» » Bio Kosmetik - ein neuer Trend am Beauty-Himmel
schminke 23. Juni 2014 0

Kosmetik

Bio, Öko, Umweltschutz, Nachhaltigkeit… diese Begriffe stehen für einen Trend, der sich in den letzten Jahren erst so richtig entfalten konnte. Noch Mitte der Neunziger wurden „Ökos“ belächelt, Jutetaschen und vegetarisches Bio-Essen als freakig abgetan. 20 Jahre später erleben wir, dank diverser Lebensmittel- und anderer Skandale sowie einer drohenden Klimakatastrophe, einen bislang in der Geschichte einzigartigen Ökoboom – nicht nur in puncto Essen, sondern auch im Hinblick auf Kosmetik.

Vorsicht vor Etikettenschwindel: Bio ist nicht gleich Bio

Mittlerweile führt jeder Kosmetikhersteller eigene Bio-Kosmetiklinien, selbst Drogeriediscounter wie Rossmann, dm & co. bieten hauseigene Sortimente an ökologisch korrekten und rein natürlichen Kosmetika an. Ein Bio-Granatapfelshampoo für 1,49 EUR, ein Bio-Lippenstift für 2,49 EUR – für solch günstige Preise ist das gute, grüne Gewissen schon zu haben. Doch Vorsicht: Manchmal versteckt sich hinter der Bio-Kosmetik aus dem Discounter auch schlicht ein Etikettenschwindel. Denn wo „Bio“ draufsteht, muss nicht zwangsläufig auch „Bio“ drin sein.

Woran erkennen Verbraucher echte Bio-Kosmetik?

Mittlerweile haben sich etliche Siegel etabliert, die Verbrauchern dabei helfen sollen, echte Bio-Kosmetika vongünstige Kosmetikartikel Scheinprodukten zu unterscheiden. Diese Siegel stammen jedoch allesamt von Unternehmensverbänden, da es (noch) keine staatlichen oder EU-Siegel im Kosmetik-Bereich gibt.
1. BDIH – Siegel: Seit 10 Jahren dabei
Beim BDIH handelt es sich um einen Zusammenschluss von Naturkosmetik-Unternehmen, die bereits vor über zehn Jahren verbindliche Qualitätskriterien für Naturkosmetik festgelegt haben. Mittlerweile tragen tausende von Naturkosmetikprodukten dieses Siegel, wobei BDIH allerdings kein Label für Bio-Kosmetik ist. Lediglich 15 ausgewählte Rohstoffe müssen aus biologischem Anbau stammen, ansonsten dürfen auch Rohstoffe konventioneller Produktion in Lippenstift, Duschgel & Co. verarbeitet werden. Positiv ist jedoch, dass synthetische Bestandteile wie Paraffine, synthetische Farb- und Duftstoffe sowie Silikone gänzlich tabu sind. Das BDIH-Siegel belabelt zwar keine Bio-Kosmetik, aber immerhin Kosmetik mit rein natürlichen Bestandteilen.
2. NaTrue
Auch bei diesem, relativ neuen, Siegel handelt es sich um eine Initiative zusammengeschlossener Hersteller von Naturkosmetika. Das Siegel belabelt mittlerweile einige hundert Kosmetikprodukte in drei verschiedenen Kategorien. Die erste Kategorie ist dabei mit den Anforderungen für das BDIH-Siegel vergleichbar. In der zweiten Kategorie müssen mindestens 70 Prozent der Rohstoffe aus biologischer Erzeugung stammen, in der dritten und höchsten sogar mindestens 95 Prozent.Schminke
3. Naturland und Demeter
Eines dieser beiden Siegel zu erhalten, ist schon einer schwer zu erringenden Auszeichnung gleich zu setzen. Sowohl Naturland wie auch Demeter haben sehr hohe Ansprüche nicht nur an Bio-Lebensmittel, sondern auch an Bio-Kosmetika. So viel Qualität rechtfertigt dann auch einen entsprechend höheren Preis.
4. Ecocert
Bei Ecocert handelt es sich um eine französische Kontrollorganisation, die Bio-Kosmetik nicht nur in Frankreich, sondern in ganz Europa zertifiziert. Die Organisation unterscheidet zwei Qualitäten: „Ökologische Naturkosmetik“ besteht zu mindestens 95 Prozent aus natürlichen Rohstoffen aus biologischem Anbau. „Naturkosmetik“ wiederum muss nur zur Hälfte aus biologisch angebauten, dafür aber aus zu mindestens 95 Prozent natürlichen Rohstoffen bestehen.

Was darf nicht in Bio-Kosmetik hinein?

puderAlle Label schreiben mehr oder weniger streng vor, wie hoch der Anteil „Bio“ an der Biokosmetik tatsächlich zu sein hat – und alle sind sich einig, welche Bestandteile auf keinen Fall etwas in Bio-Kosmetik zu suchen haben. Auf der Tabu-Liste stehen etwa Inhaltsstoffe auf Erdölbasis wie z. B. Paraffine sowie synthetische Duft- und Farbstoffe. Statt des künstlich herstellten Parfüms enthalten viele Bio-Kosmetika etwa ätherische Öle, die die Haut nicht nur pflegen, sondern auch gut riechen. Des Weiteren sind Silikonöle, Silikonderivate sowie alle genetisch modifizierten Inhaltsstoffe tabu – keine Gentechnik auch in der Kosmetik.

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