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20. September 2013 0

Tattoo


Wer sich tätowieren lassen möchte, denkt oftmals sehr lange über das passende Motiv nach und wählt dieses in der Regel nicht aus einer spontanen Laune heraus. Denn so schön Spontaneität auch sein mag, bei einem Kunstwerk, dass man sich dauerhaft auf dem Körper verewigen lässt, sollte allein der gesunde Menschenverstand Einspruch erheben und nach einer gründlichen Planung verlangen.

Verschiedene Tattoos – Unterschied in Kultur und Geschmack

Zunächst einmal sollte man sich darüber klar werden, welche Art von Tattoo von einem persönlich bevorzugt wird. Hierbei kann zunächst einmal in einfarbige und bunte Tätowierungen unterschieden werden. Die einfarbigen Tätowierungen bieten hierbei oftmals das bessere künstlerische Ergebnis, wobei besonders gut ausgeführte Farb-Tattoos ebenfalls beeindrucken können. Wie immer kommt es hierbei vor allem auf den Geschmack der eigenen Person an und mit welcher Form von Tattoo man sich auch später noch identifizieren können sollte. Die unterschiedlichen Stile bei den Tattoos beeinflussen dabei selbstverständlich ebenfalls die Motivwahl. Während die klassischen Seemann-Tattoos kaum noch Verwendung finden, hat vor allem die japanische Schule einen ungeheuren Zulauf erfahren, so dass hierbei besonders filigrane und künstlerisch hochwertige Tattoos zu erwarten sind.
Das Tattoomotiv – nicht im Jetzt, sondern in Vergangenheit und Zukunft verankert
Bei der Auswahl des Motivs sollte man sich stets bewußt sein, dass die Entscheidung nicht auf einer spontanen Laune oder Stimmung basieren sollte. Denn ein Tattoo, dass einem im Idealfall sein ganzes Leben begleitet, sollte zum Träger, bzw. der Trägerin passen. Dafür sollte man also Motive wählen, welche sowohl die Vergangenheit der Person, als auch deren Zukunft zu beschreiben weiß. Vor allem sollte man sich vor Augen führen, dass dieses Tattoo ab dem Zeitpunkt der Tätowierung ein Teil des eigenen Körpers sein wird, welcher gemeinsam mit dem Träger altert und reift und somit auch Veränderungen unterworfen ist. Mag es noch so verlockend sein, den eigenen Lieblings-Filmstar als Tattoo zu verewigen – kann und möchte man mit diesem Tattoo auch in 20 Jahren noch in den Spiegel schauen?

Das Tribal – zeitlose Kunst in ornamentalem Muster

Tribals, also verschlungene, in sich gewundene Linien gehören immer noch zu den beliebtesten Tattoomotiven. Dies liegt nicht nur an ihrem hohen künstlerischen Wert und ihrer zeitlosen Anmut, sondern vor allem auch an der Beständigkeit des Motivs. Dabei ist der Größe des Tribals kaum eine Grenze gesetzt. Je nach Wunsch kann ein Tribal sowohl im kleinsten Bereich, als auch über den ganzen Körper geführt werden. Dies sorgt für eine weite Verbreitung dieser Tattoos an den unterschiedlichsten Stellen, in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen. So gehören Tribals auch zu den Motiven, welche auch nach vielen Jahren auf dem Körper nichts von ihrem Reiz verlieren und aufgrund ihres fehlenden aktuellen Bezuges auch nach Jahren noch zum Träger passen können. Werden diese Tribals regelmäßig nachgestochen, bieten sie auch nach Jahren noch eine enorme Farbbrillianz und einen guten Kontrast und schmücken den Körper in jedem Alter und in jeder Lebenslage.

Asiatische Schriftzeichen

Der Trend sich asiatische Schriftzeichen in die Haut zu stechen hält nun bereits viele Jahre an. Die oftmals geheimnisvolle Aura und die oftmals filigrane Ausführung der komplizierten Schriftzeichen kann dabei auch auf kleinstem Raum ein beeindruckendes und komplexes Tattoo ergeben. Allerdings sollte man sich bereits im Vorhinein sicher gehen, dass die korrekten Schriftzeichen gewählt werden. Niemand möchte schließlich „Nr. 43 – Schweinefleisch süß-sauer“ auf die Schulter tätowiert bekommen. Daher ist die Konsultation eines Muttersprachlers oder zumindest einer guten Datenbank hierbei anzuraten. Darüber hinaus sollte man sich selbstverständlich darüber im Klaren sein, dass die Schriftzeichen einen Kern der eigenen Persönlichkeit beschreiben sollten, wenn man von der klassischen Form dieser Tätowierung ausgeht. Dies erfordert in der Regel nicht nur intensives Nachdenken, sondern auch die Einschätzung von Menschen aus dem engsten Umfeld, um wirklich das passende Tattoo zu wählen. Denn die Selbsteinschätzung einer Person kann oftmals deutlich von dem nach außen vermittelten Bild divergieren, was bei der Auswahl des Motivs mit einberechnet werden sollte.

Schriften und Texte

Auch wenn dies immer mehr aus der Mode gerät, immer noch lassen sich viele Menschen komplette Sätze oder Namen in die Haut stechen. Hierbei sollte man, wie bei jedem anderen Tattoo auch bedenken, dass diese Namen oder Schriftzeichen auch in vielen Jahren noch nichts von ihrer Zeitlosigkeit verloren haben sollten. Viel wichtiger ist jedoch, die Schreibweise mehrfach zu kontrollieren und diese Kontrolle auch auf die Vorzeichnung des Tätowierers aufzuwiegen. In kaum einem anderen Bereich können orthographische Fehler sich so negativ auswirken, wie in einem Tattoo auf der eigenen Haut. Daher sollten solche Tattoos besonders gründlich überprüft werden, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Denn ein einmal gestochenes Tattoo lässt sich nur unter Mühen entfernen, oder mit einem entsprechenden Cover-Up-Tattoo überdecken.

Bilder und Portraits – die Meisterschaft des Tätowierers entscheidet

Wer sich für ein kompliziertes und dem entsprechend aufwändiges Tattoo entscheidet, wählt in den meisten Fällen realitätsnahe Bilder als Vorlage. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich hierbei Bilder der eigenen Kinder oder naher Verwandter, zu denen ein besonders starker Bezug besteht. Möchte man den eigenen Körper mit solch einem Motiv schmücken, sollte man vor allem bei der Wahl des Tätowierers vorsichtig sein. Denn jemand der besonders gute Tribals tätowiert, muss nicht unbedingt ein guter Portraitmaler sein. Aus diesem Grund sollte man bei solchen Tattoos sich ähnliche Werke des Künstlers zeigen lassen um einen Eindruck von dessen Fähigkeiten zu erlangen. Je komplizierter das Motiv ist, umso eher schleichen sich Fehler ein, welche nur unter größtem Aufwand wieder korrigiert werden können. Dafür entschädigt einen eine gut gemachte und kunstvolle Arbeit allerdings auch für die Schmerzen während des Tätowierens und stellt eine ganz persönliche und einzigartige Form der Körperkunst dar.
Wie zu sehen ist, stellt die Auswahl des passenden Motives eine Menge Ansprüche an den Tätowierwilligen. Doch die vielen Überlegungen sorgen zum einen dafür, dass man sich für ein Motiv entscheidet, welches exakt zu einem selber passt und zum anderen, dass der Wunsch nach einem Tattoo noch weiter gefestigt wird. Passen Motiv und Überzeugung zusammen, wird sich schneller als erhofft ein „Aha-Erlebnis“ einstellen, welches perfekt aufzeigt, dass der langwierige Auswahlprozess nun endgültig abgeschlossen ist. Nur so kann man mit dem neuen Tattoo auch über viele Jahre hinweg zufrieden sein und gemeinsam mit dem gewählten Motiv altern und reifen.

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