes Unternehmen. Armani hat seitdem immer die gleiche Message: Elegant, chic mit einem Hauch italienischer Verführung. Seine Linie Armani Privé wird von Stars und Sternchen auf den roten Teppichen dieser Welt getragen und bis heute noch kümmert sich Giorgio Armani um alles höchst persönlich. Er ist einer der größten Modemacher dieses Jahrhunderts und läuft trotzdem jeden morgen die Straße hinunter zu einem seiner Kaufhäuser, um die Auslage zu kontrollieren und mit seinen Mitarbeitern zu plaudern. Seine Sommerkollektion 2014 hieß „Licht und Schatten“. Dabei zeigte er florale Prints und fließende Cocktailkleider in Blautönen, sogar Shorts und kurze Kleider wirkten glamourös und edel.

Born in the USA – Ralph Lauren

Sein Name könnte in einem Lexikon als Definition für „Amerikanischer Traum“ stehen. Als Sohn jüdischer Einwanderer im New Yorker Problemviertel Bronx geboren, machte er sich auf, seinenTraum zu leben. Schon als Schüler trug er Anzüge und verkaufte Krawatten an seine Mitschüler. 1967 eröffnete er mit Hilfe eines Kredites seinen ersten Laden – für Krawatten. Es folgten ganze Kollektionen für Herren und Damen Trendsund als er Mitte der 70er Jahre das erste Mal ein Polohemd in die Kollektion aufnahm, war dies der Anstoß zu einem Imperium. Noch heute ist das Polohemd mit dem Polospieler auf der Brust der Inbegriff amerikanischen Designs und zusammen mit der Ralph Lauren Tote Bag ein Klassiker des Labels. Ralph Lauren macht nicht nur Mode, sondern verkauft seit nun über 40 Jahren seine wahrgewordene Vision. Er verbindet englischen Landhausstil mit coolem Coastal Chic und schaffte seine Marke für amerikanisches Lebensgefühl praktisch aus dem Nichts. Für den Sommer 2014 sagte Ralph Lauren ein Comeback der Swinging Sixies an und zeigte auf der Fashion Week in New York mit Blumen bedruckte Krawatten, Kniestrümpfe, Zweiteiler in weiß mit ausgestelltem Rock und schlichte bodenlange Kleider in Knallfarben.
Kultmarken wie Chanel oder Ralph Lauren sind nicht zufällig auf dem Fashion-Olymp gelandet. Sie haben es geschafft Mode in den Fokus der Gesellschaft zu rücken, eine Marke zu etablieren, die Jung und Alt in vielen sozialen Schichten kennen und sich an ihr orientieren. Modepäpste wie Karl Lagerfeld und Giorgio Armani haben Marken geschaffen, die zwar immer neu und frisch daherkommen, dabei aber nichts von ihrer Zeitlosigkeit verlieren.

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