» » Bokwa – Fitnesstrend mit großem Potenzial
15. September 2013 0

Fitness


Bokwa ist mehr als nur das „neue Zumba“, als das es oft vorgestellt wird. Bokwa ist eine äußerst schweißtreibende Mischung aus Boxen, Step-Aerobic, der Kampfsportart Capoeira sowie Elementen aus afrikanischen Stammestänzen. Allerdings hat die neue Trendsportart drei große Gemeinsamkeiten mit dem mittlerweile etablierten Zumba:
Bokwa wird zu rhythmischer Musik getanzt.
Bokwa ist für jeden geeignet, egal wie alt oder fit man ist.
Bokwa macht einfach Spaß und verbindet ein effektives Workout mit einem beschwingenden Partygefühl.
Die Schrittfolgen unterscheiden sich allerdings stark von denen des Zumba, auch werden aktuelle Charthits – vorzugsweise House – oder afrikanische Rhythmen statt lateinamerikanischer Nummern aufgelegt. Kurz gesagt, Bokwa ist nicht das neue Zumba, sondern ein revolutionär neuer Trendsport mit hohem Spaßfaktor und leicht zu erlernenden Schrittfolgen.

Bokwa – Tanzen auch für Tanzmuffel mit zwei linken Füßen

Sport und FitnessCharakteristisch am Bokwa sind sowohl die Musik, aber auch die fehlenden Choreographien. Dank Bokwa können nun nicht mehr nur Waldorfschüler ihren Namen tanzen – die Schritte sehen im Prinzip aus wie Buchstaben und Zahlen. Allerdings ist die Fitnessvariante des Namenstanzes doch deutlich anstrengender. Im ersten Moment mag die Vorstellung ein wenig seltsam anmuten: Wie mag das Buchstabentanzen aussehen? Und wie funktioniert es? Seien Sie versichert: Buchstaben tanzen klingt schwieriger als es ist. Die Schritte folgen einfach nur dem Aussehen eines Buchstabens, was dann beispielsweise bei einem „L“ folgendermaßen aussieht: ein Schritt nach links, zwei nach vorn und wieder zurück. Und ja nicht das Bouncen vergessen! Beim Bouncen wird einfach nur im Takt der Musik je einmal zu Beginn und am Ende des jeweiligen Buchstabens gewippt. Da vermutlich jeder buchstabieren und zählen kann, sind die Schritte leicht zu erlernen. Choreographien, also sich ständig ändernde Schrittfolgen wie beim Zumba, gibt es nicht. Stattdessen gibt der Trainer per Handzeichen den jeweiligen Buchstaben vor und jeder Kursteilnehmer weiß Bescheid. Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass nicht erst überlegt werden muss, welcher Schritt als nächstes folgt – oder war es vielleicht doch eine Drehung? – sondern die Teilnehmer sich ganz und gar auf das Training und die Musik einlassen können. Selbst Tanzmuffel erlernen die Schrittfolgen sehr schnell, zudem Bokwa-Kurse stets in verschiedenen Schwierigkeitsstufen angeboten werden. Das Tempo ist übrigens recht moderat und kann auch je nach persönlichem Fitnesslevel abgeändert werden.

Bokwa – kreativer Mix aus Kampfsport und Tanz

Wo bleiben bei all den getanzten Buchstaben und Zahlen eigentlich die anderen angesprochenen Elemente, beispielsweise aus dem Boxen oder Capoeira, mag sich nun so mancher fragen. Nun, es bleibt natürlich nicht beim schnöden Bewegen der Beine. Bokwa beansprucht den gesamten Körper – vom Kopf bis zu den Füßen. Während die Beine etwa ein „L“ tanzen, werden auch die Arme bewegt und die Hüften geschwungen, so dass alle Muskeln gefordert sind. Ebenfalls typisch für Bokwa sind hüpfende und springende Elemente – sowie kraftvoll ausgestoßene Schreie, die eine sehr befreiende Wirkung haben können. Die Bezeichnung „Bokwa“ kommt nicht von ungefähr, sondern deutet auf die Ursprünge der Trendsportart hin: Boxen und Kwaito. Letzteres meint eine südafrikanische Musikrichtung, die durch stampfende Housebeats und Sprechgesang gekennzeichnet ist. Die für das Boxen typischen Bewegungen der Arme und Beine sind Grundlage der Bokwa-Schrittfolgen, diese werden mit Tanzbewegungen ergänzt und ergeben so eine völlig neue Sportart. Angeblich werden pro Trainingseinheit bis zu 1200 Kalorien verbrannt. Das klingt traumhaft – immerhin entspricht diese Summe einer großen Salamipizza Fitness mit Bokwamitsamt Schokoladeneis zum Nachtisch – ist aber wahrscheinlich nur in Ausnahmefällen zu erreichen. Die meisten Teilnehmer eines Bokwa-Kurses werden vermutlich etwa zwischen 400 bis 500 Kalorien verbrennen – was immer noch sehr beachtlich ist. Wie viele Kalorien tatsächlich verbrannt werden, lässt sich so genau nicht angeben, da dies sehr stark variiert, vom Fitnesslevel des Ausübenden abhängt sowie von dessen Anstrengung im Kurs. Ungerechterweise ist es nämlich so, dass sportliche Menschen mehr Kalorien verbrennen als unsportliche – einfach aus dem Grund, weil deren Muskeln auch im Ruhezustand weiter arbeiten und bei Beanspruchung schneller „anspringen“. Der Effekt ist vielleicht mit einem gut geölten Motor vergleichbar, der ebenfalls schneller und leichter in die Gänge kommt als ein weniger gepflegter bzw. beanspruchter. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass, wer regelmäßig Bokwa betreibt, sein Fitnesslevel und damit auch seinen Kalorienumsatz deutlich in die Höhe treibt. Da der Sport von Kursteilnehmer nicht als solcher wahr genommen wird, sondern stattdessen Spaß macht und jede Menge gute Laune bringt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass auch Sportmuffel mit Ausdauer dabei bleiben. Durch die Kombination aus rhythmischer Musik und tanzenden Bewegungen in einer Gruppe entsteht ein Partygefühl, das einfach süchtig macht – ganz im Gegensatz etwa zu den Übungen im Kraftsportraum oder den auf den Laufband absolvierten Kilometern, die von vielen nur als Pflichtprogramm angesehen werden. Der innere Schweinehund ist einfach größer, wenn etwas erledigt werden soll, was eine Pflicht ist – aber kaum Spaß bringt. Bokwa ist anders und vereint grenzenlose Freude mit einem anspruchsvollen Fitnessprogramm, das quasi „so nebenbei“ absolviert wird.

Bokwa – Trendsport aus den USA

Wie so viele andere Trends stammt auch Bokwa aus den USA. Das Fitnesstraining wurde vom Fitnesstrainer Paul Mavi entwickelt und verbreitet sich mittlerweile wie ein Lauffeuer über die ganze Welt. Egal ob in den USA, in Deutschland, Spanien, Japan oder Australien: Bokwa-Kurse schießen überall wie Pilze aus dem Boden. Der neue Fitnesstrend fand über den Umweg von Großbritannien und die Niederlande nach Deutschland und ist jetzt schon in jeder größeren Stadt zu finden. Im Gegensatz zum überwiegend feminin besetzten Fitness TanzenZumba trauen sich auch viele Männer ins Bokwa-Training. Schließlich gelten Box- und Kampfsportelemente traditionell als eher männlich, weshalb die Hemmschwelle für die Herren einfach deutlich geringer ist. Bokwa hat das Potenzial, ähnlich erfolgreich wie das mittlerweile bereits etablierte Zumba zu werden. Eine solche Entwicklung ist zu begrüßen, denn: Das Leben ist keine langweilige Pflichtübung. Gesund ist, was Spaß macht!
Zwar ist Bokwa prinzipiell für jeden geeignet, bleibt jedoch immer noch ein äußerst anstrengendes Herz-Kreislauf-Training. Gerade ältere Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten vor dem ersten Kursbesuch ihren Arzt oder Trainer um Rat fragen. In den meisten Fällen werden beide grünes Licht geben, schließlich lässt sich Bokwa problemlos in individuellen Geschwindigkeiten und Schwierigkeitsleveln tanzen. Wer nicht so schnell kann oder will, wie es der Trainer vorgibt, kann die Übungen auch in einem gemächlicheren Tempo absolvieren.

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