» » Ausgewogene Ernährung trotz Nahrungsmittelallergie
Nahrungsmittelunverträglichkeit 23. April 2014 0

Gesundheit


Wer aufgrund einer Allergie oder Unverträglichkeit auf bestimmte Lebensmittel verzichten muss, kann sich trotzdem gesund ernähren. Das erfordert zu Beginn etwas Einarbeitung, da man einige der gewohnten Lebensmittel vielleicht durch andere ersetzen muss. Aber schon nach kurzer Zeit ist die ausgewogene Ernährung in Fleisch und Blut übergegangen.

Allergie oder Unverträglichkeit?

Ob tatsächlich eine Allergie vorliegt oder eine Unverträglichkeit, eine sogenannte Intoleranz, kann nur durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden. Die Symptome sind häufig recht ähnlich. Es treten Haut- und/oder Schleimhautveränderungen auf, Verdauungsstörungen, Kreislaufprobleme oder Atemnot. Während bei einer Intoleranz lediglich das Wohlbefinden gestört ist, kann eine Allergie zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen. In beiden Fällen sollten jedoch die Lebensmittel gemieden werden, die man nicht verträgt. Dabei ist zu bedenken, dass eine Allergie nicht beim ersten Kontakt mit dem unverträglichen Stoff (Allergen) auftritt, weil sich dann erst Antikörper bilden können. Erst der zweite Kontakt mit dem Allergen löst eine Reaktion aus. Allergien können sich potenzieren, das heißt, sie werden mit jedem Kontakt in unberechenbarer Art und Weise heftiger. Sie können in jedem Lebensalter auftreten.

Welche Stoffe sind lebenswichtig?

Die menschliche Nahrung besteht aus Fett, Eiweiß und Kohlehydraten. Alle diese Stoffe sind wichtig für ein gutes Funktionieren der verschiedenen Organe. Manche Vitamine, Fettsäuren und Mineralstoffe sind essentiell, also lebenswichtig. Sie müssen in ausreichendem Maß in der Nahrung enthalten sein, damit es nicht zu einer Mangelernährung kommt. So ist Vitamin B12 zum Beispiel unverzichtbar für das körperliche und seelische Wohlbefinden. Es ist sehr wichtig für das Nervensystem, die Blutbildung, den Stoffwechsel und die Entgiftung. Vitamin B6 sorgt für eine gute Haut, gesunde Nerven, geistige Leistungsfähigkeit und stärkt die Abwehrkräfte. Das Gehirn benötigt ausreichend Kohlehydrate, um effektiv arbeiten zu können. Dies sind nur einige Beispiele zur Verdeutlichung.

Wie bekomme ich, was ich brauche?

Nach der Diagnose Allergie oder Intoleranz erfolgt die Feststellung, welche Nahrungsmittel in Zukunft vom Speiseplan gestrichen werden müssen. Welche besonders wichtigen Inhaltstoffe enthalten diese Lebensmittel? Die wichtigsten Eiweißlieferanten sind Eier, Soja, rotes Fleisch und Hülsenfrüchte. Um eine gute Verwertung des Nahrungseiweißes zu sichern, kann man verschiedene Lebensmittel miteinander kombinieren, wie zum Beispiel Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Der Bedarf an Vitamin B6 lässt sich durch den Verzehr von Vollkornprodukten, Soja, Kartoffeln, Leber, Fleisch oder Fisch decken. Vitamin B12 findet man vor allem in Eiern, Fleisch oder Fisch.
Bei einer Allergie gegen eines dieser Lebensmittel muss man den Bedarf an den entsprechenden Nährstoffen, Vitaminen oder Mineralstoffen durch die noch verbleibenden verträglichen Lebensmittel decken. Verträgt ein Mensch zum Beispiel kein Hühnereiweiß, muss er nicht nur seinen Eiweißbedarf auf andere Weise regeln, sondern auch die Zufuhr von Vitamin B12. Bei einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) muss der Calciumbedarf durch laktosefreie Lebensmittel gedeckt werden. Inzwischen gibt es schon laktosefreie Milch und ähnliche Produkte. Gereifter Käse ist dagegen von Natur aus laktosearm und wird meistens gut vertragen. Auf manche Lebensmittel kann man relativ leicht verzichten, auf andere weniger. Liegen verschiedene Allergien oder Unverträglichkeiten vor, wird es zunehmend schwieriger, sich ausgewogen zu ernähren. Mit ein wenig Knobeln und Ausprobieren wird man aber auch dann eine Lösung finden, mit der es sich gut leben lässt.
Eine gesunde ausgewogene Ernährung ist nicht ganz einfach, wenn man unter einer Allergie oder Intoleranz leidet, aber sie ist durchaus möglich. Nach der Umgewöhnung ist die neue Ernährungsform schnell in Fleisch und Blut übergegangen und stellt praktisch keine oder nur noch eine geringe Einschränkung der Lebensqualität dar.

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